Techniker für Keramiktechnologie in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

Technische Sekundarschule(polnische Bezeichnung: technikum)

 

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen der Gymnasien bestimmte Schulart. Nach dem Beenden der technischen Sekundarschule erreichen die Schüler den mittleren Schulabschluss und haben die Möglichkeit, nach bestandener beruflicher Abschlussprüfung, die jeweilige Berufsbezeichnung zu erwerben. Bestandene Reifeprüfung (Abitur) ermöglicht eine Ausbildungsfortsetzung in Hochschulen und Universitäten.

Berufsabschluss: Techniker für Keramiktechnologie (poln. technik technologii ceramicznej)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Absolventen mit dem Berufsabschluss Techniker für Keramiktechnologiefinden Arbeit in der Keramikindustrie, z.B.:

  • in Porzellanfabriken,
  • in Ziegeleien,
  • bei Herstellern von Sanitärkeramik, Rohren oder Fliesen.

 

Tätigkeitsschwerpunkte der Techniker für Keramiktechnologie:

  • technologische Prozesse in der Herstellung von keramischen Rohstoffen und Massen zu  überwachen,
  • Dokumentation über ausgeführte Produktions- und Laborarbeiten zu führen,
  • Anlagenführer-Teams zu leiten,
  • mit anderen Produktionsabteilungen und Kontrolldiensten des Betriebs zwecks Erfüllung von quantitativen und qualitativen Aufgaben zusammenzuarbeiten.
  • Regeln des ordnungsgemäßen Betriebs von Maschinen und Anlagen, die in der Keramikindustrie zum Einsatz kommen, einzuhalten,
  • mit technologischen Diensten des Betriebs bei der Erarbeitung verfahrenstechnischer Vorgaben und Qualitätsnormen zusammenzuarbeiten,
  • Computertechnik in den Steuerungsprozessen, in der Herstellung und bei der Abnahme der Erzeugnisse einzusetzen,
  • Einhaltung von Normen und Vorschriften über Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz, Brandschutz und Umweltschutz durch Mitarbeiter zu kontrollieren.

    Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

    Der polnische Beruf Techniker für Keramiktechnologie (poln. technik technologii ceramicznej) ist teilweise vergleichbar mit folgenden deutschen Berufen:

    • Staatlich geprüfte/-r Techniker/-in der Fachrichtung Keramiktechnik,  Ausbildungsniveau – landesrechtlich geregelte Weiterbildung an Fachschulen. In Vollzeitunterricht dauert die Weiterbildung 2 bis maximal 3 Jahre, in Teilzeitform minimal 2 Jahre.
    • Industriemeister/-in der Fachrichtung Keramik, Ausbildungsniveau – berufliche Weiterbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Industriemeisterprüfung ist durch Rechtsvorschriften der Industrie- und Handelskammern geordnet. Bildungseinrichtungen von Industrie- und Handelskammern sowie anderen Bildungsträgern bieten Vorbereitungskurse auf die Industriemeisterprüfung an (Teilzeit als Blockunterricht ca. 2 Jahre). Für die Zulassung zur Meisterprüfung ist die Teilnahme an den Vorbereitungslehrgängen jedoch nicht verpflichtend.

    Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

    Ausbildungsstätten

    Im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober gibt es zurzeit keine Ausbildungsstätten, die Ausbildung zum Techniker für Keramiktechnologie anbieten.

    Entsprechende Angebote gibt es u.a. in den Wojewodschaften Opolskie oder Pomorskie:

    1. Zespół Szkół Zawodowych, ul. Struga 16, 45-073 Opole, www.staszic.opole.pl
    2. Powiatowy Zespół Szkół Nr 2, ul. Wybickiego 1, 83-400 Kościerzyna, www.pzs2.vel.pl

    Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

    Personen, die eine Ausbildung zum Techniker für Keramiktechnologie in einer vierjährigen technischen Sekundarschule aufnehmen möchten, müssen folgende Aufnahmevoraussetzungen erfüllen:

    • Gymnasiumsabschluss,
    • positive Zeugnisnoten in ausgewählten Schulfächern,
    • andere Erfolge (z.B. Wettbewerbe, Facholympiaden).

    Erforderliche Unterlagen:

    • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
    • Gymnasiumsabschlusszeugnis,
    • Bescheinigung über ausführliche Ergebnisse der Gymnasiumsabschlussprüfung, 
    • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung  in dem gegebenen Beruf vorliegen,
    • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

      Ausbildungsdauer

      Technische Sekundarschule: Ausbildungsdauer 4 Jahre


      Ausbildungsinhalte

      Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*:

      Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Keramiktechnologie festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

      1. Ausbildungseffekte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungseffekte und Ausbildungseffekte, die für Berufe aus den Ausbildungsbereichen Mechanik und Bergbau/Hüttenwesen  gemeinsam sind) – 330 Stunden
      2. Rohstoffe und keramische Massen vorbereiten – 310 Stunden
      3. Keramische Halberzeugnisse formen, trocknen und brennen – 410 Stunden
      4. Herstellungsprozesse von Keramikerzeugnissen organisieren und führen – 300 Stunden

      Die Prüfung zum Abschluss der ersten Qualifikation „Rohstoffe und keramische Massen vorbereiten” findet gegen Ende des zweiten Schuljahres statt.

