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Podologe/-in

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Ausbildungsart und Abschluss

Die Ausbildung zum Podologen/zur Podologin umfasst theoretischen und praktischen Unterricht sowie eine praktische Ausbildung.

Der theoretische und praktische Unterricht findet an Berufsfachschulen statt.

Den Unterricht besuchen die Schüler/innen im Klassenverband entweder parallel zur praktischen Ausbildung ein- bis fünfmal wöchentlich oder zusammengefasst zu ein- oder mehrwöchigen Unterrichtsblöcken. Diese wechseln sich ggf. mit der praktischen Ausbildung ab.

In den Bildungsgang ist ein mindestens 3-monatiges außerschulisches Praktikum unter ärztlicher Anleitung in internistischen, dermatologischen und orthopädischen Kliniken oder Ambulanzen integriert.

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Podologen und Podologinnen führen medizinische Fußpflegemaßnahmen durch. Sie arbeiten selbstständig und auf ärztliche Verordnung.

Gut zu Fuß

Ob gereizte Knochenhaut im Fußgewölbe, Druckstellen oder eingerollte Nägel: Podologen und Podologinnen können helfen und Linderung verschaffen. Sie stabilisieren Füße mit Stützverbänden und Bandagen und behandeln Warzen und Fußpilz. Sind Nägel eingerollt oder eingewachsen, passen sie spezielle Nagelspangen an, fehlende Nagelteile ersetzen sie durch Prothesen. Mitunter behandeln sie auch Babys mit deformierten Zehennägeln. Wenn die Fußbewegung eingeschränkt oder die Fußform deformiert ist, fertigen Podologen und Podologinnen Fußabdrücke und passen Einlagen an. Bei schmerzhaften Zehenfehlstellungen modellieren sie Silikon-Orthesen, um die Zehen wieder einzugliedern und die Funktion des Fußes wieder herzustellen. Im Falle von Fußerkrankungen, -verletzungen oder sonstigen medizinischen Problemen arbeiten sie unter ärztlicher Anleitung oder auf Grundlage ärztlicher Verordnungen.

Ursachenforschung

Bevor sie zu Zange, Pinzette oder Skalpell greifen oder Lösungen auftragen, klären Podologen und Podologinnen die Ursache für die Beschwerden ab: Sind die Hammerzehen durch zu kleine Schuhe entstanden? Liegt ein Spreiz- oder Senkfuß vor? Könnte eine Diabetes-Erkrankung das Geschwür verursacht haben? Auch Personen mit Blutkrankheiten oder Rheumaerkrankungen gehören zu ihren Kunden bzw. Patienten. Während der Behandlung tragen Podologen und Podologinnen sterile Handschuhe und Arbeitskittel. Danach desinfizieren und sterilisieren sie die verwendeten Instrumente, denn Hygiene ist oberstes Gebot.

Fußgesundheit

Podologen und Podologinnen wenden Maßnahmen der medizinischen Fußpflege auch bei Personen mit gesunden Füßen an, z.B. zur Prävention von Fußkrankheiten. Beispielsweise entfernen sie Hühneraugen und übermäßige Hornhaut oder reinigen Nagelränder. Sie schleifen Nägel ab, polieren diese und überziehen sie ggf. mit einem Schutzlack. Ebenso bieten sie Fußreflexzonenmassagen an, verabreichen Fußbäder und reiben die Haut mit ätherischen Ölen ein. Auch wenn nicht alle Kunden mit gepflegten Füßen erscheinen – Berührungsängste kennen Podologen und Podologinnen nicht.

Was kann man langfristig für seine Fußgesundheit tun, wenn man Diabetes hat? Welche Schuhe eignen sich für Hohl- oder Spreizfüße? Mit welchen Gymnastikübungen kann man zuhause die Fußmuskulatur kräftigen? Podologen und Podologinnen beraten ihre Kunden bei all diesen Anliegen, ggf. auch bei diesen zu Hause.

Verwalten und verkaufen

Podologen und Podologinnen dokumentieren und verwalten darüber hinaus am Computer Kunden- bzw. Patientendaten, erstellen Arztberichte und rechnen podologische Leistungen mit den Krankenkassen ab. Da sie auch verkaufen, müssen sie ihr Sortiment - von Gesundheitsschuhen über Fußsalben und Fersenkeilen bis zu Zehensocken - pflegen. Außerdem gestalten sie Prospekte, Praxisfenster oder Websites.

