Angebot

Logopäde,-in (Fachschule)

Deutschland
Berufe vergleichen:
  • Informationen
  • Jobs
Ausbildungsart und Abschluss

Fachschulausbildung

Logopäde/Logopädin ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an staatlichen und privaten Berufsfachschulen für Logopädie.

Daneben besteht die Möglichkeit, Logopädie an Fachhochschulen zu studieren, teilweise auch in kombinierter Form mit der Berufsfachschulausbildung.

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

In enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Ärztinnen entwickeln sie individuelle therapeutische Behandlungskonzepte bei Störungen der Sprachentwicklung, bei Stimm-, Sprach-, Sprech- oder Schluckstörungen verschiedenster Ursachen (vor allem durch Hörbehinderungen) sowie bei Störungen des Redeflusses wie Stottern und Poltern. Sie führen die Behandlung mit Hilfe geeigneter sprach- und stimmtherapeutischer Verfahren durch, beispielsweise leiten sie Atem- und Entspannungsübungen an oder unterstützen Schlagfanfallpatienten bei der Neuerlernung des Sprechens. Auch die Behandlung von kehlkopfoperierten Menschen gehört zu ihrem Aufgabengebiet. In der Praxis spezialisieren sie sich oft auf einzelne Störungen. Auch können sie im Bereich Prävention tätig werden.

Logopäden und Logopädinnen haben hauptsächlich folgende Aufgaben:

  • logopädisch relevante Anamnese erheben
  • geeignete Untersuchungsverfahren auswählen
  • logopädische Diagnose erstellen und in die jeweilige ärztliche Diagnose integrieren
  • Beratungsgespräche mit Patienten und ggf. mit Eltern führen, z.B. gemeinsam mit Eltern überlegen, welche Strukturen und Verhaltensweisen im häuslichen Umfeld angepasst werden können (z.B. mehr direkte Kommunikation als Fernsehkonsum)
  • im Rahmen von Case-Management mit Ärzten, Eltern, Lehrern oder Therapeuten der Patienten kooperieren
  • patientenbezogene therapeutische Konzepte unter Berücksichtigung der jeweiligen individuellen Gegebenheiten erstellen
  • Behandlungspläne aufstellen, ggf. für jede Sitzung ein Teilziel bestimmen
  • geeignete sprach- und stimmtherapeutische Verfahren auswählen
  • Behandlungsmaßnahmen durchführen
    • Atem- und Entspannungsübungen anleiten, Patienten korrigieren
    • Patienten aktivieren und motivieren
    • Schlaganfallpatienten bei der Rückgewinnung motorischer Kompetenzen und des Sprachgedächtnisses unterstützen, etwa beim Wiederaufbau eines angemessenen Wortschatzes
    • bei Sprachentwicklungsstörungen von Kindern deren Fähigkeit zur Laut- und Buchstabenunterscheidung trainieren, z.B. mithilfe von Bildmaterial
    • stotternden Patienten Techniken zur Verflüssigung des gestörten Sprechablaufs und zum Abbau der Störungsmechanismen vermitteln
  • Maßnahmen bezüglich der Prävention von Sprachentwicklungsstörungen bzw. zum Erhalt der Stimme ergreifen; bestimmte Zielgruppen beraten und schulen
Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Logopäde,-in ist vergleichbar mit dem polnischen Beruf:

- Logopäde (poln. logopeda), Ausbildungsniveau – Hochschulausbildung: Bachelor (3 Jahre) und Magister als Aufbaustudium (2 Jahre).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte / Prodekanat für Studium und Lehre
Dr. Claudia Spies
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 (0)30 450 576 102
Tel.: +49 (0)30 450 576 931
E-mail: prodek-l@charite.de
Homepage
Charité - Universitätsmedizin Berlin

Die Schule für Berufe mit Zukunft
Novalisstraße 12
10115 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 (0) 30- 2 83 34 75
Tel.: +49 (0) 30- 2 83 34 77
E-mail: berlin@die-schule.de
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine gleichwertige Vorbildung. Auch Schüler/innen mit Hauptschulabschluss können aufgenommen werden, sofern sie zusätzlich über eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer verfügen.

