Schiffbaumonteur in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

 

Berufsgrundschule (polnische Bezeichnung: zasadnicza szkoła zawodowa)

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen der Gymnasien bestimmte Schulart. Nach dem Schulabschluss dürfen die Schüler zur Prüfung antreten, die ihre beruflichen Qualifikationen in Form eines Abschlussdiploms belegt.

 

Berufsabschluss: Schiffbaumonteur (poln. monter kadłubów okrętowych) 

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Absolventen mit diesem Berufsabschluss arbeiten in:

  • See- und Binnenwerften,  
  • Subunternehmen der Werftindustrie. 

Wichtigste Aufgabengebiete im Beruf Schiffbaumonteur:

 

  • vor Beginn der Bearbeitung, Vorfertigung oder Montage die Schiffsrumpfteile anzuzeichnen,
  • Schiffsrumpfteile mit manuellen, automatischen oder halbautomatischen Gas- oder Plasmabrennern auszuschneiden,
  • Bleche und Profile kalt und warm zu biegen und zu schleifen,
  • Hilfsmittel für Vorfertigung und Transport von Schiffsrumpfteilen vorzubereiten,
  • einzelne Baugruppen während der Vorfertigung zusammenzubauen,
  • Bauteile zu Sektionen vorzumontieren,
  • an der Montage der Blöcke und des fertigen Schiffsrumpfs teilzunehmen,
  • Bauteile der Schiffskonstruktionen zu richten,
  • Schiffskonstruktionen instand zu setzen,
  • an der Vorbereitung der Hellinge, Docks und Aufzüge sowie des Schiffs für das Zu-Wasser-Lassen teilzunehmen,
  • geltende Arbeitsschutz- und -sicherheitsvorschriften zu beachten, darunter entsprechende Geräte und persönliche Schutzausrüstung zu benutzen.

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der polnische Beruf Schiffbaumonteur (poln. monter kadłubów okrętowych ) ist teilweise vergleichbar mit den deutschen Berufen:

  • Konstruktionsmechaniker/-in, Ausbildungsniveau – dreieinhalbjährige Berufsausbildung im dualen System.
  • Stattlich geprüfte/-r Techniker/-in der Fachrichtung Schiffbautechnik, Ausbildungsniveau – landesrechtlich geregelte Weiterbildung an Fachschulen. Im Teilzeitunterricht dauert die Weiterbildung 4 Jahre.

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum” zu finden.

Ausbildungsstätten

Im polnischen Teil der Euroregion Pro Europa Viadrina gibt es aktuell keine Ausbildungsstätten, die eine Ausbildung zum Schiffbaumonteur anbieten.

Entsprechende Angebote gibt es u.a. in den Wojewodschaften Zachodniopomorskie und Pomorskie:

  1. Zespół Szkół Mechanicznych, ul. Piastowska 5, 78-100 Kołobrzeg, www.zsmkolobrzeg.pl
  2. Zespół Szkół Technicznych, ul. Energetyków 13a, 81-184 Gdynia,www.zst.gdynia.pl
  3. Zespół Szkół Budownictwa Okrętowego, al. Gen. Józefa Hallera 16/18, 80-426 Gdańsk, www.zsbo.gda.pl

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Personen, die eine Ausbildung in der Berufsgrundschule anstreben, haben folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
  • Gymnasiumsabschlusszeugnis,
  • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung  in dem gegebenen Beruf vorliegen,
  • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

Ausbildungsdauer

Berufsgrundschule (poln. zasadnicza szkoła zawodowa) – Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Ausbildungsinhalte

Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*:

 

Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Schiffbaumonteur festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

 

  1. Ausbildungsinhalte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungsinhalte und Ausbildungsinhalte, die für Berufe aus den Ausbildungsbereichen Mechanik und Bergbau/Hüttenwesen gemeinsam sind) – 420 Stunden
  2. Schiffsrumpfteile herstellen – 230 Stunden
  3. Schiffsrumpf zusammenzubauen und instand zu setzen – 370 Stunden

Die Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Schiffsrumpfteile herstellen” findet gegen Ende des zweiten Schuljahres statt.

Die Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Schiffsrumpf zusammenzubauen und instand zu setzen” findet gegen Ende des dritten Schuljahres statt.

*) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten für alle Berufe und für Berufe der gegebenen Berufsgruppe gemeinsamen Ausbildungsinhalten, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.  

