Fachverkäufer/-in Lebensmittelhandwerk (Bäckerei) in Deutschland

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

 

Während einer dualen Berufsausbildung werden Fachverkäufer/-innen im Lebensmittelhandwerk mit verschieden Schwerpunkten im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.

Abschluss je nach Schwerpunkt:

  • Fachverkäufer/-in Lebensmittelhandwerk (Fleischerei)
  • Fachverkäufer/-in Lebensmittelhandwerk (Bäckerei)
  • Fachverkäufer/-in Lebensmittelhandwerk (Konditorei)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Tätigkeiten Fachverkäufer/-in Lebensmittelhandwerk, Fachrichtung Bäckerei

Sie reichen nicht nur die Ware über den Ladentisch und nehmen das Geld entgegen: Fachverkäufer/-innen im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei beraten und informieren ihre Kunden über die Inhaltsstoffe und Bestandteile der Bäckereierzeugnisse, präsentieren und verpacken die Backwaren und dekorieren die Auslagen sowie die Verkaufsräume. Darüber hinaus schneiden sie Brote und Kuchen auf, belegen und garnieren Brötchen und bereiten kleinere Imbisse zu. Außerdem sorgen sie für Ordnung und Sauberkeit im Verkaufsraum.

Quelle: BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Fachverkäufer/-in Lebensmittelhandwerk (Bäckerei) ist teilweise vergleichbar mit polnischen Berufen:

  • Verkäufer (poln. sprzedawca), Ausbildungsart – dreijährige Berufsgrundschule (polnische Bezeichnung: zasadnicza szkoła zawodowa).
  • Bäcker (poln. piekarz), Ausbildungsniveau – dreijährige Berufsgrundschule (polnische Bezeichnung: zasadnicza szkoła zawodowa).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Oberstufenzentrum II Barnim
Alexander-von-Humboldt-Straße 40
16225 Eberswalde
Deutschland
Tel.: +49 (0) 33 34 63 97 0
Tel.: +49 (0) 33 34 63 97 19
E-mail: osz2-sekretariat(at)barnim.de
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Duale Ausbildung

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Fachverkäufer/-innen mit Hauptschulabschluss ein.

Die Anforderungen an das Personal beim Umgang mit Lebensmitteln nach dem Infektionsschutzgesetz müssen erfüllt sein.

Quelle: BERUFENET

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Verkürzung der Ausbildung:


Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Die Verkürzungsdauer beträgt meist 6 Monate.

Ausbildungsinhalte

In den ersten 18 Monaten lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • Kundenkontakte herzustellen
  • die Kasse vorzubereiten und dabei die Kassenanweisungen zu beachten
  • wie man Preise kalkuliert
  • wie Waren garniert, dekoriert und ausgelegt werden
  • Produkte aufzuschneiden und zu verpacken
  • Zusammensetzung und Herstellungsverfahren von Produkten zu erläutern
  • Grundsätze der Personal-, Arbeits- und Lebensmittelhygiene anzuwenden
  • Arten und Eigenschaften von Lebensmitteln, insbesondere ihre wechselseitige Beeinträchtigung bei der Lagerung, zu berücksichtigen

In der zweiten Hälfte ihrer betrieblichen Ausbildung lernen die Auszubildenden u.a.:

 

  • wie man Aufträge und Bestellungen entgegennimmt und bearbeitet
  • Werbeaktionen, insbesondere mit regionalen und jahreszeitlichen Themen, zu planen und durchzuführen
  • wie man Fehlfunktionen an Anlagen, Geräten und Maschinen erkennt und Maßnahmen zur Behebung einleitet

Darüber hinaus beschäftigen sich die Auszubildenden im Schwerpunkt Bäckerei mit folgenden Lernzielen:

 

  • wie man Kuchen, Torten und Desserts einteilt und aufschneidet
  • bunte Platten zusammenzustellen und zu dekorieren und dabei die Kundenwünsche zu berücksichtigen
  • Gärvorgänge zu überwachen und zu steuern
  • was bei der Herstellung von Süßspeisen zu beachten ist

