Techniker für Holzverarbeitungstechnologie in Polen

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Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

Technische Sekundarschule(polnische Bezeichnung: technikum)

 

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen der Gymnasien bestimmte Schulart. Nach dem Beenden der technischen Sekundarschule erreichen die Schüler den mittleren Schulabschluss und haben die Möglichkeit, nach bestandener beruflicher Abschlussprüfung, die jeweilige Berufsbezeichnung zu erwerben. Bestandene Reifeprüfung (Abitur) ermöglicht eine Ausbildungsfortsetzung in Hochschulen und Universitäten.

Berufsabschluss: Techniker für Holzverarbeitungstechnologie (poln. technik technologii drewna)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Absolventen mit dem Berufsabschluss Techniker für Holzverarbeitungstechnologie finden Arbeit:

- in Produktions-, Entwicklungs-, Einkaufs- und Verkaufsabteilungen oder Werkslaboratorien in der:

  • Sägeindustrie,  
  • Möbelindustrie, 
  • Fenster- und Türenindustrie,  
  • Verpackungsindustrie,

 

- in handwerklichen Tischlerbetrieben.

 

Man kann auch eigenes Gewerbe anmelden und sich selbstständig machen.

Tätigkeitsschwerpunkte der Techniker für Holzverarbeitungstechnologie:

  • bestimmte Produktionsprozesse in Holz und Holzwerkstoffe verarbeitenden Betrieben zu organisieren,
  • Erzeugnisse aus Holz und Holzwerkstoffen zu entwerfen,
  • Rundholz für die Produktion zu liefern bzw. abzunehmen,
  • Holz in mechanischen oder chemischen Verfahren zu verarbeiten,
  • Erzeugnisse aus Holz und Holzwerkstoffen herzustellen,
  • Erzeugnisse aus Holz und Holzwerkstoffen zusammenzubauen und einzulagern,
  • Erzeugnisse aus Holz und Holzwerkstoffen zu reparieren und zu renovieren,
  • verschiedene Quellen von wissenschaftlichen und technischen Informationen sowie Fachberatungen zu nutzen,
  • mit Lieferanten von Rohstoffen und Halbzeugen zu kooperieren,
  • mit dem Arbeitsteam und der Werksleitung zusammenzuarbeiten,
  • mit den Kunden zusammenzuarbeiten,
  • Qualität von gelieferten Rohstoffen und fertigen Produkten zu kontrollieren,
  • den Ablauf von bestimmten technologischen Prozessen in Holz und Holzwerkstoffe verarbeitenden Betrieben zu kontrollieren,
  • Vorschriften über Arbeitsschutz und Arbeitshygiene, Brandschutz und Umweltschutz in Holz und Holzwerkstoffe verarbeitenden Betrieben zu befolgen.

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der polnische Beruf Techniker für Holzverarbeitungstechnologie (poln. technik technologii drewna) ist teilweise vergleichbar mit folgenden deutschen Berufen:

  • Tischler/-in, Ausbildungsniveau – dreijährige Berufsausbildung im dualen System.
  • Holzbearbeitungsmechaniker/-in, Ausbildungsniveau – dreijährige Berufsausbildung im dualen System.
  • Holzmechaniker/-in der Fachrichtung Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen, Ausbildungsniveau – dreijährige Berufsausbildung im dualen System.
  • Holzmechaniker/-in der Fachrichtung Möbelbau und Innenausbau, Ausbildungsniveau – dreijährige Berufsausbildung im dualen System.
  • Staatlich geprüfte/-r Techniker/-in der Fachrichtung Holztechnik, Ausbildungsniveau – landesrechtlich geregelte Weiterbildung an Fachschulen. Im Vollzeitunterricht dauert die Weiterbildung 2 Jahre.
  • Industriemeister/-in der Fachrichtung Holz, Ausbildungsniveau – berufliche Weiterbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Industriemeisterprüfung ist durch Rechtsvorschriften der Industrie- und Handelskammern geordnet.
  • Industriemeister/-in der Fachrichtung Sägeindustrie, Ausbildungsniveau – berufliche Weiterbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Industriemeisterprüfung ist durch Rechtsvorschriften der Industrie- und Handelskammern geordnet.

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Im polnischen Teil der Euroregion Pro Europa Viadrina gibt es zurzeit keine Ausbildungsstätten, die eine Ausbildung im Beruf Techniker für Holzverarbeitungstechnologie anbieten.

Außerhalb der Euroregion gibt es z.B. folgende Ausbildungsmöglichkeiten in den Wojewodschaften Wielkopolskie, Podlaskie oder Małopolskie:

  1. Zespół Szkół Budowlano-Drzewnych im. Bolesława Chrobrego,ul. Raszyńska 48, 60-135 Poznań, www.zsbd.pl
  2. Zespół Szkół Drzewnych i Gimnazjalnych, ul. Marii Skłodowskiej-Curie 5, 18-400 Łomża, www.zsdig-lomza.pl
  3. Zespół Szkół im. Komisji Edukacji Narodowej, Al. Jana Pawła II 3, 34-130 Kalwaria Zebrzydowska, www.zsken.edu.pl

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Personen, die eine Ausbildung zum Techniker für Holzverarbeitungstechnologie aufnehmen möchten, müssen folgende Aufnahmevoraussetzungen erfüllen:

  • Gymnasiumsabschluss,
  • positive Zeugnisnoten in ausgewählten Schulfächern,
  • andere Erfolge (z.B. Wettbewerbe, Facholympiaden).