Stundenpensum (Theorie)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in Berufsgrundschulen 1600 Stunden, wovon 640 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der theoretischen Berufsausbildung:

  1. Grundlagen der Maschinenkonstruktion – 96 h
  2. Konstruktion des Schiffsrumpfs, Technisches Zeichnen im Schiffbau – 96 h
  3. Technologie der Herstellung und der Vormontage von Schiffsrumpfteilen – 96 h
  4. Technologie der Montage und der Instandsetzung eines Schiffsrumpfs – 288 h
  5. Wirtschaftliche Tätigkeit in der Schiffbaubranche – 32 h
  6. Fachbezogene Fremdsprache in der Schiffbaubranche – 32 h

Theoriestunden insgesamt: 640

Stundenpensum (Praxis)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in Berufsgrundschulen 1600 Stunden, wovon 970 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der praktischen Berufsausbildung*/**:

 

  1. Fertigungstechniken – Praktischer Unterricht – 170 h
  2. Herstellung und Vormontage von Schiffsrumpfteilen – Praktischer Unterricht – 320 h
  3. Montage und Instandsetzung eines Schiffsrumpfs – Praktischer Unterricht – 480 h

Praxisstunden insgesamt: 970

 

*) Für Jugendliche wird die Zahl der Tage, die innerhalb einer Woche für die praktische Berufsausbildung bei dem Arbeitgeber vorgesehen sind, von dem Direktor der jeweiligen Schule unter Berücksichtigung von Vorschriften des Arbeitsgesetzbuches festgelegt.

**) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und in Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

Kosten der Ausbildung

Öffentliche Schulen – kostenfrei

Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Im Gegensatz zu dem in Deutschland geltenden dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

Berufs- und Verdienstaussichten

Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des polnischen Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als durchschnittlich zu bezeichnen ist.

Polnische Fachkräfte aus der Schiffbaubranche werden auch von ausländischen Arbeitgebern hoch geschätzt und gesucht. Bei Auslandsbeschäftigung werden allerdings von den Kandidaten gute fachspezifische Sprachkenntnisse erwartet.

Das Einkommen der Schiffbaumonteure beträgt durchschnittlich ca.2.000 – 3.000 Zloty bruttoim Monat.

Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

Tarifliche Regelungen

Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Dank einer Teilung der Berufsausbildungen in Qualifikationen bzw. Qualifikationseinheiten ist das Berufsbildungssystem elastischer geworden und erlaubt den Lernenden, ihre Qualifikationen je nach Bedarf des Arbeitsmarkts bzw. gemäß den persönlichen Bedürfnissen und Zielsetzungen zu ergänzen.

Absolventen einer Berufsgrundschule mit dem Berufsabschluss Schiffbaumonteur haben nach dem Erwerb zusätzlicher Qualifikationen die Möglichkeit, ein Abschlussdiplom in folgenden Berufen zu erlangen:

  • Techniker für Schiffbautechnik (poln. Bezeichnung: technik budownictwa okrętowego) – nach dem Erwerb der Qualifikation „Organisation von Schiffbau- und -instandsetzungsarbeiten sowie Maschinen- und Ausrüstungsmontage” (gleichzeitig erwirbt man den mittleren Schulabschluss).

Nach dem Erwerb des Technikerabschlusses und erfolgreich bestandener Abiturprüfung kann man die Ausbildung in Hochschulen fortsetzen. Entsprechende Möglichkeiten sind in der Beschreibung des Berufs Techniker für Schiffbautechnikzu finden.

Interessante Links

In Polnisch:

Lehrprogrammgrundlage für die Ausbildung im Beruf Schiffbaumonteur:

http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=721402

Lehrprogramm für den Beruf Schiffbaumonteur:

http://www.koweziu.edu.pl/programy_nauczania/pliki/721402_P.doc

Beschreibung des Berufs Schiffbaumonteur:

http://www.maturzysty.info/kariera/zawody/monter_kadlubow_okretowych,1251

Job- und Bewerberdatenbanken

In Polnisch:

Stellenangebote im Beruf Schiffbaumonteure:

Allgemeine Internet-Jobbörsen:

www.telepraca.org.pl

www.eures.praca.gov.pl

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen ist hier zu finden. Darunter einige Kontaktadressen aus der Region:

 


NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. E. Borowskiego 31
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. Lisowskiego 5
65-072 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
[centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
ul. Wyspiańskiego 130
65-036 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)


Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
[organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
ul. Reja 6
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
[regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
ul. Kazimierza Wielkiego 1
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Obotrycka 8
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Reja 9
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitsvermittler

Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Walczaka 110
66-400 Gorzów Wlkp
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Pl. Powstańców Wlkp. 1
66-300 Międzyrzecz
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Mickiewicza 3
69-100 Słubice
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Al. Wolności 39
66-500 Strzelce Krajeńskie
[Polska / Polen]
E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Lipowa 18 b
69-200 Sulęcin
[Polska / Polen]
E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
Homepage