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Orthoptist/-in

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Ausbildungsart und Abschluss

Fachschulausbildung

 

Orthoptist/-in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Orthoptik.

Die Ausbildung zum Orthoptisten/zur Orthoptistin umfasst theoretischen und praktischen Unterricht sowie eine praktische Ausbildung.

Der theoretische und praktische Unterricht findet an Berufsfachschulen für Orthoptik statt, die häufig einer Universitäts-Augenklinik angegliedert sind.

Den Unterricht besuchen die Schüler/-innen in Vollzeitform.

Die praktische Ausbildung wird in der jeweiligen Augenklinik oder in Augenarztpraxen, Rehabilitationskliniken, Einrichtungen für Menschen mit Sehbehinderung oder Frühförderzentren absolviert.

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Orthoptisten und Orthoptistinnen wirken in der Augenheilkunde bei der Prävention, Untersuchung und Behandlung von Sehstörungen mit.

Sehstörungen diagnostizieren

Orthoptisten und Orthoptistinnen unterstützen Augenärzte und Augenärztinnen dabei, Beeinträchtigungen des Sehvermögens zu beseitigen oder zu verringern. Zunächst führen sie mit den Patienten ein ausführliches Anamnesegespräch, in dem sie klären, seit wann die Sehstörung vorliegt, welche Probleme dadurch in der Schule, im Alltag oder bei der Arbeit auftreten und ob es in der Familie bereits ähnliche Fälle gab. Sie untersuchen die Sehschärfe der Patienten und überprüfen Farbsinn und Kontrastsehen. Für die ermittelte Fehlsichtigkeit entwerfen sie individuelle therapeutische Maßnahmen und überwachen deren Durchführung.

Sehstörungen analysieren

Bei Störungen der Augenbeweglichkeit nach Unfällen, Hirnverletzungen oder neurologischen Erkrankungen prüfen sie beispielsweise, inwieweit Augenmuskeln gelähmt sind. Auch ältere Menschen, die etwa nach einem Schlaganfall unter eingeschränkten Seh- und Wahrnehmungsleistungen leiden, gehören zu ihren Patienten.

Wenn Schielerkrankungen vorliegen, testen sie zunächst die Sehschärfe der Augen. Sie untersuchen den Parallelstand der Augenachsen, stellen fest, welche Schielform vorliegt, messen den Schielwinkel mithilfe von Prismen und prüfen, ob einzelne Augenmuskeln oder Muskelgruppen gelähmt sind. Zudem testen sie, wie die Augen zusammenarbeiten und ob der Patient mit beiden oder nur mit einem Auge wahrnimmt.

Kinder mit mehrfacher Sehbehinderung, die ihre verbliebene Sehfähigkeit nicht optimal einsetzen können, erhalten von Orthoptisten und Orthoptistinnen ein so genanntes Sehresttraining.

Sehstörungen behandeln

Orthoptisten und Orthoptistinnen leiten individuell abgestimmte therapeutische Maßnahmen zur Behandlung von Sehstörungen ein und überwachen deren Durchführung. Beispielsweise korrigieren sie Fehlsichtigkeit mithilfe optimal angepasster Sehhilfen.

Bei vielen Sehschwächen wenden Orthoptisten und Orthoptistinnen die Okklusionstherapie an. Dabei decken sie das besser sehende Auge ab, um das schwächer sehende zu aktivieren. Ist zusätzlich eine Augenmuskeloperation erforderlich, führen sie die notwendigen Untersuchungen sowie Vor- und Nachbehandlungen durch.

Umgang mit Ärzten und Patienten

Generell arbeiten Orthoptisten und Orthoptistinnen eng mit Augenärzten und -ärztinnen zusammen und besprechen mit ihnen die notwendigen Behandlungsmethoden und Behandlungsfortschritte. Darüber hinaus halten sie die Untersuchungsergebnisse und den Behandlungsverlauf genau fest, dokumentieren ihn von Hand oder mit dem Computer in einer Patientenakte und führen den Schriftverkehr, z.B. mit den Krankenkassen.