Erforderliche Unterlagen:

  • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
  • Gymnasiumsabschlusszeugnis,
  • Bescheinigung über ausführliche Ergebnisse der Gymnasiumsabschlussprüfung, 
  • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung  in dem gegebenen Beruf vorliegen,
  • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

Ausbildungsdauer

Technische Sekundarschule:Ausbildungsdauer 4 Jahre

Ausbildungsinhalte

Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*:

 

Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Holzverarbeitungstechnologie festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

 

  1. Ausbildungsinhalte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungsinhalte und Ausbildungsinhalte, die für Berufe aus dem Bereich Verwaltung/Dienstleistungen gemeinsam sind) – 330 Stunden
  2. Herstellung von Tischlereierzeugnissen – 800 Stunden
  3. Holzverarbeitungsprozesse organisieren und führen – 250 Stunden

Die Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Herstellung von Tischlereierzeugnissen” findet gegen Ende des zweiten Schuljahres statt.

Die Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Holzverarbeitungsprozesse organisieren und führen” findet gegen Ende des ersten Semesters des vierten Schuljahres statt.

*) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten, für alle Berufe und für Berufe des gegebenen Ausbildungsbereiches gemeinsamen Ausbildungseffekte, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.  

Stundenpensum (Theorie)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon mindestens 735 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der theoretischen Berufsausbildung mit Stundenpensum:

  1. Technologie der Tischlereierzeugnisse – 255 h
  2. Maschinen und Geräte für die Bearbeitung von Holz und Holzwerkstoffen – 90 h
  3. Produktionsorganisation in der Holz und Holzwerkstoffe verarbeitenden Industrie – 105 h
  4. Technische Dokumentation von Tischlereierzeugnissen – 225 h
  5. Wirtschaftliche Tätigkeit in der Holzverarbeitungsindustrie – 30 h
  6. Fachbezogene Fremdsprache in der Holzverarbeitungsindustrie – 45 h

Theoriestunden insgesamt: 750 h

Stundenpensum (Praxis)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon mindestens 735 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der praktischen Berufsausbildung mit Stundenpensum*:

 

  1. Vor- und Nachbehandlungsprozesse in der Herstellung von Tischlereierzeugnissen – Praktischer Unterricht – 210 h
  2. Eigentliche Bearbeitung in der Herstellung von Tischlereierzeugnissen – Praktischer Unterricht – 345 h
  3. Instandsetzen, Renovieren und Warten von Tischlereierzeugnissen – Praktischer Unterricht – 60h
  4. Produktionsüberwachung in Betrieben der Holz und Holzwerkstoffe verarbeitenden Industrie – 135 h

Praxisstunden insgesamt: 750

 

*) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und in Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

Kosten der Ausbildung

Öffentliche Schulen – kostenfrei

Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Im Gegensatz zu dem in Deutschland geltenden dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

Berufs- und Verdienstaussichten

Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als gering zu bezeichnen ist.

Das Einkommen der Techniker für Holzverarbeitungstechnologie beträgt durchschnittlich ca.1.900 – 3.600 Zloty bruttoim Monat.

Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

Tarifliche Regelungen

Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Techniker für Holzverarbeitungstechnologie, Absolventen einer vierjährigen technischen Sekundarschule mit bestandener Reifeprüfung (Hochschulzugangsberechtigung) haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Hochschulen und Universitäten fortzusetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für einen der verwandten Studiengänge, z.B. Holzverarbeitungstechnologie, zu entscheiden.

Im polnischen Teil der Euroregion Pro Europa Viadrina gibt es zurzeit keine Hochschulen, die entsprechende Studiengänge anbieten.

Entsprechende Möglichkeiten gibt es z.B. in den Wojewodschaften Wielkopolskie und Mazowieckie:

1. Uniwersytet Przyrodniczy w Poznaniu, Wydział Technologii Drewna [Naturwissenschaftliche Universität in Poznań, Fakultät für Holzverarbeitungstechnologie], ul. Wojska Polskiego 28, 60-637 Poznań, www.up.poznan.pl

Studiengang: Holzverarbeitungstechnologie 

2. Szkoła Główna Gospodarstwa Wiejskiego, Wydział Technologii Drewna [Naturwissenschaftliche Universität in Warszawa, Fakultät für Holzverarbeitungstechnologie],, ul. Nowoursynowska 159, 02-787 Warszawa, http://wtd.sggw.pl

Studiengang: Holzverarbeitungstechnologie 

Interessante Links

In Polnisch:

Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Holzverarbeitungstechnologie:

http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=311922

Lehrprogramm für den Beruf Techniker für Holzverarbeitungstechnologie:

http://www.koweziu.edu.pl/programy_nauczania/pliki/311922_P.doc

Beschreibung des Berufs Techniker für Holzverarbeitungstechnologie:

http://zielonalinia.gov.pl/default.aspx?docId=2071&dictword=1014

Internetseite mit Informationen über verwandte Studiengänge:

http://www.perspektywy.pl/portal/index.php?option=com_content&view=article&id=2&Itemid=113#top-wyszukiwarka

Job- und Bewerberdatenbanken

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. E. Borowskiego 31
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
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NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. Lisowskiego 5
65-072 Zielona Góra
[Polska / Polen]
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OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
[centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
ul. Wyspiańskiego 130
65-036 Zielona Góra
[Polska / Polen]
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Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
[organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
ul. Reja 6
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
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Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
[regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
ul. Kazimierza Wielkiego 1
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
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Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Obotrycka 8
66-400 Gorzów Wlkp.
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Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Reja 9
65-076 Zielona Góra
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Arbeitsvermittler

Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Walczaka 110
66-400 Gorzów Wlkp
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Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Pl. Powstańców Wlkp. 1
66-300 Międzyrzecz
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Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Mickiewicza 3
69-100 Słubice
[Polska / Polen]
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Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Al. Wolności 39
66-500 Strzelce Krajeńskie
[Polska / Polen]
E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
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Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Lipowa 18 b
69-200 Sulęcin
[Polska / Polen]
E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
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