Podologen und Podologinnen haben hauptsächlich folgende Aufgaben:

- Arbeit vorbereiten

  • Arbeitsgeräte desinfizieren und sterilisieren
  • den jeweiligen Behandlungsplatz vorbereiten, z.B. Instrumente, Pflegemittel und frische Handtücher bereitlegen
  • Kunden bzw. Patienten empfangen; Kunden- bzw. Patientendaten aufnehmen und abgleichen

- Anamnese erheben und beraten

  • je nach Behandlungsanlass ggf. ärztliche Verordnung lesen
  • podologische Anamnese erheben (Sicht- und Tastbefund), Problemursachen klären (z.B. ungeeignetes Schuhwerk, Senk- oder Spreizfuß)
  • beraten, z.B. geeignete Schuhe und häusliche Pflegemaßnahmen empfehlen

- Füße medizinisch pflegen

  • zu behandelnde Fußpartien reinigen und desinfizieren, Fußbäder verabreichen
  • eingerollte und eingewachsene Nägel korrigieren, z.B. mit Spangen- oder Orthesentechnik; Nagelpilz behandeln, Nägel künstlich ersetzen
  • Hühneraugen und Warzen behandeln, übermäßige Hornhaut entfernen, verdickte Nägel abschleifen
  • Druckstellen und Geschwüre behandeln (u.a. Spezialverbände anlegen), z.B. in Zusammenhang mit Diabetes-Erkrankungen
  • Fußabdrücke anfertigen, Einlagen, Zehenstützen, Bandagen und andere orthopädische Hilfsmittel anpassen, Fuß- und Zehenfehlstellungen provisorisch durch Taping (mit Klebebändern) korrigieren
  • zu Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen anleiten

- weitere Fußpflegemaßnahmen durchführen

  • Füße und Unterschenkel massieren, u.a. Fußreflexzonenmassage
  • Fußbäder verabreichen
  • Fußnägel kürzen und in Form bringen, z.B. Nägel und Nagelhaut fräsen, Nagelränder und -falz reinigen, Nagelränder und -platten glätten und polieren; ggf. lackieren
  • Füße und Unterschenkel mit Hautpflegemitteln behandeln

- administrative und kaufmännische Aufgaben erledigen

  • Kunden- bzw. Patientendaten dokumentieren und verwalten
  • podologische Leistungen abrechnen
  • Fußpflegeprodukte, orthopädische Hilfsmittel, Gesundheitsschuhe, Zehensocken, Sockenklammern verkaufen, Produktsortiment pflegen
  • Leistungsangebot angemessen präsentieren (z.B. Prospekte, Praxisfenster)



Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Podologe/-in ist vergleichbar mit dem polnischen Beruf:

  • Podologe (poln. podolog), die Ausbildung wird angeboten als eine Fachrichtung von privaten Fachhochschulen für Kosmetik und Pflege (Bachelor, 3 Jahre) oder als ein Aufbaustudium (1 Jahr) für Absolventen solcher Studiengänge wie Kosmetologie, Physiotherapie, medizinische Studiengänge (z.B. Krankenschwester und Hebammen).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten
Medizinische Schule Uckermark e.V.
Stettiner Straße 127
17291 Prenzlau
Deutschland
Tel.: +493984 2270
Tel.: +493984 830813
E-mail: kontakt@msu-uckermark.de
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Für die Ausbildung wird vorausgesetzt:

  • ein mittlerer Bildungsabschluss oder
  • ein Hauptschulabschluss, sofern der Bewerber bzw. die Bewerberin eine mindestens zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hat.

Vor Ausbildungsbeginn muss die gesundheitliche Eignung für den Beruf durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in Vollzeit in der Regel 2 Jahre, in Teilzeit maximal 4 Jahre.