Für die Ängste und Sorgen der unterschiedlichen Patienten benötigen Orthoptisten und Orthoptistinnen Einfühlungsvermögen und vor allem Geduld. Auf Kinder als Patienten stellen sie sich mit pädagogischem Geschick besonders ein und versuchen, diese spielerisch anzuleiten.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen:

  • bei Prävention, Diagnose und Therapie von Sehstörungen, bei Schielerkrankungen, bei Augenzittern und bei der Früherkennung von Sehschwächen mitwirken
  • visuelle Störungen nach Hirnschädigungen untersuchen und rehabilitieren
  • Störungen der Augenbeweglichkeit nach Unfällen, Hirnverletzungen oder neurologischen Erkrankungen untersuchen und behandeln
  • Sehschärfe und Fehlsichtigkeit bestimmen und prüfen
  • angeborene und erworbene Schielformen untersuchen
  • Farbsinn und Kontrastsehen prüfen
  • Sehhilfen anpassen
  • Befunde dokumentieren
  • therapeutische Maßnahmen einleiten und überwachen
  • Patienten über den aufgestellten Behandlungsplan informieren
  • Patienten bzw. deren Angehörige aufklären und beraten



Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Orthoptist/-in ist vergleichbar mit dem polnischen Beruf:

- Othoptistin / Orthoptist (poln. ortoptystka / ortoptysta), Ausbildungsniveau – zweijährige postsekundäre berufliche Schule (poln. szkoła policealna).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten



Medizinische Berufsfachschule am Universitätsklinikum Leipzig (AöR)
Richterstraße 9-11
04105 Leipzig
Deutschland
Tel.: +49 (0) 341/97 25 105
Tel.: +49 (0) 341/97 25 100
E-mail: mbfs@medizin.uni-leipzig.de
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Für die Ausbildung wird vorausgesetzt:

  • ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung oder
  • eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert oder
  • der Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss, sofern die Bewerber und Bewerberinnen eine Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen haben

Vor Ausbildungsbeginn muss die gesundheitliche Eignung für den Beruf durch ein ärztliches Attest sowie teilweise ein augenärztliches Zeugnis nachgewiesen werden.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Verkürzung aufgrund der Vorbildung

Die zuständige Stelle kann auf Antrag eine andere Ausbildung im Umfang ihrer Gleichwertigkeit anrechnen. Die Verkürzungsdauer ist - der Vorbildung entsprechend - unterschiedlich.

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts an der Berufsfachschule lernt man beispielsweise:

  • wie der Augapfel und die ihn umgebenden Strukturen (Augenhöhle, Lider, Aufhängung) aufgebaut sind und wie Augenbewegungen gesteuert werden
  • welche Krankheiten, Funktionsstörungen und Verletzungen am Auge auftreten können
  • worauf Krankheiten des sensorischen Systems beruhen, vor allem der Sehnerven und der Sehbahn, und Krankheiten des motorischen Systems, wie zum Beispiel Augenmuskellähmungen oder Augenbewegungsstörungen
  • welche Verfahren und Möglichkeiten der Augenheilkunde (insbesondere der Neuroophthalmologie) es gibt
  • wie Schielen und Sehschwächen durch Training der Augenmuskeln behandelt werden können (Orthoptik und Pleoptik)
  • wie Zellen, Gewebe, Atmungs-, Verdauungs- und Sinnesorgane sowie das Herz-Kreislauf-System aufgebaut sind und wie diese funktionieren
  • wie die Gehirnteile, die für das visuelle System wichtig sind, sich entwickeln und wie sie arbeiten
  • wie Bilder im Auge entstehen, wie das Farbensehen funktioniert und zu welchen Störungen es dabei kommen kann
  • welche Grundlagen der allgemeinen Krankheitslehre und der Kinderheilkunde in der Orthoptik von Bedeutung sind
  • welche Arten von Arzneimitteln es gibt, wann und wie man sie verabreicht
  • welche Gesetze der Physik der Optik zugrunde liegen und wie diese Gesetzmäßigkeiten in der Herstellung von Sehhilfen umgesetzt werden
  • welche Hygienemaßnahmen an Geräten und Räumlichkeiten in der Augenheilkunde zu ergreifen sind
  • wie das Gesundheitssystem aufgebaut ist und welche rechtlichen Regelungen für die Berufsausübung wichtig sind