Des Weiteren wird in der Regel vorausgesetzt, dass die Schüler/innen über die gesundheitliche Eignung für den Beruf verfügen. Dazu zählen neben einem normalen Seh- und Hörvermögen in erster Linie eine gesunde und belastungsfähige Stimme sowie eine gute laut- und schriftsprachliche Beherrschung der deutschen Sprache. Ebenso sind meist eine dialektneutrale Aussprache und Musikalität erwünscht.

Auswahlverfahren

Der Zugang zur Ausbildung wird von manchen Schulen zusätzlich durch eigene Auswahlverfahren geregelt. Die Aufnahme der Bewerber/innen erfolgt meist nach einem persönlichen Gespräch und dem schulischen Leistungsstand (speziell in naturwissenschaftlichen Fächern). Darüber hinaus kann die Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen ein Auswahlkriterium sein oder es werden praktische und/oder mündliche Aufnahmeprüfungen durchgeführt.

Eine praktische Tätigkeit im medizinischen, sozialpädagogischen oder pflegerischen Bereich vor Beginn der Ausbildung wird von vielen Ausbildungsstätten empfohlen.

Weitere Ausbildungsvoraussetzungen

Häufig werden ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, ein phoniatrisches bzw. audiologisches Gutachten, ein HNO-Test sowie ein polizeiliches Führungszeugnis benötigt. Diese dürfen nicht älter als drei Monate sein.

Jugendliche (Personen unter 18 Jahren), die eine Ausbildung zum Logopäden bzw. zur Logopädin beginnen, müssen vor Ausbildungsbeginn eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung nach § 32 des Jugendarbeitsschutzgesetzes vorlegen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Verkürzung der Ausbildungszeit

Die zuständige Stelle kann auf Antrag eine andere Ausbildung im Umfang ihrer Gleichwertigkeit anrechnen. Angerechnet werden können bis zu zwei Drittel der Gesamtstunden der Ausbildung.

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts an der Berufsfachschule lernt man beispielsweise:

  • wie die Sprech- und Stimmorgane aufgebaut sind
  • welche Erkrankungen des Hörorgans, der Nase, des Rachens, des Kehlkopfes sowie der unteren Luftwege es gibt und welche Ursachen diese haben
  • welche Formen des Verlustes des Sprechvermögens bzw. des Sprachverständnisses auftreten können (organisch, funktionell, psychogen), z.B. Hörbehinderungen, Störungen des Redeflusses wie Stottern/Poltern
  • wie man logopädische Anamnesen und Befunde erhebt und entsprechende Therapien plant und durchführt
  • wie man Patienten nach Kehlkopfoperationen behandelt
  • worauf Erkrankungen des zentralen Nervensystems beruhen und wie diese untersucht werden
  • wie die Kauorgane aufgebaut sind, zu welchen Missbildungen es kommen kann und welche kieferorthopädischen Maßnahmen man anwendet
  • wie man das Hörvermögen von Kindern und Erwachsenen prüft
  • welche apparativen Hilfen für Menschen mit Hörbehinderung es gibt und wie diese funktionieren
  • wie die durch die Sprechorgane hervorgebrachten Laute entstehen (Phonetik) und wie die gesprochene Sprache strukturiert ist (Linguistik)
  • welche psychologischen, pädagogischen und soziologischen Aspekte im Umgang mit kranken Menschen und Menschen mit Behinderung wichtig sind
  • wie man Patienten und Angehörige beraten kann
  • welche Gesetze und Regelungen im Gesundheitswesen bzw. speziell für die Berufsausübung von Bedeutung sind

Während der praktischen Ausbildung in logopädischen Praxen, Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken:

  • übt und lernt man, logopädische Befunde zu erheben, Therapien zu planen und durchzuführen, Beratungsgespräche zu führen sowie Behandlungstechniken anzuwenden
  • wird in der Logopädie, Phoniatrie und anderen fachbezog. Bereichen hospitiert
  • absolviert man interdisziplinäre Praktika in der Audiologie und Psychologie
  • werden Schulungen in rhythmisch-musikalischer Erziehung, Stimmbildung und Sprecherziehung durchgeführt
Stundenpensum (Theorie)

Theoretischer und praktischer Unterricht an der Berufsfachschule umfasst 1.740 h.