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie das Bewegungssystem (Knochen, Muskeln, Sehnen, Nerven, Blutgefäße) und die Haut mit ihren Drüsen aufgebaut sind
  • welche Krankheiten und Veränderungen am Fuß auftreten können, z.B. Rheuma, diabetische Folgeschäden, Gicht, Gerinnungs- und Durchblutungsstörungen, Veränderungen im Alter
  • wie Arzneimittel wirken, wann und wogegen sie eingesetzt werden
  • welche manuellen, apparativen, physikalischen und medikamentösen podologischen Behandlungsmethoden es gibt, für welche Erkrankungen sie geeignet sind und wie sie durchgeführt werden (z.B. Massage, Einsatz von Instrumenten, pflegerische Maßnahmen)
  • welche Produkte und Hilfsstoffe bei der podologischen Behandlung zum Einsatz kommen, wie man z.B. Orthesen, Nagelkorrekturspangen und Verbandsstoffe anfertigt bzw. anwendet
  • wie ein podologischer Befund erhoben und eine Behandlung ggf. unter ärztlicher Mitwirkung geplant wird
  • welche Anforderungen an orthopädisches Schuhwerk und Einlagen zu stellen sind
  • welche angeborenen und erworbenen Erkrankungen der Haut (Allergien, Entzündungen, Pilzinfektionen, Verhornungsstörungen, Erkrankungen und Veränderungen der Nägel) sowie Deformationen und Verletzungen der Füße einer podologischen Behandlung bedürfen
  • wann ein Patient an einen Arzt zu überweisen ist
  • wie das Gesundheitswesen strukturiert ist, welche rechtlichen Regelungen (z.B. Krankenhaus-, Infektionsschutz-, Arznei- und Betäubungsmittelrecht) bei der podologischen Arbeit zu beachten sind
  • wie man Ergebnisse dokumentiert und in der Fachliteratur recherchiert
  • welche Grundlagen der Physik und Chemie für das Verständnis der Podologie von Bedeutung sind
  • wie Infektionen durch geeignete Hygienemaßnahmen zu verhüten bzw. zu bekämpfen sind
  • wie man in Notfällen Maßnahmen der ersten Hilfe ergreift
  • welche psychologischen Probleme bei speziellen Patientengruppen (z.B. chronisch kranke und ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Kinder) auftreten können
  • wie man Gespräche führt und Patienten berät, z.B. über eine Lebensführung, die gesundheitliche Schäden vermeidet

Während der praktischen Ausbildung in der Klinik oder Ambulanz werden fußpflegerische Maßnahmen, podologische Behandlungsmaßnahmen, physikalische Therapien im Rahmen der podologischen Behandlung und das Anwenden von für die medizinische Fußpflege notwendigen Korrekturmitteln am Fuß geübt. 

Stundenpensum (Theorie)

Theoretischer und praktischer Unterricht an der Berufsfachschule:

  1. Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde: 40 h
  2. Sprache und Schrifttum: 20 h
  3. Fachbezogene Physik und Chemie: 60 h
  4. Anatomie: 120 h
  5. Physiologie: 60 h
  6. Allgemeine Krankheitslehre: 30 h
  7. Spezielle Krankheitslehre: 250 h
  8. Hygiene und Mikrobiologie: 80 h
  9. Erste Hilfe und Verbandtechnik: 30 h
  10. Prävention und Rehabilitation: 30 h
  11. Psychologie/Pädagogik/Soziologie: 60 h
  12. Arzneimittellehre, Material- und Warenkunde: 120 h
  13. Theoretische Grundlagen der podologischen Behandlung: 150 h
  14. Fußpflegerische Maßnahmen: 150 h
  15. Podologische Behandlungsmaßnahmen: 400 h
  16. Physikalische Therapie im Rahmen der podologischen Behandlung: 100 h
  17. Podologische Materialien und Hilfsmittel: 200 h
  18. Frei verteilbare Stunden (je nach Schule unterschiedlich verteilt, z.B. auf Unterricht oder Projektstunden): 100 h

Summe: 2.000 h

Stundenpensum (Praxis)

Die praktische Ausbildung erfolgt in der Klinik oder Ambulanz im Umfang von 1.000 h.

 

Mindestens 280 Stunden der praktischen Ausbildung sind in einem unter ärztlicher Anleitung stehenden Praktikum in internistischen, dermatologischen und orthopädischen Kliniken oder entsprechenden Ambulanzen abzuleisten. Dabei sollen die Schüler und Schülerinnen mit den im Unterricht vermittelten Krankheitsbildern in der Praxis bekannt gemacht werden.

Kosten der Ausbildung

Für die Ausbildung können Kosten anfallen, insbesondere Lehrgangsgebühren bzw. Schulgeld (v. a. an privaten Bildungseinrichtungen) sowie Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Für den theoretischen Unterricht entstehen Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur). Für die praktische Ausbildung wird Berufskleidung benötigt. Auch Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung können entstehen.