Während der praktischen Ausbildung lernen die Schüler/-innen unter anderem:

  • wie man Anamnesen und Befunde erhebt und diese dokumentiert
  • wie man Therapien plant und durchführt
  • wie man neuroophthalmologische Verfahren anwendet
  • wie orthoptische und pleoptische Geräte benutzt und gepflegt werden
  • wie man Erkrankungen der Augen, Operationsschritte und den Heilungsprozess fotografisch dokumentiert
  • wie man Gespräche führt und Patienten berät
  • wie Menschen mit Sehbehinderung und Kontaktlinsenträger zu betreuen sind

Daneben besteht an einigen Augenkliniken die Möglichkeit, assistierend bei Schieloperationen mitzuwirken und eine Einführung in die Anpassung von Sehhilfen zu erhalten.

Stundenpensum (Theorie)

Gesamtstunden theoretischer und praktischer Unterricht: 1740 h

  1. Anatomie und Physiologie (280h)
  2. Allgemeine Krankheitslehre, Kinderheilkunde und Erste Hilfe (130 h)
  3. Arzneimittel (40 h)
  4. Allgemeine Augenheilkunde (150 h)
  5. Neuroophthalmologie (100 h)
  6. Orthoptik und Pleoptik (400 h)
  7. Augenbewegungsstörungen (250 h)
  8. Physik, Optik, Brillenlehre und Informatik (230 h)
  9. Hygiene (60 h)
  10. Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde (60 h)
  11. Fachenglisch (40 h)
Stundenpensum (Praxis)

Gesamtstunden praktische Ausbildung: 2560 h

  1. Anamnese- und Befunderhebung, Dokumentation (680h)
  2. Therapieplanung und -durchführung (480h)
  3. Neuroophthalmologie, einschließlich Perimetrie (240h)
  4. Gesprächsführung und Beratung (160h)
  5. Anwendung und Pflege orthoptischer und pleoptischer Geräte (420h)
  6. Fotografie (20h)
  7. Betreuung von Sehbehinderten und Kontaktlinsenträgern (220h)
  8. Augenoperation (640h)
Kosten der Ausbildung
 

Für die Ausbildung können Kosten anfallen, insbesondere Lehrgangsgebühren bzw. Schulgeld (v. a. an privaten Bildungseinrichtungen) sowie Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Für den theoretischen Unterricht entstehen Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur). Für die praktische Ausbildung wird Berufskleidung benötigt. Auch Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung können entstehen.

 

Förderungsmöglichkeiten

 

Schüler/innen, die an einer berufsbildenden Ausbildung teilnehmen, können unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) in Anspruch nehmen. Weitere Informationen über das neue BAföG finden Sie hier.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Der Besuch von schulischen Einrichtungen wird nicht vergütet.

Berufs- und Verdienstaussichten

Bei einer Eingruppierung in die Entgeltgruppe 6, Stufe 3 bis Stufe 6, erhalten Beschäftigte in medizinischen Hilfsberufen und medizintechnischen Berufen bei den Kommunen ein Monatsbruttoentgelt von € 2.263 bis € 2.504. Das Erreichen der jeweils nächsten Stufe ist von den Zeiten ununterbrochener Tätigkeit in der Entgeltgruppe und der Leistung abhängig.

Die hier genannten beispielhaften Grundvergütungen sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Tarifliche Regelungen

Für Beschäftigte in medizinischen Berufen bei den Kommunen oder dem Bund gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Weiterbildungsmöglichkeiten

Qualifizierung und Spezialisierung

Weiterentwicklungen in der Medizintechnik sind Herausforderungen, denen sich Orthoptisten und Orthoptistinnen immer wieder neu stellen müssen.

Das Themenspektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von Augenoptik über Naturheilkunde bis hin zu Gesundheitserziehung. Auch wenn sich Orthoptisten und Orthoptistinnen auf Einsatzgebiete spezialisieren möchten, finden sie in Bereichen wie Rehabilitation oder Sehbehindertenambulanz entsprechende Angebote.