  1. Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde (60 h)
  2. Anatomie und Physiologie (100 h)
  3. Pathologie (20 h)
  4. Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (60 h)
  5. Pädiatrie und Neuropädiatrie (80 h)
  6. Kinder- und Jugendpsychiatrie (40 h)
  7. Neurologie und Psychiatrie  (60 h)
  8. Kieferorthopädie, Kieferchirurgie (20 h)
  9. Phoniatrie (120h)
  10. Aphasiologie (Diagnostik und Behandlung von Sprachverlust) (40 h)
  11. Audiologie und Pädaudiologie (60 h)
  12. Elektro- und Hörgeräteakustik (20 h)
  13. Logopädie (480 h)
  14. Phonetik/Linguistik (80 h)
  15. Psychologie und klinische Psychologie (120 h)
  16. Soziologie (40 h)
  17. Pädagogik (60 h)
  18. Sonderpädagogik (80 h)
  19. Stimmbildung (100 h)
  20. Sprecherziehung (100 h)
Stundenpensum (Praxis)

Praktische Ausbildung in logopädischen Praxen, Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken im Umfang von 2.100 h.

  1. Hospitationen in Phoniatrie, Logopädie und anderen Bereichen, Exkursionen (340 h)
  2. Praxis der Logopädie (1.520 h)
  3. Praxis in Zusammenarbeit mit den Angehörigen des therapeutischen Teams auf den Gebieten der Audiologie und Pädaudiologie, der Psychologie einschließlich Selbsterfahrungstechniken und der Musiktherapie (240 h)
Kosten der Ausbildung

Für die Ausbildung können Kosten anfallen, insbesondere Lehrgangsgebühren bzw. Schulgeld (v. a. an privaten Bildungseinrichtungen) sowie Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Für den theoretischen Unterricht entstehen Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur). Für die praktische Ausbildung wird Berufskleidung benötigt. Auch Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung können entstehen.


Ausbildungsvergütung und -förderungen
Der Besuch von schulischen Einrichtungen wird nicht vergütet.

Für die Ausbildungsdauer kann BaföG beantragt werden.
Berufs- und Verdienstaussichten

Das Einkommen der Beschäftigten von Bund und Kommunen richtet sich nach der Eingruppierung in die Entgeltgruppen und Stufen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD), der am 1. Oktober 2005 in Kraft getreten ist. Manche Einrichtungen und Arbeitgeber lehnen ihre Vergütungen an die Vereinbarungen im öffentlichen Dienst an. Auch in der privaten Wirtschaft haben Tarifverträge einen maßgeblichen Einfluss auf den Verdienst. Einkommen werden aber auch unabhängig von Tarifverträgen vereinbart.

Die Zuordnung zu den tariflichen Vergütungsgruppen hängt beispielsweise davon ab, welche Ausbildung vorliegt, ob Weiterbildungen absolviert wurden, wie komplex die Aufgaben sind, wie groß die Verantwortung ist und welche beruflichen Erfahrungen vorliegen. Auch regionale und branchenspezifische Faktoren spielen eine Rolle bei der Einkommenshöhe.

Die hier genannten beispielhaften Grundvergütungen sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Tarifbereich öffentlicher Dienst

Bei einer Eingruppierung in die Entgeltgruppe 6, Stufe 3 bis Stufe 6, erhalten Beschäftigte in medizinischen Hilfsberufen und medizintechnischen Berufen bei den Kommunen ein Monatsbruttoentgelt von € 2.263 bis € 2.504. Das Erreichen der jeweils nächsten Stufe ist von den Zeiten ununterbrochener Tätigkeit in der Entgeltgruppe und der Leistung abhängig.

Quelle: Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)

Tarifliche Regelungen

Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) wird als "Leittarif" für die Vergütung betrachtet. Abweichungen davon sind allerdings möglich. Neben individuell ausgehandelten Verträgen, spiegeln auch der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) sowie die Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbands die tarifliche Situation in Deutschland wider.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Der erfolgreiche Einstieg in den Beruf ist erst der Anfang: Eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist es, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und das eigene Fachwissen durch Weiterbildung  kontinuierlich zu ergänzen, zu vertiefen und an neue Entwicklungen anzupassen. Andere Perspektiven im Berufsleben können sein, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen.

Wer internationale Erfahrungen sammeln und im Ausland arbeiten möchte, kann seine Fremdsprachenkenntnisse ausbauen und internationale Qualifikationen erwerben.

