Das Projekt EUROJOB-Viadrina

Sie möchten in Brandenburg oder in Polen arbeiten? Sie suchen einen Ausbildungsplatz im Nachbarland? Sie benötigen Informationen zur Anerkennung Ihres Berufs auf der anderen Seite der Oder? Sie möchten Berufe und Ausbildungen grenzüberschreitend vergleichen und Qualifikationen bewerten? Dann sind Sie hier genau richtig. Denn dieses Portal bietet Ihnen alle wichtigen Informationen rund um den Arbeitsmarkt in den Euroregionen „Pro Europa Viadrina“ sowie "Spree-Neiße-Bober".

  • Ziele
  • Hintergrund
  • Euroregionen
  • Projektpartner

Ziele des Projektes

Das Projekt soll dazu beitragen, die Transparenz zwischen den deutschen und polnischen Berufsbildungssystemen und die Anerkennung von beruflichen Inhalten und Kompetenzen über Grenzen hinweg zu verbessern. Das Online-Portal "EUROJOB-Viadrina" bietet Ihnen daher einen Überblick über den regionalen Arbeitsmarkt in den deutsch-polnischen Euroregionen "Pro Europa Viadrina" und "Spree-Neiße-Bober". Es richtet sich insbesondere an Schüler, Fachkräfte, Arbeitgeber und Arbeitsvermittler, die Interesse am Lernen und Arbeiten im Nachbarland haben.

Das Portal enthält umfassende Hinweise zu Ausbildungsberufen, Berufsbildern, regionalen Ansprechpartnern sowie Anerkennungsregelungen beiderseits der Oder. Im Fokus stehen dabei die Branchen Gesundheit & Soziales, IT & Neue Medien, Tourismus, Metall & Elektro, Handwerk sowie Spedition & Logistik.

Hintergrund des Projektes

Seit dem 1. Mai 2011 gilt die uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit für polnische Arbeitnehmer. Der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt der Euroregionen "Pro Europa Viadrina" und "Spree-Neiße-Bober" bietet Ausbildungs- und Arbeitssuchenden zahlreiche Perspektiven. Das Projekt „EUROJOB-Viadrina“ hat es sich zum Ziel gesetzt, den gemeinsamen Arbeits- und Ausbildungsmarkt der Euroregionen stärker als bislang miteinander zu verknüpfen.

Die Förderung des Projektes erfolgt durch die Europäische Union im Rahmen des „Operationellen Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) – Brandenburg 2007-2013“. Das Gemeinsame Technische Sekretariat ist für die Prüfung der geförderten EU-Mittel im Rahmen des INTERREG IV A Programms zuständig.

Entstehung des Projektes

Die allgemeinen wirtschaftlichen und demografischen Entwicklungen erfordern einen erhöhten Bedarf an Fachkräften aus dem In- und Ausland. Eine Studie für die Region Berlin-Brandenburg besagt, dass der Fachkräftebedarf steigt. Es wird erwartet, dass 2030 bis zu 460.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden können.

In der grenzübergreifenden Vernetzung und der Erstellung gemeinsamer Angebote sehen Experten eine Chance für die Weiterentwicklung der Euroregionen "Pro Europa Viadrina" und "Spree-Neiße-Bober". Daher wird die Notwendigkeit einer guten Informationsarbeit, z. B. zur Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und Ausbildungsstandards, steigen. An diesen Punkten knüpft das Projekt EUROJOB-Viadrina an.

Ansprechpartner

 

Das Online-Portal öffnet allen Interessierten die Tür zum Nachbarland und enthält:

  • Hinweise zu regionalen Ansprechpartnern
  • hilfreiche Links
  • zahlreiche Informationen zu den wichtigsten Berufsgruppen


Damit wird sowohl die die Schaffung eines europäischen Arbeitsmarktes als auch die europäische Ausrichtung auf berufliche Bildung unterstützt.

Aufgaben des Projektes

  • Erarbeitung eines umfassenden deutsch-polnischen Berufsbildungsatlas in den Kernbranchen
  • Netzwerkaktivitäten durch Konferenzen, Workshops, Studienreisen
  • Trainings zur Berufsorientierung für Schüler
  • Erstellung eines Leitfadens zur deutsch-polnischen Berufsorientierung mit anschließender Erprobung in den Trainings
  • News und Newsletter zu deutsch-polnischen Themen
  • Betriebsexkursionen für Schüler und Lehrer auf beiden Seiten der Oder zum grenzüberschreitenden Austausch
  • Öffentlichkeitsarbeit 

Euroregionen

Die Bezeichnung „Euroregion“ steht für Ländergrenzen übergreifende Regionen in Europa und entstammt der so genannten „Madrider Konvention“ des Europarats von 1980. Dabei stehen sowohl die Stärkung der regionalen Wirtschaft und ihrer Identität als auch die Angleichung der Lebensverhältnisse im Vordergrund.

Das Land Brandenburg besteht aus insgesamt drei Euroregionen: die Euroregion "Pomerania" (Uckermark und Barnim), die Euroregion "Pro Europa Viadrina" (Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Frankfurt (Oder)) und die Euroregion "Spree-Neiße-Bober" (Spree-Neiße und Cottbus). Das Projekt "EUROJOB-Viadrina" ist in den deutsch-polnischen Euroregionen "Pro Europa Viadrina" im Norden und "Spree-Neiße-Bober" im Süden tätig.

Euroregion "Pro Europa Viadrina"

  • Die Gesamtfläche der Euroregion "Pro Europa Viadrina" (PEV) beträgt aktuell rund 10.200 km², davon liegen 5.700 km² auf polnischer und 4.500 km² auf der deutschen Seite.
  • Insgesamt lebten 2011 in der Euroregion "PEV" 819.377 Einwohner. 432.473 Einwohnern lebten auf der deutschen Seite der Euroregion und 386.904 auf der polnischen.