Aufstieg und Studium

Wer sich das Ziel gesetzt hat, beruflich voranzukommen, kann ebenso aus einer Palette an Angeboten zur Aufstiegsweiterbildung auswählen.

Teilweise werden Vorbereitungslehrgänge auf Weiterbildungsprüfungen auch in Form von E-Learning/Blended Learning angeboten. Hier lernen die Teilnehmer/innen jedoch nicht ausschließlich alleine am Computer. Während des Lehrgangs stehen sie in der Regel in Kontakt mit einem Dozenten, der für inhaltliche und technische Fragen zur Verfügung steht.

Orthoptisten und Orthoptistinnen, die eine schulische Hochschulzugangsberechtigung besitzen, können studieren und beispielsweise einen Hochschulabschluss im Bereich Augenoptik oder Humanmedizin erwerben. Unter bestimmten Voraussetzungen ist übrigens auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich.

Aufstiegsweiterbildungen (Auswahl)

  • Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Betriebswirt/in (Fachschule) für Management im Gesundheitswesen

Hochschulbildungsgänge (Auswahl)

  • Ingenieur/Ingenieurin für Augenoptik
  • Arzt/Ärztin
  • Gesundheitswirt/Gesundheitswirtin
Interessante Links

Zentralverband der Augenoptiker:

Berufsverband der Orthoptistinnen:

http://www.orthoptistinnen.de/

Internationale Orthoptik Organisation:

http://www.internationalorthoptics.org/

Projekt Schulen ans Netz e.V.:

Azubi-Eyeland:

BERUFENET:

http://berufenet.arbeitsagentur.de

Job- und Bewerberdatenbanken

Jobbörse, auch für handwerkliche und technische Berufe:

http://www.deutsche-handwerkervermittlung.de

Privates Online-Karriereportal:

www.monster.de

Stellen- und Ausbildungsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit:

www.joboerse.arbeitsagentur.de

Stellenangebote für qualifizierte Fach- und Führungskräfte:

www.jobscout24.de

Außer zu den medizinischen Disziplinen bietet jobMEDICUS u. a. Stellen im Pflegedienst, im Rettungsdienst und in der Pharmakologie an:

http://www.jobmedicus.de/stellenangebote/jobstart.asp

Vermittlung und Überlassung von Profis aus Medizin und Pflege:

http://www.stegmed.de

Stellenangebote im Gesundheitswesen:

http://www.medi-jobs.de

Allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert:

http://www.jobpilot.de

Allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion:

http://www.jobsuche.de

Unterteilung in Branchen und Regionen:

http://www.jobrobot.de

Große Jobbörse für Gesundheitsberufe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich:

http://www.stepstone.de

Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU- Bürger)
Berufliche Ausbildung in Deutschland
Im Bereich der dualen Ausbildung (die in einem Unternehmen und einer Berufsschule stattfindet) existieren für die Bürger aus der EU, der EWR und EFTA Mitgliedsstaaten keine Einschränkungen. Sie können sich direkt bei einem Unternehmen bewerben.

Für die BürgerInnen aus Bulgarien und Rumänien gelten bis 31.12.2013 andere Regelungen, da der Lehrvertrag einen Arbeitsvertrag darstellt und somit eingeschränkt ist. Falls ein Arbeitgeber in Deutschland einen Lehrling aus den genannten Ländern einstellen möchte, muss dieser sich einer Arbeitsmarktprüfung bei der zuständigen Arbeitsagentur unterziehen.

Alle staatlichen und privaten Schulen (z.B. Fachschulen und Berufsfachschulen) können ohne weiteres von allen EU-27 und EFTA Bürgern besucht werden.

Studium in Deutschland
Personen aus den EU-27 und EWR Staaten haben die gleichen Rechte wie Einheimische in allen Angelegenheiten rund ums Studium und sie müssen insbesondere keine höheren Studiengebühren bezahlen.
Wer den Abschluss eines ordentlichen Studiums anstrebt, muss sich um die Zulassung bei der gewählten Universität oder Hochschule, bei "Hochschulstart" oder auch bei "uni-assist" bewerben. Genaue Informationen und Entscheidungshilfen finden Sie hier.

