Uhrmacher in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

 

Berufsgrundschule (polnische Bezeichnung: zasadnicza szkoła zawodowa)

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen der Gymnasien bestimmte Schulart. Nach dem Schulabschluss dürfen die Schüler zur Prüfung antreten, die ihre beruflichen Qualifikationen in Form eines Abschlussdiploms belegt.

 

Berufsabschluss: Uhrmacher (poln. zegarmistrz) 

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Uhrmacher, Absolventen einer dreijährigen Berufsgrundschule finden Beschäftigung:

  • in Reparatur- oder Produktionsbetrieben des Uhrmacherhandwerks oder im Uhrenfachhandel,
  • in Goldschmied- oder Juweliergeschäften und -betrieben.

Zu den wichtigsten Aufgabengebieten der Uhrmachergehört es u.a.:

  • Aufträge für Reparatur von Klein- und Großuhren entgegen zu nehmen, Fehler bzw. Schaden zu diagnostizieren,
  • Klein und Großuhren zu justieren, zu reinigen und zu warten,
  • reparierte Uhren wieder zusammen zu bauen und die Qualität der Reparatur und Montage zu beurteilen,
  • eigenen Arbeitsplatz gemäß Arbeitsschutz-, Brandschutz- und Umweltschutzvorschriften einzurichten und zu sichern,
  • technische Dokumentationen anzuwenden,
  • erbrachte Leistungen zu dokumentieren,
  • mit Vorgesetzten und anderen Mitarbeitern zusammen zu arbeiten.

    Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

    Der polnische Beruf Uhrmacher (poln. zegarmistrz) ist teilweise vergleichbar mit dem deutschen Beruf:

    • Uhrmacher/-in, Ausbildungsart – bundesweit geregelte dreijährige Ausbildung im dualen System.

    Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum” zu finden.

    Ausbildungsstätten

    Ausbildungsstätten im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober, die Ausbildungsmöglichkeiten im Beruf Uhrmacher anbieten:

    1. Zespół Szkół Licealnych i Technicznych, ul. Racławicka 1, 66-620 Gubin, www.zslit.gubin.pl

    Entsprechende Angebote gibt es auch in der Wojewodschaft Wielkopolskie:

    1. Zespół Szkół Politechnicznych, ul. Popiełuszki 30, 63-100 Śrem, www.zsp-srem.pl

    Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

    Personen, die eine Ausbildung zum Uhrmacher in einer dreijährigen Berufsgrundschule anstreben, haben folgende Unterlagen vorzulegen:

    • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
    • Gymnasiumsabschlusszeugnis,
    • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung  in dem gegebenen Beruf vorliegen,
    • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm). 

      Ausbildungsdauer

      Berufsgrundschule (poln. zasadnicza szkoła zawodowa) – Ausbildungsdauer: 3 Jahre (6 Semester)

      Ausbildungsinhalte

      Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*:

       

      Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Uhrmacher festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

       

      1. Ausbildungsinhalte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungsinhalte und Ausbildungsinhalte, die für Berufe aus den Bereichen Mechanik und Bergbau/Hüttenwesen gemeinsam sind) – 450 Stunden
      2. Reparatur von Groß- und Kleinuhren – 650 Stunden

      Die Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Reparatur von Groß- und Kleinuhren“ findet gegen Ende des dritten Schuljahres statt.

      *) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten für alle Berufe und für Berufe der gegebenen Berufsgruppe gemeinsamen Ausbildungsinhalten, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.  

      Stundenpensum (Theorie)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in Berufsgrundschulen 1600 Stunden, wovon mindestens 640 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der theoretischen Berufsausbildung:

      1. Elektrotechnik und Elektronik in der Uhrmacherei – 96 h
      2. Grundlagen der Konstruktion von Groß- und Kleinuhren – 160 h
      3. Technologie der Uhrmacherarbeiten – 288 h
      4. Wirtschaftliche Tätigkeit in der Uhrmacherbranche – 32 h 
      5. Fremdsprache für Uhrmacherdienstleistungen – 64h

      Theoriestunden insgesamt: 640 h

      Stundenpensum (Praxis)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in Berufsgrundschulen 1600 Stunden, wovon mindestens 970 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der praktischen Berufsausbildung*/**:

      1. Reparatur von Groß- und Kleinuhren – Praktischer Unterricht – 970 godz.

      *) Für Jugendliche wird die Zahl der Tage, die innerhalb einer Woche für die praktische Berufsausbildung bei dem Arbeitgeber vorgesehen sind, von dem Direktor der jeweiligen Schule unter Berücksichtigung von Vorschriften des Arbeitsgesetzbuches festgelegt.

