Imker in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

 

Berufsgrundschule (polnische Bezeichnung: zasadnicza szkoła zawodowa)

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen der Gymnasien bestimmte Schulart. Nach dem Schulabschluss dürfen die Schüler zur Prüfung antreten, die ihre beruflichen Qualifikationen in Form eines Abschlussdiploms belegt.

 

Berufsabschluss: Imker (poln. pszczelarz)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Absolventen mit dem Berufsabschluss Imker finden Arbeit in:

  • Imkereien,
  • Firmen, die sich auf Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Honig und anderen Imkereiprodukten spezialisieren.

Man kann auch eigenes Gewerbe anmelden und sich selbstständig machen (Imkerei oder privater  Landwirtschaftsbetrieb).

Tätigkeitsschwerpunkte der Imker:

 

  • natürliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedingungen der landwirtschaftlichen Produktion unter besonderen Berücksichtigung der Imkereiproduktion zu beurteilen,
  • Produktionsbereiche des Imkereibetriebes (z.B. Königinnenzucht) festzulegen und den Imkereibetrieb entsprechend zu der verfügbaren Nahrungsbasis, Produktionsgröße und Nachfrage zu organisieren und zu führen,
  • den Imkereibetrieb auszustatten und sowie Imkereimaschinen und -geräte zu bedienen,
  • Bienenprodukte zu gewinnen, zu konservieren und zu lagern,
  • Bienenprodukte für den Verkauf nach geltenden Normen vorzubereiten und zu verkaufen,
  • Maßnahmen zur Königinnenzucht und Ablegerbildung zu planen und durchzuführen,
  • Abnormalitäten innerhalb eines Bienenvolkes, Bienenkrankheiten und Schädlinge der Bienenprodukte zu erkennen, zu bekämpfen und diesen vorzubeugen,
  • Maßnahmen im Bereich der Technologie der Pflanzenproduktion zu planen und durchzuführen,
  • Maßnahmen im Bereich der Technologie der Tierproduktion zu planen und durchzuführen,
  • Wirtschaftlichkeitsrechnungen anzuwenden,
  • vereinfachte Buchhaltung zu führen, 
  • Vorschriften bezüglich der Arbeitssicherheit und -hygiene, des Brandschutzes, des Umweltschutzes und der Lebensmittelsicherheit zu befolgen,
  • mit Organisationen, die im Bereich der Imkereiwirtschaft tätig sind, zusammenzuarbeiten.

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der polnische Beruf Imker (poln. pszczelarz) ist teilweise vergleichbar mit dem deutschen Beruf:

  • Tierwirt/-in der Fachrichtung Imkerei, Ausbildungsniveau – bundesweit geregelte dreijährige duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz. 

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober gibt es zurzeit keine Ausbildungsstätten, die eine Ausbildung im Beruf Imker anbieten.

Außerhalb der Euroregion gibt es z.B. folgende Ausbildungsmöglichkeiten in den Wojewodschaften Dolnośląskie, Łódzkie oder Wielkopolskie:

  1. Zespół Szkół Agrobiznesu im. Wincentego Witosa, ul. Niepodległości 17, 59-420 Bolków, www.agrobiznes-bolkow.pl
  2. Zespół Szkół Rolnicze Centrum Kształcenia Ustawicznego, ul. Modrzewskiego 107, 97-320 Wolbórz, www.zswolborz.pl
  3. Zespół Szkół nr 2, ul. 17 Stycznia 1920r. 27, 64-360 Zbąszyń, www.zs2zbaszyn.pl

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Personen, die eine Ausbildung in der Berufsgrundschule anstreben, haben folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
  • Gymnasiumsabschlusszeugnis,
  • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung  in dem gegebenen Beruf vorliegen,
  • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

Ausbildungsdauer

Berufsgrundschule (poln. zasadnicza szkoła zawodowa) – Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Ausbildungsinhalte

Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*:

Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Imker festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

  1. Ausbildungseffekte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungseffekte und Ausbildungseffekte, die für Berufe aus dem Ausbildungsbereich Land- und Forstwirtschaft mit Umweltschutz gemeinsam sind) – 230 Stunden
  2. Imkereiproduktion betreiben – 650 Stunden

Die Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Imkereiproduktion betreiben” findet gegen Ende des dritten Schuljahres statt.

Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten, für alle Berufe und für Berufe des gegebenen Ausbildungsbereiches gemeinsamen Ausbildungseffekte, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.

Stundenpensum (Theorie)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in Berufsgrundschulen 1600 Stunden, wovon 640 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der theoretischen Berufsausbildung:

  1. Wirtschaftliche Tätigkeit in der Landwirtschaft – 64 h
  2. Straßenverkehrsvorschriften – 32 h
  3. Fachbezogene Fremdsprache in der Imkerei – 32 h
  4. Landwirtschaftliche Produktion – 160 h
  5. Bienenhaltung und -zucht – 128 h
  6. Imkereibetrieb – 128 h
  7. Technologie der Bienenprodukte – 64 h
  8. Bienenweiden – 32 h

Theoriestunden insgesamt: 640

Stundenpensum (Praxis)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in Berufsgrundschulen 1600 Stunden, wovon 970 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der praktischen Berufsausbildung mit Stundenpensum*:

  1. Imkereiproduktion betreiben – Praktischer Unterricht – 480 h
  2. Landwirtschaftliche Produktion betreiben – Praktischer Unterricht –  320 h
  3. Technik in der Landwirtschaft – Praktischer Unterricht –  160 h

Praxisstunden insgesamt: 970

 

*) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und in Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

Kosten der Ausbildung

Öffentliche Schulen – kostenfrei

Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Im Gegensatz zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

Berufs- und Verdienstaussichten

Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als gering zu bezeichnen ist.

Das Einkommen der Imker beträgt durchschnittlich ca. 1.300 – 2.200 Zloty brutto im Monat.

Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

Tarifliche Regelungen

Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Dank einer Teilung der Berufsausbildungen in Qualifikationen bzw. Qualifikationseinheiten ist das Berufsbildungssystem elastischer geworden und erlaubt den Lernenden, ihre Qualifikationen je nach Bedarf des Arbeitsmarkts bzw. gemäß den persönlichen Bedürfnissen und Zielsetzungen zu ergänzen.

Absolventen einer Berufsgrundschule mit dem Berufsabschluss Landwirt haben nach dem Erwerb zusätzlicher Qualifikationen die Möglichkeit, ein Abschlussdiplom in folgenden Berufen zu erlangen:

  • Imkereitechniker (poln. Bezeichnung: technik pszczelarz) – nach dem Erwerb der Qualifikation „Landwirtschaftliche und Imkereiproduktion organisieren und überwachen”.

Nach dem Erwerb des Technikerabschlusses und erfolgreich bestandener Abiturprüfung kann man die Ausbildung in Hochschulen fortsetzen. Entsprechende Möglichkeiten sind in der Beschreibung des Berufs Imkereitechniker zu finden.

Interessante Links

In Polnisch:

Lehrprogrammgrundlage für die Ausbildung im Beruf Imker:

http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=612302

Lehrprogramm für den Beruf Imker:

http://www.koweziu.edu.pl/programy_nauczania/pliki/612302_P.doc

Beschreibung des Berufs Imker:

http://www.praca.pl/poradniki/lista-stanowisk/rolnictwo-ochrona-srodowiska/pszczelarz_pr-1104.html

Internetseite des Polnischen Imkereiverbandes (Polski Związek Pszczelarski):

http://zwiazek-pszczelarski.pl

Job- und Bewerberdatenbanken

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen ist zu hier finden. Darunter einige Kontaktadressen aus der Region: 

NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. E. Borowskiego 31
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. Lisowskiego 5
65-072 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
[centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
ul. Wyspiańskiego 130
65-036 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
[organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
ul. Reja 6
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
[regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
ul. Kazimierza Wielkiego 1
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Obotrycka 8
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Reja 9
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitsvermittler

Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Walczaka 110
66-400 Gorzów Wlkp
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Pl. Powstańców Wlkp. 1
66-300 Międzyrzecz
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Mickiewicza 3
69-100 Słubice
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Al. Wolności 39
66-500 Strzelce Krajeńskie
[Polska / Polen]
E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Lipowa 18 b
69-200 Sulęcin
[Polska / Polen]
E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
Homepage