Holzbearbeitungsmechaniker/-in in Deutschland

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Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

Holzbearbeitungsmechaniker/-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

 

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in der Holz verarbeitenden Industrie angeboten. Durch Wahlqualifikationseinheiten verfügt dieser Beruf über eine flexible Ausbildungsstruktur.

Abschluss: Holzbearbeitungsmechaniker/ Holzbearbeitungsmechanikerin

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Sie stellen Schnittholz, Hobelware, Bretter, Furnier- und Spanplatten sowie andere Holzwerkstoffe her. Dabei bedienen Holzbearbeitungsmechaniker und -mechanikerinnen Maschinen und Anlagen, die sie selbstständig einrichten und instand halten.

Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, wählen die erforderlichen Werkstoffe aus und steuern, überwachen und optimieren die Fertigungsprozesse. Zudem prüfen sie, ob das Holz fehlerfrei bearbeitet wurde, und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch. Zum Schluss bereiten sie die fertigen Produkte für die Lagerung oder den Versand vor.

Quelle: BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Holzbearbeitungsmechaniker/-in hat kein direktes Pendant unter den polnischen Ausbildungsberufen, ist aber teilweise vergleichbar mit folgenden polnischen Berufen:

  • Tischler (poln. stolarz), Ausbildungsart – dreijährige Berufsgrundschule (poln. zasadnicza szkoła zawodowa).
  • Techniker für Holzverarbeitungstechnologie (poln. technik technologii drewna), Ausbildungsart – vierjährige technische Sekundarschule (poln. technikum).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland
Wriezener Straße 28
15344 Strausberg
Deutschland
Tel.: +49 (0)3341 34550
Tel.: +49 (0)3341 345544
E-mail: info@oberstufenzentrum-mol.de
Homepage

Oberstufenzentrum II Barnim
Alexander-von-Humboldt-Straße 40
16225 Eberswalde
Deutschland
Tel.: +49 (0) 33 34 63 97 0
Tel.: +49 (0) 33 34 63 97 19
E-mail: osz2-sekretariat(at)barnim.de
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Holzbearbeitungsmechaniker/-innen mit Hauptschulabschluss oder mittleren Bildungsabschluss ein.

Quelle: BERUFENET

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Die Verkürzungsdauer beträgt meist 6 Monate.

Ausbildungsinhalte

Während der ersten 18 Ausbildungsmonate lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • wie Holz und Rohmaterialien zu sortieren, zu vermessen, zu kontrollieren und einzuteilen sind
  • wie man Holz trocknet
  • wie man Schnittholz trennt, kappt, besäumt und sortiert
  • wie Holz, Rohmaterialien und Erzeugnisse zu transportieren, zu lagern und zu pflegen sind
  • wie Geräte, Maschinen und Anlagen eingerichtet, bedient und instand gehalten werden
  • wie man qualitätssichernde Maßnahmen durchführt, wie man kundenorientiert arbeitet
  • wie man Maschinenwerkzeuge einrichtet und instand hält
  • welche vorbereitenden und nachbearbeitenden Arbeiten es zur Herstellung von Erzeugnissen gibt
  • wie man Erzeugnisse versendet
  • wie man mit Informations- und Kommunikationstechniken umgeht
  • wie man Arbeitsabläufe vorbereitet, Informationen auswertet, im Team arbeitet
  • wie man technische Unterlagen anfertigt und anwendet, wie man Messungen durchführt
  • wie man Arbeitsplätze vorbereitet, einrichtet und sichert

Während der verbleibenden Ausbildungszeit wird den Auszubildenden u.a. vermittelt:

  • wie man Daten aktualisiert und archiviert
  • wie man Ausbeuteberechnungen durchführt
  • wie man Werkseingangskontrollen durchführt und Ergebnisse dokumentiert
  • wie man pneumatische, hydraulische, elektrische und elektronische Steuer- und Regeleinrichtungen einstellt
  • wie Produktionsprozesse zu überwachen sind
  • wie man Holzschutzmaßnahmen durchführt
  • wie man Erzeugnisse kommissioniert und verpackt

Außerdem erwerben die Auszubildenden Fertigkeiten und Kenntnisse in einer der vier Wahlqualifikationseinheiten "Herstellen von Sägewerkserzeugnissen", "Herstellen von Hobelwerkserzeugnissen", "Herstellen von Leimholzerzeugnissen" oder "Herstellen von Holzwerkstofferzeugnissen".

