Bankkaufmann/-frau in Deutschland

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Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

Bankkaufmann/-frau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Kreditgewerbe angeboten.

Abschluss: Bankkaufmann/ Bankkauffrau

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Im kundennahen Bereich beraten Bankkaufleute ihre Kunden in allen Fragen rund ums Geld. Sie eröffnen Bankkonten, informieren über Kontoführung und Online-Banking und wickeln Kundenaufträge im in- und ausländischen Zahlungsverkehr ab. Sie weisen Kunden auf die verschiedenen Möglichkeiten der Geld- und Kapitalanlage hin, z.B. auf Sparbriefe oder Aktien. Bankkaufleute bearbeiten Privat- und Firmenkredite, wobei sie die Kreditwürdigkeit der Kunden beurteilen und überprüfen. Sie schließen Bausparverträge, Lebensversicherungen und andere Verträge ab und erledigen Aufträge zur Ein- oder Auszahlung von Bargeld. Im internen Bereich eines Kreditinstitutes planen und steuern sie Arbeitsabläufe. Darüber hinaus führen sie Kontrollen im Rechnungswesen durch und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien. Auch Tätigkeiten im Personalwesen können in ihren Aufgabenbereich fallen.

Quelle: BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Bankkaufmann/-frau ist teilweise vergleichbar mit dem polnischen Beruf:

  • Techniker – Kaufmann für Post- und Finanzdienstleistungen (poln. technik usług pocztowych i finansowych), Ausbildungsart – zweijährige postsekundäre berufliche Schule(poln. szkoła policealna).
  • Techniker – Kaufmann für Rechnungswesen (poln. technik rachunkowości), Ausbildungsart – zweijährige postsekundäre berufliche Schule(poln. szkoła policealna).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland
Wriezener Straße 28
15344 Strausberg
Deutschland
Tel.: +49 (0)3341 34550
Tel.: +49 (0)3341 345544
E-mail: info@oberstufenzentrum-mol.de
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Bankkaufleute mit Hochschulreife ein.

Quelle: BERUFENET

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Die zuständige Stelle hat auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Ausbildenden die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird. Die Verkürzungsdauer ist unterschiedlich und hängt von der Vorbildung ab. Bei berechtigtem Interesse kann sich der Antrag auch auf die Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit beziehen (Teilzeitberufsausbildung).

Quelle: BERUFENET

Ausbildungsinhalte

Im 1. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • Kunden bei der Wahl der Kontoart, über Verfügungsberechtigungen und Vollmachten zu beraten sowie Konten für Kunden zu eröffnen, zu führen und abzuschließen
  • Beratungs- und Verkaufsgespräche mit Kunden zu planen, durchzuführen und nachzubereiten sowie Anfragen von Kunden zu beantworten und Aufträge zu bearbeiten
  • Kosten und Erlöse einer Kundenverbindung gegenüberzustellen
  • Kunden bei der Wahl der Zahlungsart im nationalen Zahlungsverkehr zu beraten und rechtliche Bestimmungen sowie vertragliche Vereinbarungen bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs anzuwenden
  • Kunden über Zinsgutschriften und deren steuerliche Auswirkungen zu informieren

Während des 2. Ausbildungsjahres wird den Auszubildenden u.a. vermittelt:

  • wie sie Kunden über Anlagen in Wertpapieren beraten und welche Chancen und Risiken solche Anlagen mit sich bringen
  • wie statistische Daten aufbereitet und ausgewertet werden
  • Kunden über mögliche Risiken bei der Nutzung von Bankleistungen zu informieren
  • welche Aufgaben interne Revisionen und externe Prüfungen im Unternehmen mit sich bringen
  • Kunden über Möglichkeiten der Kapitalanlage und der Risikovorsorge durch Abschluss von Lebensversicherungen zu informieren
  • die rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für Kreditaufnahmen zu prüfen und unter Berücksichtigung der Risiken Entscheidungen vorzubereiten

 

Im 3. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden:

  • die rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für Baufinanzierungen zu prüfen und bei der Bearbeitung mitzuwirken
  • Kredite für Firmenkunden zu bearbeiten und dabei Sicherheiten und Sicherungswert zu berücksichtigen
  • bei Marketingmaßnahmen mitzuwirken sowie Produkte des ausbildenden Unternehmens mit denen von Mitbewerbern zu vergleichen
  • bei Kontrollen im Rechnungswesen mitzuwirken
  • Geschäftsvorgänge im internationalen Zahlungsverkehr zu bearbeiten und Kunden über Reisezahlungsmittel zu beraten
  • bei Kreditgesprächen mitzuwirken

Quelle: BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

Unterrichtsstunden bezogen auf die 3-jährige Berufsausbildung:

  1. privates und berufliches Handeln am rechtlichen Bezugsrahmen ausrichten: 80 h
  2. Konten führen: 80 h
  3. Unternehmensleistungen erfassen und dokumentieren: 60 h
  4. Geld- und Vermögensanlagen anbieten: 100 h
  5. besondere Finanzinstrumente anbieten und über Steuern informieren: 60 h
  6. Modelle für Marktentscheidungen nutzen: 60 h
  7. Privatkredite bearbeiten: 80 h
  8. Kosten und Erlöse ermitteln und beeinflussen: 80 h
  9. dokumentierte Unternehmensleistungen auswerten: 40 h
  10. Auslandsgeschäfte abwickeln: 40 h
  11. Baufinanzierungen und Firmenkredite bearbeiten: 80 h
  12. Einflüsse der Wirtschaftspolitik beurteilen: 120 h

Eine Übersicht über die Inhalte einzelner Lernfelder befindet sich in der Verordnung über die Berufsausbildung:

http://www.kmk.org/fileadmin/pdf/Bildung/BeruflicheBildung/rlp/Bankkaufmann97-10-17.pdf

Stundenpensum (Praxis)

Während einer dualen Ausbildung werden Bankkaufleute im Ausbildungsbetrieb praktisch und in der Berufsschule theoretisch ausgebildet.

Der praktische Teil der Ausbildung macht in der Regel ca. 80% der Gesamtausbildungszeit aus.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei.  Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 802 bis € 816
  • 2. Ausbildungsjahr: € 860 bis € 876
  • 3. Ausbildungsjahr: € 916 bis € 935

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen der Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) – Stand: Oktober 2012

Berufs- und Verdienstaussichten

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 2.308 bis € 2.887 im Monat betragen.

Quelle:

Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik – WSI-Tarifarchiv 2013

Tarifliche Regelungen

Aktuelle Tarifinformationen finden Sie im WSI Tarifarchiv (http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/hbs/hs.xsl/wsi-tarifarchiv_4136.htm, Branche: Bankgewerbe).

Weiterbildungsmöglichkeiten

Qualifizierungslehrgänge:

  • Banken, Finanzdienstleistungen
  • Waren-, Produkt- und Verkaufskunde – Finanzdienstleistungen, Versicherung, Immobilien
  • Marketing, internationales Marketing – Finanzdienstleistungen, Versicherung, Immobilien
  • Finanz- und Rechnungswesen, Buchführung und Bilanz, Controlling und Revision
  • Versicherungen
  • Betriebswirtschaftliche Fachfortbildung für kaufmännische Fach- und Führungskräfte
  • Kaufmännische Qualifizierungen – branchenübergreifend
  • EDV-Anwendungen im kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Bereich
  • Vertragsrecht und Recht der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
  • Kommunikative Kompetenzen

Aufstiegsweiterbildungen (Auswahl):

- Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Fachberater/Fachberaterin für Finanzdienstleistungen
  • Geprüfter Bankfachwirt/Geprüfte Bankfachwirtin
  • Fachwirt/Fachwirtin für Finanzberatung
  • Geprüfter Investment-Fachwirt/Geprüfte Investment-Fachwirtin
  • Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Finanzen und Investment
  • Geprüfter Bilanzbuchhalter/Geprüfte Bilanzbuchhalterin
  • Finanzierungs- und Leasingwirt/Finanzierungs- und Leasingwirtin
  • Finanzbuchhalter/Finanzbuchhalterin

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

Studienfächer:

  • Bank-, Finanzdienstleistungen (Bachelor)
  • Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (Bachelor)
  • Finanz-, Wirtschaftsmathematik (Bachelor)
  • Steuern, Prüfungswesen (Bachelor)

Diverse Aufstiegsfortbildungen und Seminare: IHK-Projektgesellschaft mbH www.ihk-projekt.de.

Interessante Links

Kurzbeschreibungen und Informationen von der Arbeitsagentur zu allen Berufen:

http://berufenet.Arbeitsagentur.de

Das Wissensportal für Banker:

http://www.bankazubi.de/

Der Tagesablauf einer Bankkauffrau:

http://www.planet-beruf.de/Tagesablauf-Bankkauf.12299.0.html

Das Portal für alle Bankazubis, Studierende und Banker:

http://www.bankkaufmann.com/

Alles rund um die Finanzen:

http://www.finanzen.net/

Job- und Bewerberdatenbanken

http://www.bankjob.de/

Jobs im Bankengewerbe

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de
allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert


http://www.jobsuche.de
allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion


http://www.jobrobot.de
Unterteilung in Branchen und Regionen


http://www.stepstone.de
Große Jobbörse für Industrie und Gewerbe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

IHK Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12b
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 5621-1111
Tel.: +49335 5621-1119
E-mail: info@ihk-ostbrandenburg.de
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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