Qualifizierung und Spezialisierung

Neuerungen und neue Erkenntnisse z.B. zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sind Herausforderungen, denen sich Logopäden und Logopädinnen immer wieder neu stellen müssen.

Für zugelassene Leistungserbringer/innen sind gemäß Rahmenempfehlungen fachspezifische Weiterbildungen vorgeschrieben (60 Weiterbildungspunkte in 4 Jahren), um die Qualität der Heilmittelerbringung sicherzustellen.

Das Spektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von Themen der Logopädie über Atemtherapie bis hin zu Beratung. Auch wenn sich Logopäden und Logopädinnen auf Einsatzgebiete spezialisieren möchten, finden sie in Bereichen wie Störungen der Sprachentwicklung oder Stimmstörungen entsprechende Angebote.

Aufstieg und Studium

Wer sich das Ziel gesetzt hat, beruflich voranzukommen, kann ebenso aus einer Palette an Angeboten zur Aufstiegsweiterbildung auswählen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) abzulegen.

Teilweise werden Vorbereitungslehrgänge auf Weiterbildungsprüfungen auch in Form von E-Learning/Blended Learning angeboten. Hier lernen die Teilnehmer/innen jedoch nicht ausschließlich am Computer, sondern Ihnen steht ein Dozent für inhaltliche und technische Fragen zur Verfügung.

Logopäden und Logopädinnen, die eine schulische Hochschulzugangsberechtigung besitzen, können studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Bereich Logopädie erwerben. Unter bestimmten Voraussetzungen ist übrigens auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich.

Weitere Informationen: Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

Aufstiegsweiterbildungen (Auswahl)

  • Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute
  • Fachwirt/Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK)
  • Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Sozialwesen
  • Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Management im Gesundheitswesen

Hochschulbildungsgänge (Auswahl)

  • Logopäde/Logopädin (Hochschule)
  • Sprechwissenschaftler/Sprechwissenschaftlerin
  • Klinischer Linguist/Klinische Linguistin
  • Heilpädagoge/Heilpädagogin (Hochschule)
  • Lehrer/Lehrerin – Förderschulen
Interessante Links

Logopädie - Ausbildung und Studium

Eine Information des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie

Sprachheilarbeit

Die Seite rund um Sprachbeeinträchtigungen

www.sprachheilpaedagogik.de

Ausführliche Seite zum Thema Sprachheiltherapie

http://www.bdsl-ev.de/

Bundesverband Deutscher Schulen für Logopädie e.V.

http://www.logopaedie.com/
Das große Portal für Logopäden

Job- und Bewerberdatenbanken

Stellenmarkt der Deutschen Caritas:

www.caritas-jobs.de

Privates Online-Karriereportal:

www.monster.de

Stellen- und Ausbildungsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit:

www.joboerse.arbeitsagentur.de

Stellenangebote für qualifizierte Fach- und Führungskräfte:

www.jobscout24.de


Größte Online- Jobbörse für Logopäden:

http://www.logojobs.de/
Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU- Bürger)
Berufliche Ausbildung in Deutschland
Im Bereich der dualen Ausbildung (die in einem Unternehmen und einer Berufsschule stattfindet) existieren für die Bürger aus der EU, der EWR und EFTA Mitgliedsstaaten keine Einschränkungen. Sie können sich direkt bei einem Unternehmen bewerben.

Für die BürgerInnen aus Bulgarien und Rumänien gelten bis 31.12.2013 andere Regelungen, da der Lehrvertrag einen Arbeitsvertrag darstellt und somit eingeschränkt ist. Falls ein Arbeitgeber in Deutschland einen Lehrling aus den genannten Ländern einstellen möchte, muss dieser sich einer Arbeitsmarktprüfung bei der zuständigen Arbeitsagentur unterziehen.

Alle staatlichen und privaten Schulen (z.B. Fachschulen und Berufsfachschulen) können ohne weiteres von allen EU-27 und EFTA Bürgern besucht werden.

