Techniker für Hochseefischerei in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

 

Technische Sekundarschule(polnische Bezeichnung: technikum)

 

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen der Gymnasien bestimmte Schulart. Nach dem Beenden der technischen Sekundarschule erreichen die Schüler den mittleren Schulabschluss und haben die Möglichkeit, nach bestandener beruflicher Abschlussprüfung, die jeweilige Berufsbezeichnung zu erwerben. Bestandene Reifeprüfung (Abitur) ermöglicht eine Ausbildungsfortsetzung in Hochschulen und Universitäten.

Berufsabschluss: Techniker für Hochseefischerei(poln. technik rybołówstwa morskiego)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Absolventen mit dem Berufsabschluss Techniker für Hochseefischereifinden Arbeit in:

  • in Fischfangbetrieben in der Küstenfischerei sowie in der kleinen und großen Hochseefischerei,
  • bei Fischereibehörden.

Man kann auch eigenes Gewerbe anmelden und sich selbstständig machen (z.B. eigenes Fischerei- oder Anglerkutter).

Zu den Tätigkeitsschwerpunkten der Techniker für Hochseefischereigehört es:

  • Seefahrt und Fangbetrieb zu planen und durchzuführen,
  • Verladeprozesse auf Fischereischiffen durchzuführen,
  • Schiffsmaschinen, -anlagen und -installationen auf Fischereischiffen zu bedienen.

    Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

    Der polnische Beruf Techniker für Hochseefischerei(poln. technik rybołówstwa morskiego) hat kein direktes Pendant unter den deutschen Ausbildungsberufen, ist aber teilweise vergleichbar mit folgenden deutschen Berufen:

    • Fischwirt/-in, Ausbildungsart – bundesweit geregelte 3-jährige duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Ausbildung wird in den folgenden Schwerpunkten angeboten: Kleine Hochsee- und Küstenfischerei, Fischhaltung und Fischzucht oder Seen- und Flussfischerei.
    • Fischwirtschaftsmeister/in im Produktionsbereich Kleine Hochsee- und Küstenfischerei, Ausbildungsart – berufliche Weiterbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Meisterprüfung ist bundesweit einheitlich geregelt. Bildungseinrichtungen im Bereich der Landwirtschaft und andere Bildungseinrichtungen bieten Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung an (Vollzeit ca. 5 bis 7 Wochen). Für die Zulassung zur Meisterprüfung ist die Teilnahme an den Vorbereitungslehrgängen jedoch nicht verpflichtend.
    • Nautische/-r Schiffsoffizier/-in in der kleinen Hochseefischerei, Ausbildungsart – landesrechtlich geregelte Weiterbildung an Fachschulen, die in Vollzeit mindestens 1 Jahr dauert. Nach bundeseinheitlicher Seeleute-Befähigungsverordnung erlangt man damit das Befähigungszeugnis "Nautischer Wachoffizier BKW mit der Befugnis zum Wachoffizier in der Kleinen Hochseefischerei".
    • Nautische/-r Schiffsoffizier/-in in der großen Hochseefischerei, Ausbildungsart – landesrechtlich geregelte Weiterbildung an Fachschulen, die in Vollzeit mindestens 2 Jahre dauert. Nach bundeseinheitlicher Seeleute-Befähigungsverordnung erlangt man damit das Befähigungszeugnis "Nautischer Wachoffizier BGW mit der Befugnis zum Wachoffizier in der Großen Hochseefischerei".

    Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

    Ausbildungsstätten

    Zum Bearbeitungszeitpunkt des Berufsprofils wurden keine Ausbildungsangebote gefunden.

    Wir empfehlen, Suchmaschinen mit Ausbildungsangeboten regelmäßig zu besuchen, z.B.:

    1. System Informacji Oświatowej (Bildungsinformationssystem), http://www.cie.men.gov.pl/index.php/wyszukiwarka.html

    Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

    Personen, die eine Ausbildung zum Techniker für Hochseefischerei in einer vierjährigen technischen Sekundarschule aufnehmen möchten, müssen folgende Aufnahmevoraussetzungen erfüllen:

    • Gymnasiumsabschluss,
    • positive Zeugnisnoten in ausgewählten Schulfächern,
    • andere Erfolge (z.B. Wettbewerbe, Facholympiaden).

    Erforderliche Unterlagen:

    • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
    • Gymnasiumsabschlusszeugnis,
    • Bescheinigung über ausführliche Ergebnisse der Gymnasiumsabschlussprüfung, 
    • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung  in dem gegebenen Beruf vorliegen,
    • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

      Ausbildungsdauer

      Technische Sekundarschule: Ausbildungsdauer 4 Jahre

      Ausbildungsinhalte

      Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*:

      Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Hochseefischerei festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

      1. Ausbildungsinhalte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungsinhalte und Ausbildungsinhalte, die für Berufe aus dem Ausbildungsbereich Verwaltung/Dienstleistungen gemeinsam sind) – 200Stunden
      2. Wachdienst auf Fischereischiffen auf See und im Hafen leisten – 1000 Stunden 

      Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Wachdienst auf Fischereischiffen auf See und im Hafen leisten” findet gegen Ende des ersten Semesters des vierten Schuljahres statt.