      **) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und in Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

      Kosten der Ausbildung

      Öffentliche Schulen – kostenfrei

      Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

      Ausbildungsvergütung und -förderungen

      Im Unterschied zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

      Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

      Berufs- und Verdienstaussichten

      Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als gering zu bezeichnen ist.

      Das Einkommen der Uhrmacher beträgt durchschnittlich ca.2.300-3.500 Zloty bruttoim Monat.

      Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

      Tarifliche Regelungen

      Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

      Weiterbildungsmöglichkeiten

      Uhrmacher, die ihre Ausbildung in einer dreijährigen Berufsgrundschule abgeschlossen haben, können zusätzlich die Qualifikation „Montage und Instandsetzung von Präzisionsmaschinen und -geräten“ absolvieren und den Beruf Feinwerkmechaniker (polnische Bezeichnung: mechanik precyzyjny) erwerben. Sie können auch ihre Ausbildung auf dem Niveau einer technischen Sekundarschule(polnische Bezeichnung: technikum) fortsetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für den Beruf Techniker – Mechaniker oder Techniker  - Mechatroniker oder einen der verwandten Berufe zu entscheiden und später ein Studium in einem der technischen Studiengänge, wie Mechatronik oder Mechanik und Maschinenbau zu absolvieren. Eine andere Möglichkeit der beruflichen Entwicklung ist die Meisterprüfung im Uhrmacherhandwerk.

      Ausgewählte technische Sekundarschulen und Hochschulen im polnischen Teil oder in der Nachbarschaft der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-NeißeßBober, die entsprechende Möglichkeiten der Ausbildungsfortsetzung anbieten:

      Technische Sekundarschulen:

      1. Zespół Szkół Mechanicznych, ul. Dąbrowskiego 32, 66-400 Gorzów Wlkp., www.zsm.edu.gorzow.pl,

      Fachrichtung: Techniker – Mechaniker

      Hochschulen:

      1. Uniwersytet Zielonogórski, Wydział Mechaniczny [Universität in Zielona Góra, Mechanische Fakultät], ul. Podgórna 50, 65-246 Zielona Góra, www.uz.zgora.pl

      Studiengang: Maschinenbau und -mechanik

      Fachgebiet: Mechatronik

      2. Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie, Wydział Inżynierii Mechanicznej i Mechatroniki,  [Technische Universität in Szczecin, Fakultät für Mechanisches Ingenieurwesen und Mechatronik], Al. Piastów 19, 70-310 Szczecin, www.wimim.zut.edu.pl

      Studiengänge: Mechatronik, Mechanik und Maschinenbau 

      Interessante Links

      Job- und Bewerberdatenbanken

      In Polnisch:

      Stellenangebote für Uhrmacher:

      http://polacy.co.uk/ogloszenia/Zegarmistrz+poszukiwany/23545

      Allgemeine Internet-Jobbörsen:

      www.telepraca.org.pl

      www.eures.praca.gov.pl

      Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

      Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen isthierzu finden. Nachfolgend einige Kontaktadressen aus der Region:

       

      NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. E. Borowskiego 31
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. Lisowskiego 5
      65-072 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
      [centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
      ul. Wyspiańskiego 130
      65-036 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)


      Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
      [organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
      ul. Reja 6
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
      [regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
      ul. Kazimierza Wielkiego 1
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Obotrycka 8
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Reja 9
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitsvermittler

      Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Walczaka 110
      66-400 Gorzów Wlkp
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Pl. Powstańców Wlkp. 1
      66-300 Międzyrzecz
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Mickiewicza 3
      69-100 Słubice
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Al. Wolności 39
      66-500 Strzelce Krajeńskie
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Lipowa 18 b
      69-200 Sulęcin
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
      Homepage