Förderungsmöglichkeiten

Schüler/innen, die an einer berufsbildenden Ausbildung teilnehmen, können unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) in Anspruch nehmen. Weitere Informationen: BAföG

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Der Besuch von schulischen Einrichtungen wird nicht vergütet.

Berufs- und Verdienstaussichten

Bei einer Eingruppierung in die Entgeltgruppe 6, Stufe 3 bis Stufe 6, erhalten Beschäftigte in medizinischen Hilfsberufen und medizintechnischen Berufen bei den Kommunen ein Monatsbruttoentgelt von € 2.263 bis € 2.504. Das Erreichen der jeweils nächsten Stufe ist von den Zeiten ununterbrochener Tätigkeit in der Entgeltgruppe und der Leistung abhängig.

Die hier genannten beispielhaften Grundvergütungen sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Tarifliche Regelungen

Für Beschäftigte in medizinischen Berufen bei den Kommunen oder dem Bund gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Weiterbildungsmöglichkeiten

Der erfolgreiche Einstieg in den Beruf ist erst der Anfang: Eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist es, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und das eigene Fachwissen durch Weiterbildung kontinuierlich zu ergänzen, zu vertiefen und an neue Entwicklungen anzupassen. Andere Perspektiven im Berufsleben können sein, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen.

Wer internationale Erfahrungen sammeln und im Ausland arbeiten möchte, kann seine Fremdsprachenkenntnisse ausbauen und internationale Qualifikationen erwerben.

Qualifizierung und Spezialisierung

Weiterentwicklungen im Gesundheitswesen und Veränderungen im Kundenverhalten sind Herausforderungen, denen sich Podologen und Podologinnen immer wieder neu stellen müssen.

Für zugelassene Leistungserbringer/innen sind gemäß Rahmenempfehlungen fachspezifische Fortbildungen vorgeschrieben (60 Fortbildungspunkte in 4 Jahren), um die Qualität der Heilmittelerbringung sicherzustellen.

Das Themenspektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von medizinischer und präventiver Fußpflege über Hygiene und Wundmanagement bis zur Kundenorientierung. Auch wenn sich Podologen und Podologinnen auf Einsatzgebiete spezialisieren möchten, finden sie in Bereichen wie Wundversorgung bei Diabetes-Patienten entsprechende Angebote.

Existenzgründung

Wer sich selbstständig machen möchte, kann z.B. eine eigene Praxis für medizinische Fußpflege eröffnen.

Qualifizierungslehrgänge:

  • Fußpflege
  • Hygiene – spezielle Bereiche
  • Wundmanagement, Verbandstechniken in der Pflege
  • Waren-, Produkt- und Verkaufskunde – Drogerie, Parfümerie, Kosmetik, Körperpflege
  • Markt- und Kundenbearbeitung, Neukundengewinnung
  • Kommunikative Kompetenzen
  • Arbeitsgestaltung, Arbeitsplatzgestaltung, Gestaltung von Arbeitssystemen
  • Arbeitstechnik, -organisation

Studium:

  • Gesundheitsmanagement/ Gesundheitsökonomie (Bachelor)
Interessante Links

Informationsportal rund um die Podologie:

www.podologie.com

Tagesablauf eines Podologen/ einer Podologin:

http://www.planet-beruf.de/Tagesablauf-Podologe.15989.0.html

Deutscher Podologen Verband e.V.:

www.podologen.de

Zentralverband der Podologen und Fußpfleger Deutschlands e.V.:

www.zfd.de

Webseite der Vereinigung Freier FußpflegerInnen e.V.:

www.fusspflegeportal.de

Job- und Bewerberdatenbanken

Bundesweiter Internet-Stellenmarkt für alle Berufe in der Gesundheitsbranche:

www.health-job.net

Stellenmarkt für Berufe rund um Pflege, Therapie und Verwaltung, sowie Medizin, Forschung und Pharma, der von einer privaten Personalberatung betrieben wird: 

www.mcm-web.de

Privates Online-Karriereportal:

www.monster.de

Stellen- und Ausbildungsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit:

www.joboerse.arbeitsagentur.de

Stellenangebote für qualifizierte Fach- und Führungskräfte:

www.jobscout24.de

Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU- Bürger)
Berufliche Ausbildung in Deutschland
Im Bereich der dualen Ausbildung (die in einem Unternehmen und einer Berufsschule stattfindet) existieren für die Bürger aus der EU, der EWR und EFTA Mitgliedsstaaten keine Einschränkungen. Sie können sich direkt bei einem Unternehmen bewerben.