Quelle: BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

Unterrichtsstunden bezogen auf die 3-jährige Berufsausbildung:

 

  1. Holz für die Produktion auswählen: 80 h
  2. Einfache Holzprodukte herstellen: 80 h
  3. Holz natürlich trocknen: 60 h
  4. Werkzeuge schärfen: 60 h
  5. Schnittholz herstellen: 60 h
  6. Hobelware herstellen: 40 h
  7. Holzschutzmaßnahmen durchführen: 40 h
  8. Leimholzerzeugnisse herstellen: 40 h
  9. Holzwerkstoffe herstellen: 60 h
  10. Holzprodukte vermessen und sortieren: 40 h
  11. Rundholz einteilen und Rohmaterialeinsatz optimieren: 60 h
  12. Werkzeuge instand setzen und bestücken: 60 h
  13. Holzerzeugnisse technisch trocknen: 60 h
  14. Spezielle Holzprodukte herstellen: 100 h

Gesamtstunden: 840 Stunden

 

Den vollständigen Rahmenlehrplan finden Sie unter:

http://www.kmk.org/fileadmin/pdf/Bildung/BeruflicheBildung/rlp/holzbearbeitungsmechaniker.pdf

Stundenpensum (Praxis)

Während einer dualen Ausbildung werden angehende Holzbearbeitungsmechaniker/-innen im Ausbildungsbetrieb praktisch und in der Berufsschule theoretisch ausgebildet.

Der praktische Teil der Ausbildung macht in der Regel ca. 80% der Gesamtausbildungszeit aus.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Ausbildungsvergütung

 

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist abhängig vom Ausbildungsbereich (z.B. Industrie und Handel, Handwerk) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet. Auch der räumliche Geltungsbereich des entsprechenden Tarifvertrages kann Einfluss auf die Höhe der Ausbildungsvergütung haben. Frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen sind möglich, wenn z.B. der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können monatlich z.B. folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 595 bis € 691
  • 2. Ausbildungsjahr: € 638 bis € 738
  • 3. Ausbildungsjahr: € 685 bis € 803

 

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen der Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) - Stand: Oktober 2013

Berufs- und Verdienstaussichten

Verdienst/Einkommen

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 15,78 in der Stunde betragen.

Quelle:

WSI – Tarifarchiv

Tarifliche Regelungen

Über tarifliche Regelungen informiert die Gewerkschaft IG Metall.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Weiterbildung kann dazu dienen, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen.

Qualifizierungslehrgänge:

  • Holzkunde, Holzwerkstoffe
  • Holzbe- und -verarbeitung
  • Holzschutz
  • EDV-Anwendungen in der Holz- und Kunststofftechnik
  • Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz, Sicherheitstechnik, Unfallverhütung
  • REFA - Aus- und Fortbildung
  • Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement

 

Aufstiegsweiterbildungen:

 

- Meister/-innen:

  • Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Holz
  • Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Sägeindustrie

 

- Techniker/-innen:

  • Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Holztechnik (ohne Schwerpunkt)

 

-Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Staatlich geprüfter Betriebsmanager/Staatlich geprüfte Betriebsmanagerin Fachrichtung Bau- und Holztechnik

 

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

 

Studienfächer:

 

  • Holztechnik (Bachelor)

Diverse Aufstiegsfortbildungen und Seminare: IHK-Projektgesellschaft mbH www.ihk-projekt.de.

Interessante Links

http://www.handwerk-kompakt.de

Das deutsche Handwerk kompakt

http://www.baulinks.de

Das unabhängige Bauportal

http://www.woodworker.de

Woodworker

http://www.netzwerkholzforum.de

Willkommen im Erlebnisraum für Holz

http://www.holzwerken.net

Wissen.Planen.Machen.

Job- und Bewerberdatenbanken

http://www.handwerkerstellen.de

Deutschlands Stellenmarkt für Handwerk und Technik

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de
allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert


http://www.jobsuche.de
allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion


http://www.jobrobot.de
Unterteilung in Branchen und Regionen


http://www.stepstone.de
Große Jobbörse für Industrie und Gewerbe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

IG Bauen-Agrar-Umwelt
Bezirksverband Oderland
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 54 97 25
Tel.: +49335 54 42 28
E-mail: eberswalde@igbau.de
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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