Euroregion "Spree-Neiße-Bober"

  • In der Euroregion "Spree-Neiße-Bober" (SPN) lebten 2013 auf einer Gesamtfläche von 10.522 km² 883.287 Menschen. 
  • Der prozentuale Teil der polnischen Territorien ist im Vergleich zum brandenburgischen Teil der Euroregion ca. viermal so groß. Der deutsche Flächenanteil mit 1.812 km² und 228.491 Einwohnern stellt etwa 20 % gegenüber der 8.710km² 654.796 auf polnischer Seite dar.
  • Auf der deutschen Seite hat die Bevölkerungsgruppe der Sorben/Wenden eine besondere Bedeutung. Aufgrund ihres slawischen Ursprungs sind sie ein wichtiges Bindeglied in der deutsch-polnischen Euroregion.

Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt & Bildungsmarkt in den Euroregionen

Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in der Euroregion "Pro Europa Viadrina" gehören:

  • Land- und Forstwirtschaft,
  • Fischerei,
  • produzierendes Gewerbe (inklusive Baugewerbe und verarbeitendes Gewerbe),
  • Dienstleitungssektor (inkl. öffentliche Verwaltung).

 

Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in der Euroregion "Spree-Neiße-Bober"gehören:

  • Dienstleistungssektor (inkl. öffentliche Verwaltung),
  • Land- und Forstwirtschaft,
  • Einzelhandel,
  • Instandsetzung und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern,
  • Verarbeitendes Gewerbe - vor allem die Braunkohleförderung.

 

Mehr Informationen zur Wirtschaftsstruktur, Arbeits- und Bildungsmarkt finden Sie hier

Projektpartner

Im Projekt "EUROJOB-Viadrina“ kooperieren zwei wichtige Träger der beruflichen Bildung: Die IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg in Frankfurt (Oder) auf deutscher Seite und das WZDZ/ Wojewódzki Zakład Doskonalenia Zawodowego w Gorzowie Wielkopolskim, das regionale Bildungszentrum in Gorzów Wielkopolski auf polnischer Seite.

Vorstellung Leadpartner IHK-Projektgesellschaft mbH

Die IHK-Projektgesellschaft mbH, 100 %iges Tochterunternehmen der IHK Ostbrandenburg, ist Dienstleister und Partner für die Unternehmen und Einrichtungen der regionalen Wirtschaft und für die Bürger der Region. Sie ist in den folgenden drei Tätigkeitsbereichen aktiv:

  • Das IHK-Bildungszentrum setzt unter der Marke „IHK. Die Weiterbildung” Maßstäbe für die Qualität von praxisorientierten Bildungsangeboten
  • Im Geschäftsbereich Projekte, die die regionale Wirtschaft unterstützen, werden Projekte entwickelt und umgesetzt
  • Der Geschäftsbereich Personaldienstleistungen bietet bedarfsgerechte Beratungs- und Vermittlungsleistungen

Vorstellung Partner WZDZ

Das WZDZ (Wojewódzki Zakład Doskonalenia Zawodowego) in Gorzów Wielkopolski ist ein seit 1951 bestehendes Schulungszentrum für berufliche Aus- und Weiterbildungen. Das WZDZ betreibt 10 Ausbildungszentren sowie 15 schulische Einrichtungen. Es bietet Lehre an Berufsschulen, Gymnasien und organisiert Berufspraktika. Schulungen können frei gewählt oder auf Kundenwunsch konzipiert werden. Das WZDZ bietet auch allgemeine Beratung und Weiterbildung in übergreifenden Themen wie Marketing, Finanzen, Recht, Planung und Management, Export sowie Qualität.

Berufliche Anerkennung

Mehr Transparenz der beruflichen Anerkennung in Deutschland

Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (im Wortlaut unter BQFG) möchte die Bundesregierung die im Ausland erworbenen Qualifikationen transparenter und für den deutschen Arbeitsmarkt nutzbar machen.

Mit dem neuen Gesetz bekommen Fachkräfte, die einen Beruf im Ausland erlernt haben, leichter die Möglichkeit, auch in Deutschland in diesem Beruf zu arbeiten. Besonders Migranten, die einen Berufsabschluss nach Deutschland mitgebracht haben, können besser in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden. Arbeitgeber können besser erkennen, welche Qualifikationen Bewerber oder Mitarbeiter mit ausländischen Abschlüssen haben.

Das neue Gesetz führt zu einem Bewertungsverfahren für ausländische Ausbildungs- sowie Fortbildungsberufe. Ziel ist die Feststellung einer Gleichwertigkeit, aber nicht die Ausstellung eines deutschen Berufsabschlusszeugnisses. Um dies zu erreichen, müssen weiterhin die deutschen Prüfungen abgelegt werden. Damit wird das hohe Niveau der deutschen Abschlüsse gewährleistet und gleichzeitig das im Ausland erworbene 'Know-how' festgestellt.

Im Portal "Anerkennung in Deutschland" erfährt man, wie und wo man den ausländischen Berufsabschluss in Deutschland anerkennen lassen kann.

Das Brandenburger Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie informiert im „Wegweiser zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen“ über regionale Ansprechpartner für Anerkennungsfragen im Bundesland.

 

Anerkennung von Berufsqualifikationen in Polen


Die Anerkennung von Berufsqualifikationen wird in Polen in einer Reihe von Vorschriften geregelt. Genauere Informationen finden Sie hier.

Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
Operationelles Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen - Wojewodschaft Lubuskie - Brandenburg 2007-2013
IHK Projektgesellschaft mbH
Wojewódzki Zakład Doskonalenia Zawodowego w Gorzowie Wlkp.