      *) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten, für alle Berufe und für Berufe des gegebenen Ausbildungsbereiches gemeinsamen Ausbildungseffekte, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst. 

      Stundenpensum (Theorie)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon mindestens 735 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der theoretischen Berufsausbildung mit Stundenpensum:

      1. Navigation und Seefahrtplanung – 150 h
      2. Schiffsmaschinen und Hilfsanlagen – 90 h
      3. Transporttechnologie und Fangtechniken in der Hochseefischerei – 90 h
      4. Navigationssicherheit und Rettungswesen zur See – 120 h
      5. Konstruktion und Stabilität des Schiffs – 120 h
      6. Kommunikation auf See und das GMDSS – 75 h
      7. Betreiben und Management eines Fischereischiffs – 45 h
      8. Seefahrtsrecht und Schutz der Meeresumwelt – 45 h

      Theoriestunden insgesamt: 735

      Stundenpensum (Praxis)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon mindestens 735 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der praktischen Berufsausbildung mit Stundenpensum*:

      1. Navigation und Seefahrtplanung – 150 h
      2. Werkstattarbeiten und Schiffswartung – 180 h
      3. Transporttechnologie und Fangtechniken in der Hochseefischerei– 30 h
      4. Navigationssicherheit und Rettungswesen zur See – 60 h
      5. Kommunikation auf See und das GMDSS – 45 h
      6. Schiffsmaschinen und Hilfsanlagen – 30 h
      7. Berufsbezogenes Englisch – 90 h
      8. Konstruktion und Stabilität des Schiffs – 30 h
      9. Berufspraktikum auf See – 160 h 

      Praxisstunden insgesamt: 775

      *) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und in Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

      Kosten der Ausbildung

      Öffentliche Schulen – kostenfrei

      Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden

      Ausbildungsvergütung und -förderungen

      Im Unterschied zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

      Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

      Berufs- und Verdienstaussichten

      Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als gering zu bezeichnen ist.

      Das Einkommen der Techniker für Hochseefischerei beträgt durchschnittlich ca.2.000 Zloty bruttoim Monat.

      Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

      Tarifliche Regelungen

      Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

      Weiterbildungsmöglichkeiten

      Techniker für Hochseefischerei, Absolventen einer vierjährigen technischen Sekundarschule mit bestandener Reifeprüfung (Hochschulzugangsberechtigung) haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Hochschulen und Universitäten fortzusetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für einen der verwandten Studiengänge, z.B. Navigation mit dem Schwerpunkt Meeresfischfang, zu entscheiden.

      Im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober gibt es zurzeit keine Hochschulen, die entsprechende Studiengänge anbieten.

      Entsprechende Möglichkeiten gibt es z.B. in der Wojewodschaft Zachodniopomorskie:

      1. Akademia Morska w Szczecinie, Wydział Nawigacyjny [Seefahrt-Akademie in Szczecin, Navigationsfakultät], Wały Chrobrego 1-2, 70-500 Szczecin, www.am.szczecin.pl

      Studiengang: Navigation

      Schwerpunkt: Meeresfischfang

      Interessante Links

      In Polnisch:

      Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Hochseefischerei:

      http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=315215

      Lehrprogramm für den Beruf Techniker für Hochseefischerei:

      http://www.koweziu.edu.pl/programy_nauczania/pliki/315215 P.doc

      Beschreibung des Berufs Techniker für Hochseefischerei:

      http://szkola.zse.edu.pl/glowna.php?id=148&l=43

      Suchmaschine für verschiedene Studiengänge:

      http://www.perspektywy.pl/portal/index.php?option=com_content&view=article&id=2&Itemid=113#top-wyszukiwarka

      Job- und Bewerberdatenbanken

      Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

      Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen ist hier zu finden. Darunter einige Kontaktadressen aus der Region:

      NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. E. Borowskiego 31
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. Lisowskiego 5
      65-072 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
      [centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
      ul. Wyspiańskiego 130
      65-036 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

      Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
      [organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
      ul. Reja 6
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
      [regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
      ul. Kazimierza Wielkiego 1
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Obotrycka 8
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Reja 9
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitsvermittler

      Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Walczaka 110
      66-400 Gorzów Wlkp
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Pl. Powstańców Wlkp. 1
      66-300 Międzyrzecz
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Mickiewicza 3
      69-100 Słubice
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Al. Wolności 39
      66-500 Strzelce Krajeńskie
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Lipowa 18 b
      69-200 Sulęcin
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
      Homepage