Für die BürgerInnen aus Bulgarien und Rumänien gelten bis 31.12.2013 andere Regelungen, da der Lehrvertrag einen Arbeitsvertrag darstellt und somit eingeschränkt ist. Falls ein Arbeitgeber in Deutschland einen Lehrling aus den genannten Ländern einstellen möchte, muss dieser sich einer Arbeitsmarktprüfung bei der zuständigen Arbeitsagentur unterziehen.

Alle staatlichen und privaten Schulen (z.B. Fachschulen und Berufsfachschulen) können ohne weiteres von allen EU-27 und EFTA Bürgern besucht werden.

Studium in Deutschland
Personen aus den EU-27 und EWR Staaten haben die gleichen Rechte wie Einheimische in allen Angelegenheiten rund ums Studium und sie müssen insbesondere keine höheren Studiengebühren bezahlen.
Wer den Abschluss eines ordentlichen Studiums anstrebt, muss sich um die Zulassung bei der gewählten Universität oder Hochschule, bei "Hochschulstart" oder auch bei "uni-assist" bewerben. Genaue Informationen und Entscheidungshilfen finden Sie hier.

Hierfür müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:
- gültiges Reisedokument (Reisepass) oder Staatsbürgerschaftsnachweis in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis
- Antragsformular (zu erhalten auf der Homepage der jeweiligen Universität oder Hochschule oder vor Ort im Studierendenbüro)
- Nachweis über die Hochschulzugangsberechtigung, wie beispielsweise ein High School Diploma, Gaokao, Matura, A-Levels, Bachillerato (Original oder beglaubigte Kopie, bei ausländischen Dokumenten versehen mit einer beglaubigten Übersetzung). Ob Ihr Schulbesuch dem deutschen gleichgestellt ist erfahren Sie beim DAAD oder bei ANABIN.
- erforderlichenfalls Nachweis der besonderen Eignung (z.B. Zulassungsprüfung). Dies gilt insbesondere bei einem Studium in den Bereichen Architektur, Zahnmedizin, Medizin, Pharmazie, etc.
- Nachweis darüber, dass Sie über hinreichende Deutschkenntnisse verfügen (bei internationalen Studiengängen auch über die geforderten anderen Sprachen)
- Nachweis über eine Krankenversicherung (ohne Krankenversicherung kein Studium)
- Passfotos für den Studentenausweis.

Aufgrund der Eigenständigkeit der deutschen Universitäten und Hochschulen kann es zu zusätzlichen Aufnahmeanforderungen und Aufnahmeprüfungen kommen (erwähnt seien hier beispielsweise besondere Motivationsschreiben oder Nachweise über besondere künstlerische Begabungen).

Nach der Einreise (ein Visum ist nicht mehr nötig) melden Sie sich bitte beim zuständigen Einwohnermeldeamt und lassen sich registrieren.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.
Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)
Nicht-EU Staatsangehörige benötigen in aller Regel ein Visum zur Einreise nach Deutschland, für den Aufenthalt in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken und für die Arbeitsaufname eine Arbeitserlaubnis. Ob dies auch für Sie gilt, erfahren Sie hier oder bei den deutschen Botschaften und Konsulaten in Ihrem Land.

Personen aus Drittstaaten oder staatenlose Personen erkundigen sich bitte beim International Office, im Studierendensekretariat der jeweiligen Hochschule oder Universität oder bei uni-assist, der Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen, ob ihre Hochschulzugangsberechtigung der deutschen gleichwertig ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müssen sie eine Feststellungsprüfung ablegen.
Ausländer, die an einer Hochschule (gemeint sind nicht die Universitäten, sondern die ehemaligen Fachhochschulen) in Baden-Württemberg studieren wollen, wenden sich bitte an das ASK zur Klärung ihrer Hochschulberechtigung.

Vor der Einreise kümmern Sie sich bitte um Folgendes:
- erbringen Sie Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel, um sich ein Studium und das Leben in Deutschland auch finanzieren zu können (im Moment sind es 643 Euro für jeden Monat des Ausbildungszeitraumes, die nachgewiesen werden müssen; zusätzliche Informationen erhalten Sie hier)
- kümmern Sie sich um eine Krankenversicherung.