Hierfür müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:
- gültiges Reisedokument (Reisepass) oder Staatsbürgerschaftsnachweis in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis
- Antragsformular (zu erhalten auf der Homepage der jeweiligen Universität oder Hochschule oder vor Ort im Studierendenbüro)
- Nachweis über die Hochschulzugangsberechtigung, wie beispielsweise ein High School Diploma, Gaokao, Matura, A-Levels, Bachillerato (Original oder beglaubigte Kopie, bei ausländischen Dokumenten versehen mit einer beglaubigten Übersetzung). Ob Ihr Schulbesuch dem deutschen gleichgestellt ist erfahren Sie beim DAAD oder bei ANABIN.
- erforderlichenfalls Nachweis der besonderen Eignung (z.B. Zulassungsprüfung). Dies gilt insbesondere bei einem Studium in den Bereichen Architektur, Zahnmedizin, Medizin, Pharmazie, etc.
- Nachweis darüber, dass Sie über hinreichende Deutschkenntnisse verfügen (bei internationalen Studiengängen auch über die geforderten anderen Sprachen)
- Nachweis über eine Krankenversicherung (ohne Krankenversicherung kein Studium)
- Passfotos für den Studentenausweis.

Aufgrund der Eigenständigkeit der deutschen Universitäten und Hochschulen kann es zu zusätzlichen Aufnahmeanforderungen und Aufnahmeprüfungen kommen (erwähnt seien hier beispielsweise besondere Motivationsschreiben oder Nachweise über besondere künstlerische Begabungen).

Nach der Einreise (ein Visum ist nicht mehr nötig) melden Sie sich bitte beim zuständigen Einwohnermeldeamt und lassen sich registrieren.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.
Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)
Nicht-EU Staatsangehörige benötigen in aller Regel ein Visum zur Einreise nach Deutschland, für den Aufenthalt in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken und für die Arbeitsaufname eine Arbeitserlaubnis. Ob dies auch für Sie gilt, erfahren Sie hier oder bei den deutschen Botschaften und Konsulaten in Ihrem Land.

Personen aus Drittstaaten oder staatenlose Personen erkundigen sich bitte beim International Office, im Studierendensekretariat der jeweiligen Hochschule oder Universität oder bei uni-assist, der Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen, ob ihre Hochschulzugangsberechtigung der deutschen gleichwertig ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müssen sie eine Feststellungsprüfung ablegen.
Ausländer, die an einer Hochschule (gemeint sind nicht die Universitäten, sondern die ehemaligen Fachhochschulen) in Baden-Württemberg studieren wollen, wenden sich bitte an das ASK zur Klärung ihrer Hochschulberechtigung.

Vor der Einreise kümmern Sie sich bitte um Folgendes:
- erbringen Sie Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel, um sich ein Studium und das Leben in Deutschland auch finanzieren zu können (im Moment sind es 643 Euro für jeden Monat des Ausbildungszeitraumes, die nachgewiesen werden müssen; zusätzliche Informationen erhalten Sie hier)
- kümmern Sie sich um eine Krankenversicherung.

Ansonsten gelten zusätzlich die gleichen Anforderungen wie für Personen der EU-17 oder EWR Staaten.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.
Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU-Bürger)
EU,EWR und Schweiz
Personen aus den EU Staaten, EWR und der Schweiz können in Deutschland grundsätzlich leben und arbeiten. Eventuell ist für die Berufsausübung in Deutschland eine staatliche Zulassung erforderlich. Bitte informieren Sie sich hier über die Anerkennungsverfahren in Brandenburg.

Personen aus Rumänien und Bulgarien unterliegen in Deutschland noch bis zum 31.12.2013 der Arbeitsgenehmigungspflicht. Eine Arbeitsaufnahme ist nur möglich, wenn die zuständige Agentur für Arbeit hierfür eine Genehmigung erteilt.

