Baugeräteführer/-in in Deutschland

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Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

 

Baugeräteführer/-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in Betrieben und Unternehmen der Baubranche angeboten.

Abschluss: Baugeräteführer/ Baugeräteführerin

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Vor Beginn der Bauarbeiten transportieren Baugeräteführer/-innen ihre Baugeräte zur Baustelle, stellen sie auf und stimmen sie, wenn nötig, auf die örtlichen Gegebenheiten ab. Dann planieren sie zunächst das Gelände und sichern die Baustelle ab. Sie führen und bedienen verschiedenste Baugeräte, etwa Kräne, Planierraupen, Walzen, Bagger oder Betonmischgeräte. Beispielsweise transportieren sie Bauteile, be- und verarbeiten Bau- und Bauhilfsstoffe und führen Erdbewegungsarbeiten durch. Zudem warten und pflegen sie die Baugeräte und erledigen kleinere Reparaturen und Umrüstungen der Baumaschinen, z.B. das Auswechseln mobiler Zusatzgeräte.

Quelle:

BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Baugeräteführer/-in hat kein direktes Pendant unter den polnischen Ausbildungsberufen, ist aber teilweise vergleichbar mit dem polnischen Beruf:

  • Mechaniker für Straßenbaumaschinen und -geräte (poln. mechanik maszyn i urządzeń drogowych), Ausbildungsniveau – dreijährige Branchenschule (polnische Bezeichnung: Branżowa Szkoła I Stopnia).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Die Ausbildungsstätte ist im dualen System in erster Linie der Betrieb. Zusätzlich gibt es Berufsschulen (in Brandenburg heißen sie "Oberstufenzentren"). Das Ausbildungsunternehmen informiert, welche die entsprechende Schule für diesen Beruf in der Region ist.

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Baugeräteführer/-innen mit Hauptschulabschluss ein.

Quelle:

BERUFENET

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Die Verkürzungsdauer beträgt meist 6 Monate.

Ausbildungsinhalte

Im 1. und 2. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • welche unterschiedlichen Arbeiten in der Bautechnik vorkommen (Gräben und Gruben ausheben, Gründungen herstellen, Oberböden abtragen, lagern, pflegen und andecken, Böden lösen, laden, fördern, einbauen und verdichten, Fertigteile transportieren und einbauen)
  • worauf beim Umgang mit Vermessungsgeräten zu achten ist
  • wie man mit hydraulischen und pneumatischen Systemen, Maschinenelementen und Fahrwerken von Baugeräten umgeht
  • wie Baugeräte gewartet werden müssen und wie dabei Kraft- und Schmierstoffe sowie Hydrauliköle eingesetzt, kontrolliert, nachgefüllt und gewechselt werden
  • wie man Baugeräte in Betrieb setzt und zum Beispiel mit Anbaugeräten oder Zusatzausrüstungen umrüstet
  • wie man Baustellen, Arbeits- und Schutzgerüste einrichtet und sichert

Im 3. Ausbildungsjahr wird den Auszubildenden unter anderem vermittelt:

  • wie man profilgerechte Böschungen und Oberflächenentwässerungen herstellt
  • wie Frostschutzschichten sowie gebundene und ungebundene Tragschichten hergestellt werden
  • wie man die zwei klassischen Baugeräte – Kran und Bagger, insbesondere Hydraulikbagger, Rad- und Kettenlader, Verdichtungsgeräte, Turmkräne und Spezialtiefbaugeräte, bedient und führt
  • wie Baugeräte verladen und umgesetzt werden
  • wie man Bauteile und Baugruppen sowie Sicherheitseinrichtungen auf ihre Funktion prüft und Einstellungen vornimmt
  • woran man Störungen und Fehler an Bauteilen, Baugruppen und Systemen von Baugeräten erkennt, wie man sie eingrenzt und bewertet

 Quelle:

BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

Unterrichtsstunden bezogen auf die 3-jährige Berufsausbildung:

 

  1. Einrichten einer Baustelle: 40 h
  2. Errichten einer Mauer: 40 h
  3. Herstellen eines Stahlbetonbauteiles: 40 h
  4. Bearbeiten von Metallen und Kunststoffen: 40 h
  5. Warten von Verbrennungsmotoren: 60 h
  6. Kontrollieren von Baugruppen: 60 h
  7. Handhaben elektrischer Anlagen: 40 h
  8. Warten von Triebwerken: 60 h
  9. Instandhalten der Fahrwerke: 60 h
  10. Herstellen von Baugruben und Gräben: 40 h
  11. Herstellen von Gründungen: 80 h
  12. Führen von Geräten für Erdarbeiten: 120 h
  13. Bedienen von Spezialtiefbaugeräten: 40 h
  14. Führen von Baugeräten im Straßenbau: 60 h
  15. Betonieren einer Geschossdecke: 60 h

 

Gesamtstunden: 840 Stunden

 

Genaue Infos dazu auf den Seiten der Kultusministerkonferenz:

 (Stichwort: “Rahmenlehrplan”)

Stundenpensum (Praxis)

Während einer dualen Ausbildung werden angehende Baugeräteführer/-innen im Ausbildungsbetrieb praktisch und in der Berufsschule theoretisch ausgebildet.

Der praktische Teil der Ausbildung macht in der Regel ca. 80% der Gesamtausbildungszeit aus.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Ausbildungsvergütung

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist abhängig vom Ausbildungsbereich (z.B. Industrie und Handel, Handwerk) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet.

Auch die Stadt/Region ist entscheidend für die Höhe der Ausbildungsvergütung, es kommt immer noch zu Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können monatlich ca. 800 bis 1000 € Ausbildungsvergütung erhalten.

Quelle:

Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)

Berufs- und Verdienstaussichten

Verdienst/Einkommen

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Daher kann man die aktuellen regionalen Gehälter am besten auf folgenden Webseiten erfahren:

www.gehalt.de

www.gehaltsvergleich.com

www.nettolohn.de

Tarifliche Regelungen

Über tarifliche Regelungen informiert die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Weiterbildung kann dazu dienen, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen.

Qualifizierungslehrgänge:

  • Wartung, Instandhaltung, Instandsetzung
  • Baumaschinen
  • Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz – Bauwesen
  • Bautechnik

Aufstiegsweiterbildungen:

- Meister/-innen:

  • Geprüfter Baumaschinenmeister/Geprüfte Baumaschinenmeisterin

- Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Technischer Fachwirt/Technische Fachwirtin

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

Studienfächer:

  • Bauingenieurwesen (Bachelor)
  • Maschinenbau (Bachelor)

Diverse Aufstiegsfortbildungen und Seminare: IHK-Projektgesellschaft mbH www.ihk-projekt.de.

Interessante Links

http://www.baunetzwissen.de

Baunetzwissen

http://www.bauexpertenforum.de

Bauexpertenforum

http://www.bauBERUFENET

Das  deutsche Baugewerbe

http://www.baulinks.de

Das unabhängige Bauportal

Job- und Bewerberdatenbanken

http://www.handwerkerstellen.de

Deutschlands Stellenmarkt für Handwerk und Technik

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de
allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert


http://www.jobsuche.de
allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion


http://www.jobrobot.de
Unterteilung in Branchen und Regionen


http://www.stepstone.de
Große Jobbörse für Industrie und Gewerbe.

http://www.stellenanzeigen.de

So sucht man heute

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

IG Metall Ostbrandenburg
Peter Ernsdorf
Zehmeplatz 11
D-15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0)335-554990
Tel.: +49 (0)335 - 5549734
E-mail: ostbrandenburg@igmetall.de
Homepage

IG Bauen-Agrar-Umwelt
Bezirksverband Oderland
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 54 97 25
Tel.: +49335 54 42 28
E-mail: eberswalde@igbau.de
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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