Ansonsten gelten zusätzlich die gleichen Anforderungen wie für Personen der EU-17 oder EWR Staaten.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.
Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU-Bürger)
EU,EWR und Schweiz
Personen aus den EU Staaten, EWR und der Schweiz können in Deutschland grundsätzlich leben und arbeiten. Eventuell ist für die Berufsausübung in Deutschland eine staatliche Zulassung erforderlich. Bitte informieren Sie sich hier über die Anerkennungsverfahren in Brandenburg.

Personen aus Rumänien und Bulgarien unterliegen in Deutschland noch bis zum 31.12.2013 der Arbeitsgenehmigungspflicht. Eine Arbeitsaufnahme ist nur möglich, wenn die zuständige Agentur für Arbeit hierfür eine Genehmigung erteilt.

Weitere Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit und der Europäischen Kommission.
Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)
Nicht-EU Staatsangehörige benötigen zur Arbeitsaufnahme in Deutschland einen Aufenthaltstitel, der dieses Recht auch gewährt. Denn zu beachten gibt es hier, dass es verschiedene Aufenthaltstitel in Deutschland gibt. Bis auf Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika müssen Bürger aller anderen Drittstaaten vor der Einreise bei der für ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen entsprechenden Aufenthaltstitel beantragen.

Vereinfachte Aufenthaltsregelungen gelten seit Mai 2012 für Nicht-EU-Staatsbürger mit einem Hochschulabschluss (oder vergleichbarer Qualifikation) durch die sog. „Blaue Karte EU“. (Diesen Aufenthaltstitel erhalten Personen mit einem Arbeitsverhältnis über mindestens 44.800 Euro brutto. Nach 3 Jahren mit Arbeitsverhältnis wird eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erteilt.)

Weitere Informationen zum Aufenthalt in Deutschland finden Sie beim Auswärtigen Amt unter Einreisebestimmungen für Deutschland, Visa.
Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit
Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Frank Ploß
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: BZ.ffo@verdi.de
Homepage
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Keithstraße 1/3
10787 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 111
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)
Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.
Zusammenschluss von Spitzen- und Landesverbänden der Krankenhausträger.
Wegelystraße 3
10623 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 (0)30 39801-0
Tel.: +49 (0)30 39801-3000
E-mail: dkgmail@dkgev.de
Homepage
Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.

Arbeitsvermittler
EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Regina Gebhardt-Hille
Bergerstr. 30
16225 Eberswalde
Deutschland
Tel.: +49 3334 374615
E-mail: regina.gebhardt-hille@arbeitsagentur.de
Homepage
EURES-Beratung

Attraktive Arbeitgeber aus der Region
Sanitätshaus Laußmann
Peitzer Strasse 7
15232 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 555 77-0
E-mail: info@sanilau.de
Homepage

Sonstige wichtige Ansprechpartner
Bundesagentur für Arbeit
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Villemombler Straße 76
D-53107 Bonn
Deutschland
Tel.: +49 (0)228 713 13 13
Tel.: +49 (0)228 713 270 1111
E-mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de
Homepage
Bundesagentur für Arbeit

IHK -Projektgesellschaft mbH
Internationale Zusammenarbeit
Puschkinstraße 12 b
D-15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0)335 5621-2310
Tel.: +49 (0)335 5621-2001
E-mail: projekt@ihk-projekt.de
Homepage
IHK -Projektgesellschaft mbH

Ansprechpartner für Anerkennung
IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung
Julia Lexow-Kapp
Heinrich-Mann-Allee 103
14473 Potsdam
Deutschland
Tel.: +49331866-5274
E-mail: julia.lexow-kapp[at]masf.brandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, russisch
IQ Netzwerk Brandenburg

IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung in Ostbrandenburg
Logenstraße 12
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 55345922
Tel.: +49335 55345903
E-mail: integra@kowa-ffo.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, polnisch, englisch
IQ Netzwerk Brandenburg

IQ für Arbeitgeber - Beratungsstelle
bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg GmbH
Potsdamer Straße 1-2
15234 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 5569 322
Tel.: +49 335 5569 403
E-mail: joanna.rynkiewicz@bbw-ostbrandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, polnisch
IQ für Arbeitgeber - Beratungsstelle

Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
Operationelles Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen - Wojewodschaft Lubuskie - Brandenburg 2007-2013
IHK Projektgesellschaft mbH
Wojewódzki Zakład Doskonalenia Zawodowego w Gorzowie Wlkp.