Studium in Deutschland
Personen aus den EU-27 und EWR Staaten haben die gleichen Rechte wie Einheimische in allen Angelegenheiten rund ums Studium und sie müssen insbesondere keine höheren Studiengebühren bezahlen.
Wer den Abschluss eines ordentlichen Studiums anstrebt, muss sich um die Zulassung bei der gewählten Universität oder Hochschule, bei "Hochschulstart" oder auch bei "uni-assist" bewerben. Genaue Informationen und Entscheidungshilfen finden Sie hier.

Hierfür müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:
- gültiges Reisedokument (Reisepass) oder Staatsbürgerschaftsnachweis in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis
- Antragsformular (zu erhalten auf der Homepage der jeweiligen Universität oder Hochschule oder vor Ort im Studierendenbüro)
- Nachweis über die Hochschulzugangsberechtigung, wie beispielsweise ein High School Diploma, Gaokao, Matura, A-Levels, Bachillerato (Original oder beglaubigte Kopie, bei ausländischen Dokumenten versehen mit einer beglaubigten Übersetzung). Ob Ihr Schulbesuch dem deutschen gleichgestellt ist erfahren Sie beim DAAD oder bei ANABIN.
- erforderlichenfalls Nachweis der besonderen Eignung (z.B. Zulassungsprüfung). Dies gilt insbesondere bei einem Studium in den Bereichen Architektur, Zahnmedizin, Medizin, Pharmazie, etc.
- Nachweis darüber, dass Sie über hinreichende Deutschkenntnisse verfügen (bei internationalen Studiengängen auch über die geforderten anderen Sprachen)
- Nachweis über eine Krankenversicherung (ohne Krankenversicherung kein Studium)
- Passfotos für den Studentenausweis.

Aufgrund der Eigenständigkeit der deutschen Universitäten und Hochschulen kann es zu zusätzlichen Aufnahmeanforderungen und Aufnahmeprüfungen kommen (erwähnt seien hier beispielsweise besondere Motivationsschreiben oder Nachweise über besondere künstlerische Begabungen).

Nach der Einreise (ein Visum ist nicht mehr nötig) melden Sie sich bitte beim zuständigen Einwohnermeldeamt und lassen sich registrieren.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.
Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)
Nicht-EU Staatsangehörige benötigen in aller Regel ein Visum zur Einreise nach Deutschland, für den Aufenthalt in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken und für die Arbeitsaufname eine Arbeitserlaubnis. Ob dies auch für Sie gilt, erfahren Sie hier oder bei den deutschen Botschaften und Konsulaten in Ihrem Land.

Personen aus Drittstaaten oder staatenlose Personen erkundigen sich bitte beim International Office, im Studierendensekretariat der jeweiligen Hochschule oder Universität oder bei uni-assist, der Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen, ob ihre Hochschulzugangsberechtigung der deutschen gleichwertig ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müssen sie eine Feststellungsprüfung ablegen.
Ausländer, die an einer Hochschule (gemeint sind nicht die Universitäten, sondern die ehemaligen Fachhochschulen) in Baden-Württemberg studieren wollen, wenden sich bitte an das ASK zur Klärung ihrer Hochschulberechtigung.

Vor der Einreise kümmern Sie sich bitte um Folgendes:
- erbringen Sie Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel, um sich ein Studium und das Leben in Deutschland auch finanzieren zu können (im Moment sind es 643 Euro für jeden Monat des Ausbildungszeitraumes, die nachgewiesen werden müssen; zusätzliche Informationen erhalten Sie hier)
- kümmern Sie sich um eine Krankenversicherung.

Ansonsten gelten zusätzlich die gleichen Anforderungen wie für Personen der EU-17 oder EWR Staaten.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.
Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU-Bürger)
EU,EWR und Schweiz
Personen aus den EU Staaten, EWR und der Schweiz können in Deutschland grundsätzlich leben und arbeiten. Eventuell ist für die Berufsausübung in Deutschland eine staatliche Zulassung erforderlich. Bitte informieren Sie sich hier über die Anerkennungsverfahren in Brandenburg.

Personen aus Rumänien und Bulgarien unterliegen in Deutschland noch bis zum 31.12.2013 der Arbeitsgenehmigungspflicht. Eine Arbeitsaufnahme ist nur möglich, wenn die zuständige Agentur für Arbeit hierfür eine Genehmigung erteilt.

