Techniker für Straßenbautechnik in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Zwei mögliche Ausbildungsarten:

1. Technische Sekundarschule(polnische Bezeichnung: technikum)

 

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen der Gymnasien bestimmte Schulart. Nach dem Beenden der technischen Sekundarschule erreichen die Schüler den mittleren Schulabschluss und haben die Möglichkeit, nach bestandener beruflicher Abschlussprüfung, die jeweilige Berufsbezeichnung zu erwerben. Bestandene Reifeprüfung (Abitur) ermöglicht eine Ausbildungsfortsetzung in Hochschulen und Universitäten.

2. Postsekundäre berufliche Schule (polnische Bezeichnung: szkoła policealna)

 

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen mit dem mittleren Bildungsabschluss (in Polen z.B. Lyzeen) bestimmte Schulart. Das Reifezeugnis (bestandene Abitur) wird von den Bewerbern nicht verlangt.

Berufsabschluss: Techniker für Straßenbautechnik (poln. technik drogownictwa)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Absolventen mit dem Berufsabschluss Techniker für Straßenbautechnik finden Arbeit:

  • in Unternehmen, die sich mit dem Bau, der Sanierung und Instandhaltung von Straßen und Brückenbauwerken beschäftigen,
  • in Architektur- und Ingenieurbüros,
  • bei kommunalen bzw. öffentlichen Straßenverwaltungen,
  • bei Herstellern von Baumaterialien und Materialien für den Straßenbau,

Tätigkeitsschwerpunkte der Techniker für Straßenbautechnik:

  • Baustelle gemäß geltenden Vorschriften und Regeln der Ergonomie sowie des Arbeits-, Brand- und Umweltschutzes einzurichten, 
  • Mitarbeiter über die Anwendung von optimalen Produktionsmethoden sowie Arbeitssicherheit-, Brandschutz- und Umweltschutzvorschriften zu informieren und anzuleiten.
  • technische Dokumentationen zu erstellen,
  • Eigenschaften von im Straßenbau verwendeten Materialien zu bestimmen, Materialien fachgerecht einzusetzen, zu transportieren und zu lagern,
  • Messungen, die bei der Durchführung sowie Abnahme von Straßenbauarbeiten notwendig sind, durchzuführen,
  • Straßenbauarbeiten unter Anwendung von optimalen Technologien zu organisieren und durchzuführen,
  • Arbeitsnormen festzulegen, Arbeiten zu kalkulieren, Kostenvoranschläge sowie Abrechnungen für Material, Arbeits- und Maschinenstunden für verschiedene Straßenbauarbeiten zu erstellen,
  • Straßen, Autobahnen, Flugplätze und Ingenieurbauwerke zu unterhalten und instand zu halten,
  • Straßenbauarbeiten zu leiten,
  • geführte Straßenbauarbeiten zu überwachen und zu kontrollieren,
  • Straßenverkehr zu organisieren.

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der polnische Beruf Techniker für Straßenbautechnik (poln. technik drogownictwa) ist teilweise vergleichbar mit folgenden deutschen Berufen:

  • Straßenbauer/-in, Ausbildungsniveau – dreijährige Berufsausbildung im dualen System.
  • Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik, Ausbildungsniveau – dreijährige Berufsausbildung im dualen System.
  • Straßenbaumeister/-in, Ausbildungsniveau – berufliche Weiterbildung nach der Handwerksordnung (HwO).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober gibt es zurzeit nur eine Ausbildungsstätte, die Ausbildung im Beruf Techniker für Straßenbautechnikanbietet:

  1. Zespół Szkół Budowlanych, ul. Botaniczna 55, 65-392 Zielona Góra, www.budowlanka.zgora.pl, (technische Sekundarschule)

Entsprechende Angebote gibt es z.B. auch in der Wojewodschaft Wielkopolskie:

  1. Zespół Szkół Geodezyjno-Drogowych, ul. Szamotulska 33, 60-365 Poznań, www.zsgd.poznan.pl, (technische Sekundarschule)
  2. PlusEdukacja Szkoła Policealna dla Dorosłych, ul. Półwiejska 23/6, 61-885 Poznań, www.plusedukacja.pl, (postsekundäre berufliche Schule)

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Personen, die eine Ausbildung zum Techniker für Straßenbautechnik aufnehmen möchten, müssen folgende Aufnahmevoraussetzungen erfüllen:

1. Technische Sekundarschule:

  • Gymnasiumsabschluss,
  • positive Zeugnisnoten in ausgewählten Schulfächern,
  • andere Erfolge (z.B. Wettbewerbe, Facholympiaden).

Erforderliche Unterlagen:

  • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
  • Gymnasiumsabschlusszeugnis,
  • Bescheinigung über ausführliche Ergebnisse der Gymnasiumsabschlussprüfung, 
  • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung  in dem gegebenen Beruf vorliegen,
  • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

2. Postsekundäre berufliche Schule: mittlerer Bildungsabschluss (Abitur nicht notwendig).

Erforderliche Unterlagen:

  • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
  • Schulabschlusszeugnis,
  • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung in dem gegebenen Beruf vorliegen,
  • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

Ausbildungsdauer

Technische Sekundarschule: Ausbildungsdauer 4 Jahre

Postsekundäre berufliche Schule: Ausbildungsdauer 2 Jahre

Ausbildungsinhalte

Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung (in technischen Sekundarschulen)*:

 

Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Straßenbautechnikfestgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

  1. Ausbildungsinhalte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungsinhalte und Ausbildungsinhalte, die für Berufe aus dem Ausbildungsbereich Bauwesen gemeinsam sind) – 330Stunden
  2. Durchführen von Straßenbauarbeiten – 500 Stunden
  3. Organisieren von Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Straßen und Brückenbauwerken – 260 Stunden
  4. Erstellen von Kostenvoranschlägen und Ausschreibungsunterlagen – 100 Stunden

Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Durchführen von Straßenbauarbeiten” findet gegen Ende des ersten Semesters des dritten Schuljahres statt.

Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Organisieren von Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Straßen und Brückenbauwerken” findet gegen Ende des dritten Schuljahres statt.

Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Erstellen von Kostenvoranschlägen und Ausschreibungsunterlagen” findet gegen Ende des ersten Semesters des vierten Schuljahres statt.

*) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten, für alle Berufe und für Berufe des gegebenen Ausbildungsbereiches gemeinsamen Ausbildungseffekte, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.

Stundenpensum (Theorie)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon 735 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der theoretischen Berufsausbildung mit Stundenpensum (für technische Sekundarschulen):

  1. Allgemeines Bauwesen – 90 h
  2. Technologie der Erd- und Fahrbahnarbeiten – 270 h
  3. Organisieren von Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Straßen und Brückenbauwerken – 240 h
  4. Kostenvoranschläge im Bauwesen – 60 h
  5. Fachbezogene Fremdsprache für Straßenwesen – 45 h
  6. Wirtschaftliche Tätigkeit im Straßenwesen – 30 h

Theoriestunden insgesamt: 735

Stundenpensum (Praxis)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon 735 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der praktischen Berufsausbildung mit Stundenpensum (für technische Sekundarschulen)*:

 

  1. Technische Dokumentation – 90 h
  2. Erd- und Straßenbauarbeiten – 240 h
  3. Aufsicht über Arbeiten und Instandhaltung von Straßen und Brückenbauwerken – 165 h
  4. Erstellen von Kostenvoranschlägen und Ausschreibungsunterlagen im Straßenbau – 120 h
  5. Berufspraktika – 320 h

Praxisstunden insgesamt: 735 h

 

*) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und in Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

Kosten der Ausbildung

Öffentliche Schulen – kostenfrei

Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Im Gegensatz zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

Berufs- und Verdienstaussichten

Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als gering zu bezeichnen ist.

Das Einkommen der Techniker für Straßenbautechnik beträgt durchschnittlich ca. 1.680 – 2.600 Zloty bruttoim Monat.

Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

Tarifliche Regelungen

Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen

Weiterbildungsmöglichkeiten

Techniker für Straßenbautechnik, Absolventen einer vierjährigen technischen Sekundarschule oder einer zweijährigen postsekundären beruflichen Schule, mit bestandener Reifeprüfung (Hochschulzugangsberechtigung) haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Hochschulen und Universitäten fortzusetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für einen der verwandten Studiengänge, z.B. Bauwesen mit dem Fachgebiet Straßenbauwesen, zu entscheiden.

Im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober gibt es zurzeit keine Hochschulen, die entsprechende Studiengänge anbieten.

Entsprechende Möglichkeiten gibt es z.B. in den Wojewodschaften Wielkopolskie oder Zachodniopomorskie:

 

1. Politechnika Poznańska, Wydział Budownictwa i Inżynierii Środowiska [Technische Universität in Poznań, Fakultät für Bauwesen und Umwelttechnik], pl. Marii Skłodowkiej-Curie 5, 60-965 Poznań, www.put.poznan.pl,

Studiengang: Bauwesen

Fachgebiet: Straßenbauwesen

2.Politechnika Koszalińska, Wydział Inżynierii Lądowej, Środowiska i Geodezji [Technologische Universität in Koszalin, Fakultät für Bauingenierwesen, Umwelttechnik und Vermessungskunde], ul. Śniadeckich 2, 75-453 Koszalin, www.tu.koszalin.pl,

Studiengang: Bauwesen

Fachgebiet: Straßenbauwesen

Interessante Links

In Polnisch:

Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Straßenbautechnik:

http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=311206

Lehrprogramm für den Beruf Techniker für Straßenbautechnik:

http://www.koweziu.edu.pl/programy_nauczania/pliki/311206_P.doc

Beschreibung des Berufs Techniker für Straßenbautechnik:

http://zielonalinia.gov.pl/default.aspx?docId=2071&dictword=997

Internetseite mit Informationen über verwandte Studiengänge:

http://www.perspektywy.pl/portal/index.php?option=com_content&view=article&id=2&Itemid=113#top-wyszukiwarka

Job- und Bewerberdatenbanken

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen ist zu hier finden. Darunter einige Kontaktadressen aus der Region: 

NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. E. Borowskiego 31
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. Lisowskiego 5
65-072 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
[centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
ul. Wyspiańskiego 130
65-036 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
[organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
ul. Reja 6
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
[regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
ul. Kazimierza Wielkiego 1
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Obotrycka 8
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Reja 9
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitsvermittler

Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Walczaka 110
66-400 Gorzów Wlkp
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Pl. Powstańców Wlkp. 1
66-300 Międzyrzecz
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Mickiewicza 3
69-100 Słubice
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Al. Wolności 39
66-500 Strzelce Krajeńskie
[Polska / Polen]
E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Lipowa 18 b
69-200 Sulęcin
[Polska / Polen]
E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
Homepage