Quelle: BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

  1. Einführen eines neuen Mitarbeiters/einer neuen Mitarbeiterin: 60 h
  2. Herstellen einfacher Teige/Massen: 100 h
  3. Gestalten, Werben, Beraten und Verkaufen: 80 h
  4. Herstellen von Feinen Backwaren aus Teigen: 80 h
  5. Verkauf aktiv gestalten: 80 h
  6. Waren kundenorientiert verkaufen: 100 h
  7. Speisen herstellen und anrichten: 40 h
  8. Produkte verkaufsfördernd präsentieren: 60 h
  9. Besondere Verkaufssituationen gestalten: 40 h
  10. Waren herrichten, präsentieren und verkaufen: 100 h
  11. Gerichte herstellen und anrichten: 40 h
  12. Gerichte und Getränke präsentieren und servieren: 40 h
  13. Umsatz und Kundenbindung durch Verkaufsaktionen fördern: 60 h

 

Summe: insgesamt 880 Stunden

Stundenpensum (Praxis)

In der Regel arbeitet der Auszubildende an drei bis vier Tagen in der Woche im Betrieb, wo er die praktischen Fähigkeiten seines Ausbildungsberufes erlernt.

Kosten der Ausbildung

Duale Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Unter bestimmten Bedingungen können Auszubildende Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhalten.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Die Auszubildenden können monatlich z.B. folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: 430 €
  • 2. Ausbildungsjahr: 550 €
  • 3. Ausbildungsjahr: 670 €

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen der Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) - Stand: Oktober 2012

Berufs- und Verdienstaussichten

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise 1.478,25 bis 1.507,71 € im Monat betragen.

Quelle:

Gemeinsames Tarifregister Berlin und Brandenburg, Stand: März 2013

Tarifliche Regelungen

Zu den tariflichen Regelungen informiert das Gemeinsame Tarifregister Berlin und Brandenburg.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Weiterbildung kann dazu dienen, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen.

Qualifizierungslehrgänge:

  • Waren-, Produkt- und Verkaufskunde – Nahrungs- und Genussmittel
  • Handel (Groß- und Einzelhandel)
  • Vertrieb, Verkauf
  • Bäckerei
  • Kaufmännische Qualifizierung – Handel
  • Betriebswirtschaftliche Fachfortbildung – Handel
  • Einkauf, Lager- und Materialwirtschaft, Logistik, Versand
  • EDV-Anwendungen im Handel
  • Marketing, internationales Marketing – Handel
  • Finanz- und Rechnungswesen, Kostenwesen und Kalkulation – Handel
  • Handels- und Gesellschaftsrecht

Aufstiegsweiterbildungen:

- Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Handel
  • Verkaufsleiter/Verkaufsleiterin im Nahrungsmittelhandwerk
  • Geprüfter Handelsfachwirt/Geprüfte Handelsfachwirtin

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Handelsassistent/Handelsassistentin – Einzelhandel
  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

Studium:

  • Handelsbetriebswirtschaft (Bachelor)
  • Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (Bachelor)

Interessante Links

Aktuelle Lebensmittelthemen, ausführliche Informationen zum Thema Essen & Trinken und Lexikon für Küchenfachbegriffe:

http://www.exquisine.de/

Das Konditorenhandwerk:

http://www.konditoren.de/

Bäcker und Konditoren Landesverband Brandenburg:

http://www.baecker-brandenburg.de/

Deutsche Gesellschaft für Ernährung:

http://www.dge.de/

Bestes vom Bauern:

http://www.cma.de

Marktplatz Gastgewerbe:

http://www.dehoga.org/marktplatz.htm

Das Portal für die Lebensmittelbranche-  z.B. Rund ums Fleischerhandwerk:

http://www.lebensmittelwelt.de

Job- und Bewerberdatenbanken

http://www.lebensmitteljob.de

Jobs in der Lebensmittelwirtschaft

http://www.backjob.de/

Stellenangebote für Bäckermeister und Konditoren

http://www.baeckerhandwerk.de/

Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de

allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert

http://www.jobsuche.de
allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion

http://www.jobrobot.de
Unterteilung in Branchen und Regionen

http://www.stepstone.de

Große Jobbörse. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich.

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
Homepage

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
NGG
Gotzkowskystraße 8
10555 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 3999150
E-mail: hauptverwaltung@ngg.net
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

IHK Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12b
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 5621-1111
Tel.: +49335 5621-1119
E-mail: info@ihk-ostbrandenburg.de
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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