Weitere Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit und der Europäischen Kommission.
Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)
Nicht-EU Staatsangehörige benötigen zur Arbeitsaufnahme in Deutschland einen Aufenthaltstitel, der dieses Recht auch gewährt. Denn zu beachten gibt es hier, dass es verschiedene Aufenthaltstitel in Deutschland gibt. Bis auf Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika müssen Bürger aller anderen Drittstaaten vor der Einreise bei der für ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen entsprechenden Aufenthaltstitel beantragen.

Vereinfachte Aufenthaltsregelungen gelten seit Mai 2012 für Nicht-EU-Staatsbürger mit einem Hochschulabschluss (oder vergleichbarer Qualifikation) durch die sog. „Blaue Karte EU“. (Diesen Aufenthaltstitel erhalten Personen mit einem Arbeitsverhältnis über mindestens 44.800 Euro brutto. Nach 3 Jahren mit Arbeitsverhältnis wird eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erteilt.)

Weitere Informationen zum Aufenthalt in Deutschland finden Sie beim Auswärtigen Amt unter Einreisebestimmungen für Deutschland, Visa.
Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit
Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Frank Ploß
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: BZ.ffo@verdi.de
Homepage
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Keithstraße 1/3
10787 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 111
Homepage

Arbeitsvermittler
EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Regina Gebhardt-Hille
Bergerstr. 30
16225 Eberswalde
Deutschland
Tel.: +49 3334 374615
E-mail: regina.gebhardt-hille@arbeitsagentur.de
Homepage
EURES-Beratung

Attraktive Arbeitgeber aus der Region
Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH
Müllroser Chaussee 7
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 548- 0
Tel.: +49 335 548-2003
E-mail: gf@klinikumffo.de
Homepage

Carl-Thiem-Klinikum
Thiemstr. 111
03048 Cottbus
Deutschland
Tel.: +49355-460
E-mail: ctk@ctk.de
Homepage
Carl-Thiem-Klinikum

Logopädie Haus am See
Am See 1
15326 Zeschdorf OT Petershagen
Deutschland
Tel.: +49 (0) 33602-129875
Tel.: +49 (0) 33602-129874
E-mail: info@logopädie-haus-am-see.de
Homepage

Sonstige wichtige Ansprechpartner
Bundesagentur für Arbeit
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Villemombler Straße 76
D-53107 Bonn
Deutschland
Tel.: +49 (0)228 713 13 13
Tel.: +49 (0)228 713 270 1111
E-mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de
Homepage
Bundesagentur für Arbeit

IHK -Projektgesellschaft mbH
Internationale Zusammenarbeit
Puschkinstraße 12 b
D-15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0)335 5621-2310
Tel.: +49 (0)335 5621-2001
E-mail: projekt@ihk-projekt.de
Homepage
IHK -Projektgesellschaft mbH

Ansprechpartner für Anerkennung
IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung
Julia Lexow-Kapp
Heinrich-Mann-Allee 103
14473 Potsdam
Deutschland
Tel.: +49331866-5274
E-mail: julia.lexow-kapp[at]masf.brandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, russisch
IQ Netzwerk Brandenburg

IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung in Ostbrandenburg
Logenstraße 12
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 55345922
Tel.: +49335 55345903
E-mail: integra@kowa-ffo.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, polnisch, englisch
IQ Netzwerk Brandenburg

IQ für Arbeitgeber - Beratungsstelle
bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg GmbH
Potsdamer Straße 1-2
15234 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 5569 322
Tel.: +49 335 5569 403
E-mail: joanna.rynkiewicz@bbw-ostbrandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, polnisch
IQ für Arbeitgeber - Beratungsstelle

