Mathematisch-technische/-r Software-Entwickler/-in in Deutschland

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Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

 

Mathematisch-technische/-r Softwareentwickler/-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in Unternehmen der IT-Branche bzw. entsprechenden Unternehmensabteilungen angeboten.

Abschluss: Mathematisch-technischer Software-Entwickler/ Mathematisch-technische Software-Entwicklerin

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Sie programmieren Software, erstellen z.B. Benutzerschnittstellen, setzen Verfahren der numerischen Mathematik und Lösungsalgorithmen um oder richten Anwendersoftware, Datenbanken und Netzwerke ein. Nachdem Mathematisch-technische Softwareentwickler/-innen ein Problem analysiert und ggf. mit ihren Kunden besprochen haben, setzen sie die Anforderungen um und dokumentieren die Ergebnisse. In der Qualitätssicherung testen sie die Software und setzen dabei die passenden Testtools ein. Anwenderschulungen führen sie im eigenen Haus oder auch bei Kunden durch. Mathematisch-technische Softwareentwickler/-innen weisen die Anwender in die Bedienung neu erstellter oder optimierter Software ein und erklären die Funktionen. Wenn sie in interdisziplinären Forschungsteams tätig sind, arbeiten sie fachübergreifend mit Spezialisten zusammen.

Quelle: BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Mathematisch-technische/-r Software-Entwickler/-in hat kein direktes Pendant unter den polnischen Ausbildungsberufen, ist aber teilweise vergleichbar mit dem polnischen Beruf:

  • Techniker – Informatiker (poln. technik informatyk), Ausbildungsart – vierjährige technische Sekundarschule (poln. technikum).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum” zu finden.

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

Quelle: BERUFENET

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Die Verkürzungsdauer beträgt meist 6 Monate.

Ausbildungsinhalte

Im 1. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • welche mathematischen Methoden, Modelle und Algorithmen der diskreten Mathematik, der Analysis und der linearen Algebra für ihre Arbeit wichtig sind
  • wie man die Grundkonstrukte von Algorithmen berücksichtigt
  • Objektmodellierungen durchzuführen und Lösungsansätze zu entwickeln
  • wie Objektmodelle umgesetzt werden können
  • wie man in einer objektorientierten Programmiersprache programmiert und die Programme dokumentiert
  • was man über die betriebliche Organisation, die Arbeitsplanung und die Zusammenarbeit im Team wissen muss

Während des 2. Ausbildungsjahres wird den Auszubildenden u.a. vermittelt:

  • wie man Differentialrechnungen und Differentialgleichungen einsetzt, Reihendarstellungen von Funktionen berechnet und Messwertreihen interpoliert und approximiert
  • welche mathematischen Methoden, Modelle und Algorithmen der Stochastik für ihre Arbeit wichtig sind
  • Datenbankmodelle zu entwickeln und Datenbankmanagementsysteme und -sprachen anzuwenden
  • wie man die Qualitätsanforderungen berücksichtigt und die Versionskontrolle plant
  • die mathematischen Ergebnisse zu interpretieren und zu kommunizieren
  • wie man iterative und rekursive Algorithmen einsetzt und die Sortierverfahren auswählt
  • was bei der Anwendung von iterativen Lösungsverfahren wichtig ist
  • wie man mit den verschiedenen Fehlerarten bei der Verarbeitung von Messdaten umgeht
  • was in Bezug auf den Datenschutz zu beachten ist

Im 3. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden:

  • wie man die Aufgabenstellungen auf mathematische Modelle überträgt
  • was bei der Durchführung von Bedarfsanalysen zu beachten ist
  • Integrale analytisch und numerisch zu berechnen
  • Softwarekomponenten auszuwählen und Versionsverwaltungen durchzuführen
  • wie Testwerkzeuge einzusetzen sind und die Qualität sichergestellt wird
  • wie man bei der Softwareentwicklung die Systemkomponenten einsetzt
  • wie parallele Algorithmen eingesetzt werden
  • wie man eine Skriptsprache und kryptografische Methoden anwendet
  • was bei der Erstellung von Benutzer- und Entwicklerdokumentationen wichtig ist und wie man Benutzer und Kunden berät
  • was man über das Projektmanagement wissen muss

Quelle: BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

Unterrichtsstunden bezogen auf die 3-jährige Berufsausbildung:

  1. Den Betrieb als Modell abbilden: 40 h
  2. Funktionale Zusammenhänge abbilden, beschreiben und berechnen: 80 h
  3. Objektorientierte Modelle entwerfen und implementieren: 40 h
  4. Algorithmen entwickeln und objektorientiert programmieren: 80 h
  5. Verfahren der linearen Algebra und Modelle der Vektorgeometrie anwenden und bewerten: 80 h
  6. Änderungsverhalten von funktionalen Zusammenhängen abbilden und diskutieren: 80 h
  7. Statistische und stochastische Grundprobleme lösen: 80 h
  8. Softwaresysteme mit objektorientierten Methoden konzipieren und realisieren: 80 h
  9. Datenbanken modellieren, implementieren und nutzen: 40 h
  10. Vorgänge mit der Integralrechnung analysieren: 80 h
  11. Parallele Prozesse gestalten und in Netzwerken programmieren: 80 h
  12. Vorgehensmodelle des Software-Engineering auswählen und projektorientiert anwenden: 40 h
  13. Komplexe Softwaresysteme im Projekt konzipieren und realisieren: 80 h

Gesamtstunden: 880 Stunden

Eine Übersicht über die Inhalte einzelner Lernfelder befindet sich in der Verordnung über die Berufsausbildung:

http://www.kmk.org/fileadmin/pdf/Bildung/BeruflicheBildung/rlp/Math-techn-software.pdf

Stundenpensum (Praxis)

Während einer dualen Ausbildung werden Mathematisch-technische Softwareentwickler/innen im Ausbildungsbetrieb praktisch und in der Berufsschule theoretisch ausgebildet.

Der praktische Teil der Ausbildung macht in der Regel ca. 80% der Gesamtausbildungszeit aus.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 787 bis € 876
  • 2. Ausbildungsjahr: € 847 bis € 922
  • 3. Ausbildungsjahr: € 900 bis € 1.004

Quelle:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Tarifauswertung – Tarifvertragliche Ausbildungsvergütungen – Stand: Januar 2013

Berufs- und Verdienstaussichten

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 2.713 bis € 3.155 betragen.

 

Quelle:

http://www.lohnspiegel.de

Tarifliche Regelungen

Über tarifliche Regelungen informiert die IG Metall, Branchenkoordination ITK.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Weiterbildung kann dazu dienen, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen.

 

Qualifizierungslehrgänge:

  • Software-, Anwendungsentwicklung, Programmierung
  • System-, Netzwerk-, Datenbankadministration, Betriebssysteme
  • IT-Management und -Service
  • EDV-Anwendungsberatung und Support
  • Informationstechnik, PC-/Computertechnik, Mikrocomputer-, Mikroprozessortechnik

Aufstiegsweiterbildungen:

-Techniker/-innen:

  • Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Informatik Schwerpunkt Technische Informatik

- Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Fachwirt/Fachwirtin - Computer-Management
  • Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Informationsverarbeitung

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Softwareentwickler/Softwareentwicklerin (Weiterbildung)
  • EDV-Fachkraft
  • Informatiker/Informatikerin (geprüft)
  • Geprüfter IT-Entwickler/Geprüfte IT-Entwicklerin
  • IT-Lösungsentwickler/IT-Lösungsentwicklerin (Weiterbildung)
  • Komponentenentwickler/Komponentenentwicklerin
  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

Studienfächer (Auswahl):

  • Technomathematik (Bachelor)
  • Computermathematik (Bachelor)
  • Informatik (Bachelor)
  • Mathematik (Bachelor)
  • Softwaretechnik (Bachelor)
  • Rechnergestützte Naturwissenschaft, Computational Science (Bachelor)

Diverse Aufstiegsfortbildungen und Seminare: IHK-Projektgesellschaft mbH www.ihk-projekt.de.

Interessante Links

http://www.matse-ausbildung.de

Mathematisch-technischer Softwareentwickler in Deutschland

http://www.heise.de

Magazin für professionelle Informationstechnik

http://bvsi.de/

Berufsverband Selbstständige in der Informatik

http://www.it-berufe.de

Jobs mit Perspektive

http://www.it-berufe.de/it-forum/

Forum für IT- Berufe

http://www.aim-mia.de/

Ausbildung in Medienberufen

http://www.itwissen.info/

Das große Onlinelexikon für Informationstechnologie

http://www.golem.de/

IT- News für Profis

Job- und Bewerberdatenbanken

http://www.itjobboard.de/

IT Jobs- Finden statt suchen

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de

allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert


http://www.jobsuche.de

allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion


http://www.jobrobot.de

Unterteilung in Branchen und Regionen


http://www.stepstone.de
Große Jobbörse für Industrie und Gewerbe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
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Arbeitsvermittler

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Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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