Mediengestalter/-in Bild und Ton in Deutschland

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Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System) 

 

Mediengestalter/-in Bild und Ton ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in der Medienbranche angeboten.

Abschluss: Mediengestalter Bild und Ton/ Mediengestalterin Bild und Ton

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Ihr Arbeitsgebiet umfasst die Planung, Produktion und Gestaltung von Bild- und Tonmedien. Hierfür beraten Mediengestalter/-innen Bild und Ton Programmmitarbeiter/-innen und Kunden. Im Zuge der Vorbereitung einer Medienproduktion recherchieren sie Informationen und bereiten Arbeitsabläufe und -techniken vor. Auch Aufwand sowie Kosten ermitteln sie und stimmen Termine ab. Sie wählen Aufnahmegeräte, Übertragungs- und Kommunikationseinrichtungen aus, nehmen sie in Betrieb und bedienen sie. Darüber hinaus stellen Mediengestalter/-innen Bild und Ton die nötige Software bereit und konfigurieren diese. In enger Zusammenarbeit mit dem Produktionsteam stellen sie Bild- und Tonaufnahmen her – bei Außenübertragungen auch unter Livebedingungen. Die medialen Aufzeichnungen sichten bzw. prüfen und bearbeiten sie nach dem redaktionellen Konzept. Auch gestalterische, produktionstechnische und medienspezifische Aspekte beziehen sie dabei mit ein.

Quelle: BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Mediengestalter/-in Bild und Ton hat kein direktes Pendant unter den polnischen Ausbildungsberufen, ist aber teilweise vergleichbar mit polnischen Berufen:

  • Techniker für Tonaufnahmenproduktion und Beschallungstechnik (poln. technik realizacji nagrań i nagłośnień), Ausbildungsniveau – vierjährige technische Sekundarschule (polnische Bezeichnung: technikum).
  • Assistent der Produktionsleitung im Bereich Film und Fernsehen (poln. asystent kierownika produkcji filmowej i telewizyjnej), Ausbildungsniveau – zweijährige postsekundäre berufliche Schule (polnische Bezeichnung: szkoła policealna).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum” zu finden.

Ausbildungsstätten

Oberstufenzentrum Teltow-Fläming
An der Stiege 1
14943 Luckenwalde
Deutschland
Tel.: +49 (0) 3371-40100
Tel.: +49 (0) 3371-401012
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Mediengestalter/-innen Bild und Ton mit Hochschulreife ein.

Quelle: BERUFENET

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Die Verkürzungsdauer beträgt meist 6 Monate.

Ausbildungsinhalte

In den ersten 18 Monaten lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb laut Ausbildungsrahmenplan beispielsweise:

  • wie man medientechnische Geräte einrichtet und die dazugehörige Software konfiguriert, Übertragungseinrichtungen aufbaut und bedient und die Geräte schließlich wieder abbaut und pflegt
  • wie beleuchtungstechnische Geräte aufgebaut und bedient werden und wie man Kameras aussteuert
  • was beim Aufbau von Beschallungsanlagen zu beachten ist und wie man den Ton aussteuert
  • Bild- und Tonmaterial zu sichten und ordnen, es technisch aufzubereiten und z.B. in Datenbanken zu archivieren
  • welche Anwendungssoftware, z.B. Redaktions- und Content-Management-Systeme, es gibt und wie sie eingesetzt werden
  • wie man Arbeitsabläufe plant und den Projektablauf dokumentiert
  • was zum Thema Datenschutz und anderen rechtlichen Vorschriften wie Medien- und Lizenzrecht zu beachten ist

In den zweiten 18 Monaten erfahren die Auszubildenden u.a.:

  • wie man Kamerastandorte auswählt, Bildausschnitte festlegt, unterschiedliche Situationen ausleuchtet und Mikrofone positioniert
  • wie man Medienproduktionen durchführt, z.B. Kamerabilder und Tonproduktionen sowie Effekte nach redaktionellen und gestalterischen Gesichtspunkten auswählt und die Produktionen unter Einsatz von Ablaufsteuerungssystemen für verschiedene Medien aufbereitet und verwaltet
  • was beim (Nach-)Bearbeiten des Bild- und Tonmaterials wichtig ist, wie man z.B. Grafikelemente, Animationen und Effekte einsetzt und Tonmischungen durchführt
  • wie man den Produktionsablauf mit allen Beteiligten im Projekt- und Redaktionsteam abstimmt und die Arbeitsbeziehungen im Team organisiert
  • wie man Kunden berät, Abrechnungsdaten erstellt und Leistungen abrechnet
  • was bei Medienproduktionen unter Livebedingungen zu beachten ist

Quelle: BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf Mediengestalter Bild und Ton:

  1. Den AV-Medienbetrieb und dessen Produkte präsentieren: 40 h
  2. Bild- und Tonaufnahmesysteme bereitstellen und in Betrieb nehmen: 80 h
  3. Postproduktionssysteme in Betrieb nehmen: 80 h
  4. Bild- und Tonaufnahmen konzipieren und organisieren: 80 h
  5. Bild- und Tonaufnahmen erstellen: 80 h
  6. Bild- und Tonaufnahmen bearbeiten: 80 h
  7. Bild- und Tonprodukte technisch und gestalterisch analysieren: 80 h
  8. AV-Medienproduktionen wirtschaftlich planen und abwickeln: 40 h
  9. AV- Medienproduktionen rechtlich absichern: 40 h
  10. Übertragungs- und Kommunikationssysteme einsetzen: 40 h
  11. AV-Medienproduktionen vorbereiten und durchführen: 80 h
  12. Postproduktionen planen und durchführen: 80 h
  13. AV-Medienprodukte bereitstellen, verwalten und weiterverwerten: 40 h

Gesamt: 840 h

Eine Übersicht über die Inhalte einzelner Lernfelder befindet sich in der Verordnung über die Berufsausbildung:

http://www.kmk.org/fileadmin/pdf/Bildung/BeruflicheBildung/rlp/MediengestBildTon.pdf

Stundenpensum (Praxis)

Während einer dualen Ausbildung werden Mediengestalter/-innen Bild und Ton im Ausbildungsbetrieb praktisch und in der Berufsschule theoretisch ausgebildet.

Der praktische Teil der Ausbildung macht in der Regel ca. 80% der Gesamtausbildungszeit aus.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können monatlich z.B. folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • Ausbildungsjahr: € 568 bis € 574
  • Ausbildungsjahr: € 660 bis € 662
  • Ausbildungsjahr: € 752 bis € 756

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen der Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) – Stand: Oktober 2012

Berufs- und Verdienstaussichten

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 2.507 im Monat betragen.

Quelle:

Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik – WSI-Tarifarchiv 2013

http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/hbs/hs.xsl/wsi-tarifarchiv_4136.htm#d

Tarifliche Regelungen

Über tarifliche Reglungen informiert die Gewerkschaft Ver.Di.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Qualifizierungslehrgänge (Auswahl):

  • Fotografie, Fototechnik
  • EDV-Anwendungen im Medien- und Design-Bereich, DTP-, Mal- und Zeichenprogramme, Computeranimation
  • Rundfunk- und Fernsehtechnik, Videotechnik, Tontechnik
  • CAD - Multimedia, Visualisierung, Animation, Simulation
  • Medientechnik
  • Desktop-Publishing (DTP)
  • Druckvorstufe

Aufstiegsweiterbildungen:

 

- Meister/-innen:

  • Geprüfter Meister/ Geprüfte Meisterin Medienproduktion Bild und Ton

- Techniker/-innen:

  • Staatlich geprüfter Techniker/ Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Foto- und Medientechnik

- Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Geprüfter Medienfachwirt Digital/ Geprüfte Medienfachwirtin Digital
  • Betriebswirt/ Betriebswirtin (Fachschule) für Medien
  • Technischer Fachwirt/ Technische Fachwirtin

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Kamera-Assistent/ Kamera-Assistentin
  • Kameramann/ Kamerafrau (schulische Ausbildung)
  • Ausbilder/ Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

Studienfächer:

  • Medien-, Multimediatechnik (Bachelor)
  • Mediendesign, -kunst (Bachelor)
  • Ton-, Bildtechnik (Bachelor)
  • Medienwirtschaft, -management (Bachelor)
  • Medienwissenschaft (Bachelor)

Diverse Aufstiegsfortbildungen und Seminare: IHK-Projektgesellschaft mbH www.ihk-projekt.de.

Interessante Links

http://berufenet.Arbeitsagentur.de

Kurzbeschreibungen und Informationen von der Arbeitsagentur zu allen Berufen

http://www.mediencommunity.de/

Das Wissensnetzwerk der Druck- und Medienbranche

http://www.dreharbeiten.de

Die Adresse für alle Filmschaffenden

http://www.medienwiki.org/index.php/Hauptseite

Infos über Wege in die Medien

Job- und Bewerberdatenbanken

http://www.mediajobs.de/home.asp

4 Media People Only

http://www.medienjobs-aktuell.de/

Jobs in den Medien

http://www.jobmedien.de/

Jobangebote der deutschen Fernsehsender

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de
allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert


http://www.jobsuche.de
allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion


http://www.jobrobot.de
Unterteilung in Branchen und Regionen


http://www.stepstone.de
Große Jobbörse für Industrie und Gewerbe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

IHK Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12b
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 5621-1111
Tel.: +49335 5621-1119
E-mail: info@ihk-ostbrandenburg.de
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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