  • Logopäde/Logopädin
    Praxis Logopädie Melanie Kempe
    16348 Wandlitz
    Vollzeit
    Datum (ab 08.01.2015)
    Referenznummer
    10000-1117704714-S
    Titel des Stellenangebots
    Logopäde/Logopädin
    Alternativberufe
    Stellenangebotsart
    Arbeitsplatz (sozialversicherungspflichtig)
    Arbeitgeber
    Praxis Logopädie Melanie Kempe
    Betriebsgröße
    zwischen 6 und 50
    Stellenbeschreibung:
    Eine Praxis für Logopädie in Wandlitz sucht eine/n Logopädin/en.
    Die Tätigkeit wird in Vollzeit im Rahmen von 8-18 Uhr angeboten.
    Voraussetzungen / Aufgaben:
    - Behandlung aller anfallenden Störungsbilder (überwiegend Kinder)
    - abgeschlossene Ausbildung
    - Führerschein für evtl. Hausbesuche
    - Teamfähigkeit.
    Bitte bewerben Sie sich bei Interesse schriftlich oder melden sich telefonisch.
    Kontaktdaten:
    Rückfragen und Bewerbung an
    Praxis Logopädie Melanie Kempe
    Frau Kempe
    Prenzlauer Chaussee 52
    16348 Wandlitz
    Wandlitz
    Deutschland
    Telekommunikation
    Telefon: +49 (33397) 36684
    Gewünschte Bewerbungsarten
    schriftlich, telefonisch
    Angaben zur Bewerbung
    Lebenslauf, Zeugnisse
    Weitere Informationen
  • Betriebswirt/in (Fachschule) - Produktionswirtschaft
    Agentur ampuls
    16547 Birkenwerder
    Vollzeit
    Datum (ab 02.02.2015)
    Referenznummer
    10000-1116200335-S
    Titel des Stellenangebots
    Betriebswirt/in (Fachschule) - Produktionswirtschaft
    Alternativberufe
    Mitarbeiter im Bereich Auftragssteuerung m/w Job-ID:2906
    Stellenangebotsart
    Fachkraft (sozialversicherungspflichtig)
    Arbeitgeber
    Agentur ampuls
    Betriebsgröße
    weniger als 6
    Stellenbeschreibung:
    Sie suchen einen neuen, abwechslungsreichen Wirkungskreis?

    Wir suchen Verstärkung!


    Ihr zukünftiges Aufgabengebiet:

    Prüfung/Ermittlung von kapazitäts- u. terminrelevanten Projektdaten in der Angebotsphase
    Planen von Projekten nach Angebots-, Auftragsablauf sowie die Überwachung der Fertigstellungstermine der Prozessteilnehmer
    Aktualisierung der Kapazitätsdaten im Auftragsfall und Über­wachung der Fertigstellungstermine
    Erstellung von Prozessabläufen für vordefinierte Projekte mit Meilensteinen
    Erstellen von Auslastungsdarstellungen
    Projektmanagement für vordefinierte Projekte
    Technische Unterstützung des Vertriebs bei Kundenprojekten
    Sachbearbeitung

    Was wir uns wünschen:

    - Berufserfahrung in den oben genannten Bereichen
    - Organisationsgeschick
    - sehr gute MS Office Kenntnisse (Word, Excel, ...)
    - sehr gute Deutschkenntnisse
    - Englischkenntnisse (von Vorteil)

    Wenn Sie die gestellten Anforderungen erfüllen und neben dieser verantwortungsvollen Aufgabe einen sicheren Arbeitsplatz suchen, dann sollten wir uns kennenlernen!

    Übersenden Sie uns Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen via Mail an

    d.jordan@am-puls.com

    sowie unserer

    Auftrags-ID: 2906
    Ihrer Gehaltsvorstellungen
    Ihres frühesten Eintrittstermin


    Wir bitten um Verständnis, dass eine Rücksendung der Unterlagen nur erfolgen kann,
    sofern der Bewerbung ein frankierter Rückumschlag beigelegt wurde.
    Kontaktdaten:
    Rückfragen und Bewerbung an
    Agentur ampuls
    Frau Gutsche
    Triftweg 1 - 2
    16547 Birkenwerder
    Birkenwerder
    Deutschland
    Telekommunikation
    Telefon: +49 (3303) 5412687
    Fax: +49 (3303) 5208965
    E-Mail
    n.gutsche@am-puls.com
    Gewünschte Bewerbungsarten
    telefonisch, schriftlich, per E-Mail, persönlich, über Internet
    Angaben zur Bewerbung
    Geforderte Anlagen: Lebenslauf, Zeugnisse, Foto, Gehaltsangabe, frühesten Eintrittstermin bitte angeben
    Weitere Informationen
Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
Operationelles Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen - Wojewodschaft Lubuskie - Brandenburg 2007-2013
IHK Projektgesellschaft mbH
Wojewódzki Zakład Doskonalenia Zawodowego w Gorzowie Wlkp.