      Die Prüfung zum Abschluss der zweiten Qualifikation „Keramische Halberzeugnisse formen, trocknen und brennen” findet gegen Ende des dritten Schuljahres statt.

      Die Prüfung zum Abschluss der dritten Qualifikation „Herstellungsprozesse von Keramikerzeugnissen organisieren und führen” findet gegen Ende des ersten Semesters des vierten Schuljahres statt.

      *) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten, für alle Berufe und für Berufe des gegebenen Ausbildungsbereiches gemeinsamen Ausbildungseffekte, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.

      Stundenpensum (Theorie)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon 735 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der theoretischen Berufsausbildung mit Stundenpensum:

      1. Keramische Rohstoffe und Massen – 270 h
      2. Technologische Prozesse in der Keramikindustrie – 255 h
      3. Produktion von keramischen Erzeugnissen organisieren – 165 h
      4. Berufsbezogene Fremdsprache in der Keramikbranche – 30 h
      5. Wirtschaftliche Tätigkeit in der Keramikbranche – 30 h

      Theoriestunden insgesamt: 750

      Stundenpensum (Praxis)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon 735 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der praktischen Berufsausbildung mit Stundenpensum*:

      1. Betrieb von Maschinen und Anlagen zur Vorbereitung der Rohstoffe und Herstellung keramischer Massen – 300 h
      2. Betrieb von Maschinen und Anlagen zum Formen, Trocknen und Brennen keramischer Halberzeugnisse – 255 h
      3. Planung und Kontrolle von technologischen Prozessen in der Keramikindustrie – 195 h

      Łączna liczba godzin na kształcenie praktyczne: 750

      *) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und in Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

      Kosten der Ausbildung

      Öffentliche Schulen – kostenfrei

      Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

      Ausbildungsvergütung und -förderungen

      Im Gegensatz zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

      Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

      Berufs- und Verdienstaussichten

      Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als gering zu bezeichnen ist.

      Das Einkommen der Techniker für Keramiktechnologie beträgt durchschnittlich ca.2.300 – 2.800  Zloty bruttoim Monat.

      Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

      Tarifliche Regelungen

      Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

      Weiterbildungsmöglichkeiten

      Techniker für Keramiktechnologie, Absolventen einer vierjährigen technischen Sekundarschule mit bestandener Reifeprüfung (Hochschulzugangsberechtigung) haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Hochschulen und Universitäten fortzusetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für einen der verwandten Studiengänge, z.B. Materialingenieurwesen, zu entscheiden.

      Im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober gibt es zurzeit keine Hochschulen, die entsprechende Studiengänge anbieten.

      Entsprechende Möglichkeiten gibt es z.B. in den Wojewodschaften Wielkopolskie und Zachodniopomorskie:

      1. Politechnika Poznańska, Wydział Budowy Maszyn i Zarządzania, [Technische Universität in Poznań, Fakultät für Maschinenbau und Management], ul. Piotrowo 3, 60-965 Poznań, www.wbmiz.put.poznan.pl

      Studiengang: Materialingenieurwesen

      2. Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny, Wydział Inżynierii Mechanicznej i Mechatroniki [Technische Universität in Szczecin, Fakultät für Mechanisches Ingenieurwesen und Mechatronik], Al. Piastów 17, 70-310 Szczecin, www.zut.edu.pl

      Studiengang: Materialingenieurwesen

      Interessante Links

      In Polnisch:

      Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Keramiktechnologie:

      http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=311921

      Lehrprogramm für den Beruf Techniker für Keramiktechnologie:

      http://www.koweziu.edu.pl/programy_nauczania/pliki/311921_P.doc

      Beschreibung des Berufs Techniker für Keramiktechnologie:

      http://psz.praca.gov.pl/klasyfikacja_zawodow/index.php?klasyfikacja_zawodow_id=1382

      Internetseite mit Informationen über verwandte Studiengänge:

      http://www.perspektywy.pl/portal/index.php?option=com_content&view=article&id=2&Itemid=113#top-wyszukiwarka

      Job- und Bewerberdatenbanken

      Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

      Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen ist hier zu finden. Darunter einige Kontaktadressen aus der Region:

      NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. E. Borowskiego 31
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. Lisowskiego 5
      65-072 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
      [centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
      ul. Wyspiańskiego 130
      65-036 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

      Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
      [organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
      ul. Reja 6
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
      [regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
      ul. Kazimierza Wielkiego 1
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Obotrycka 8
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Reja 9
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitsvermittler

      Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Walczaka 110
      66-400 Gorzów Wlkp
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Pl. Powstańców Wlkp. 1
      66-300 Międzyrzecz
      [Polska / Polen]
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      Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Mickiewicza 3
      69-100 Słubice
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Al. Wolności 39
      66-500 Strzelce Krajeńskie
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Lipowa 18 b
      69-200 Sulęcin
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
      Homepage