Weitere Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit und der Europäischen Kommission.
Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)
Nicht-EU Staatsangehörige benötigen zur Arbeitsaufnahme in Deutschland einen Aufenthaltstitel, der dieses Recht auch gewährt. Denn zu beachten gibt es hier, dass es verschiedene Aufenthaltstitel in Deutschland gibt. Bis auf Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika müssen Bürger aller anderen Drittstaaten vor der Einreise bei der für ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen entsprechenden Aufenthaltstitel beantragen.

Vereinfachte Aufenthaltsregelungen gelten seit Mai 2012 für Nicht-EU-Staatsbürger mit einem Hochschulabschluss (oder vergleichbarer Qualifikation) durch die sog. „Blaue Karte EU“. (Diesen Aufenthaltstitel erhalten Personen mit einem Arbeitsverhältnis über mindestens 44.800 Euro brutto. Nach 3 Jahren mit Arbeitsverhältnis wird eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erteilt.)

Weitere Informationen zum Aufenthalt in Deutschland finden Sie beim Auswärtigen Amt unter Einreisebestimmungen für Deutschland, Visa.
Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit
Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Frank Ploß
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: BZ.ffo@verdi.de
Homepage
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berufsverband der Orthoptistinnen Deutschlands e.V.
Josephsplatz 20
90403 Nürnberg
Deutschland
Tel.: +4991122001
Tel.: +499112059612
E-mail: bod@orthoptistinnen.de
Homepage
Berufsverband der Orthoptistinnen Deutschlands e.V.

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Keithstraße 1/3
10787 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 111
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)
Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.
Zusammenschluss von Spitzen- und Landesverbänden der Krankenhausträger.
Wegelystraße 3
10623 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 (0)30 39801-0
Tel.: +49 (0)30 39801-3000
E-mail: dkgmail@dkgev.de
Homepage
Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.

Arbeitsvermittler
EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Regina Gebhardt-Hille
Bergerstr. 30
16225 Eberswalde
Deutschland
Tel.: +49 3334 374615
E-mail: regina.gebhardt-hille@arbeitsagentur.de
Homepage
EURES-Beratung

Attraktive Arbeitgeber aus der Region
Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH
Müllroser Chaussee 7
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 548- 0
Tel.: +49 335 548-2003
E-mail: gf@klinikumffo.de
Homepage

Carl-Thiem-Klinikum
Thiemstr. 111
03048 Cottbus
Deutschland
Tel.: +49355-460
E-mail: ctk@ctk.de
Homepage
Carl-Thiem-Klinikum

Sonstige wichtige Ansprechpartner
Bundesagentur für Arbeit
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Villemombler Straße 76
D-53107 Bonn
Deutschland
Tel.: +49 (0)228 713 13 13
Tel.: +49 (0)228 713 270 1111
E-mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de
Homepage
Bundesagentur für Arbeit

IHK -Projektgesellschaft mbH
Internationale Zusammenarbeit
Puschkinstraße 12 b
D-15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0)335 5621-2310
Tel.: +49 (0)335 5621-2001
E-mail: projekt@ihk-projekt.de
Homepage
IHK -Projektgesellschaft mbH

Ansprechpartner für Anerkennung
IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung
Julia Lexow-Kapp
Heinrich-Mann-Allee 103
14473 Potsdam
Deutschland
Tel.: +49331866-5274
E-mail: julia.lexow-kapp[at]masf.brandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, russisch
IQ Netzwerk Brandenburg

IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung in Ostbrandenburg
Logenstraße 12
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 55345922
Tel.: +49335 55345903
E-mail: integra@kowa-ffo.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, polnisch, englisch
IQ Netzwerk Brandenburg

IQ für Arbeitgeber - Beratungsstelle
bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg GmbH
Potsdamer Straße 1-2
15234 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 5569 322
Tel.: +49 335 5569 403
E-mail: joanna.rynkiewicz@bbw-ostbrandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, polnisch
IQ für Arbeitgeber - Beratungsstelle

Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
Operationelles Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen - Wojewodschaft Lubuskie - Brandenburg 2007-2013
IHK Projektgesellschaft mbH
Wojewódzki Zakład Doskonalenia Zawodowego w Gorzowie Wlkp.