Zahnarzt in Polen

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Ausbildungsart und Abschluss

Ausbildungsart: Hochschulstudium
 

Ein Studium im Studiengang Zahnmedizin bzw. Stomatologie dauert 5 Jahre und ist eine unabdingbare Bedingung, um die Tätigkeit als Zahnarzt aufnehmen zu dürfen.  Die Studiengänge werden in der Regel von Fakultäten für Humanmedizin an medizinischen Akademien und medizinischen Universitäten angeboten.

Berufsabschluss: Zahnarzt (poln. lekarz dentysta) 

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Nach Abschluss des Studiumskönnen Absolventen gemäß ihrer Ausbildung als Zahnärzte in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens, d.h. in Einrichtungen der ambulanten zahnmedizinischen Versorgung, in Kliniken und Krankenhäusern sowie in privaten Zahnarztpraxen und -kliniken arbeiten. Sie können aber auch in der Wissenschaft, Forschung und Entwicklung und Institutionen, die sich mit der Gesundheitsförderung beschäftigen, tätig werden. Mit entsprechender Berufserfahrung können sie auch eine eigene Zahnartpraxis eröffnen.

Zu Aufgaben- und Tätigkeitsbereichen eines Zahnarztes gehört es vor allem:

 

  • Zahn-, Zahnfleisch- und Mundschleimhauterkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln,
  • Gebissfehlstellungen zu korrigieren,
  • prothetische Behandlung durchzuführen,
  • Patienten über ordnungsgemäße Zahn- und Mundhygiene zu informieren.

Bei der Spezialisierung zum Facharzt für Kiefer- und Gesichtschirurgie gehört zum Aufgabenbereich des Zahnarztes auch die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen im Bereich des Gesichtsschädels sowie Durchführung von nichtoperativen und operativen Eingriffen bei Tumoren, Entzündungserkrankungen und Verletzungen (darunter auch im Bereich der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie). Die Aufgaben umfassen auch die postoperative Pflege und spätere Rehabilitation der Patienten.

Außerdem gibt es weitere Spezialisierungsmöglichkeiten, z.B. in der Oralchirurgie, Kinderzahnmedizin, Zahnerhaltungskunde, zahnärztlichen Prothetik, Parodontologie und Kieferorthopädie.
 

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der polnische Beruf Zahnarzt (poln. lekarz dentysta) ist vergleichbar mit dem deutschen Beruf:

  • Zahnarzt / Zahnärztin, Ausbildungsniveau – Hochschulausbildung (5,5 Jahre).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

In ganz Polen gibt es insgesamt neun Hochschulen, die eine Ausbildung im Beruf Zahnarzt anbieten:

 

1. Pomorski Uniwersytet Medyczny w Szczecinie [Pommersche Medizinische Universität in Szczecin], ul. Rybacka 1, 70-204 Szczecin, www.pum.edu.pl

Fakultät: Zahnmedizin

 

2. Uniwersytet Medyczny im. Karola Marcinkowskiego w Poznaniu [Karol-Marcinkowski-Universität für Medizin in Poznań], ul. Fredry 10, 61-701 Poznań, www.usoms.poznan.pl

Fakultät: Humanmedizin II

Studiengang: Zahnmedizin

 

3. Gdański Uniwersytet Medyczny [Medizinische Universität in Gdańsk], Al. Zwycięstwa 41-42, 80-210 Gdańsk, www.gumed.edu.pl

Studiengang: Zahnmedizin

 

4. Warszawski Uniwersytet Medyczny [Medizinische Universität in Warszawa], ul. Żwirki i Wigury 61, 02-091 Warszawa, www.wum.edu.pl

Studiengang: Zahnmedizin

 

5. Śląski Uniwersytet Medyczny w Katowicach [Schlesische Medizinische Universität in Katowice], Pl. Traugutta 2, 41-800 Zabrze, www.slam.katowice.pl

Fakultät: Humanmedizin mit einer zahnärztlichen Abteilung in Zabrze

Studiengang: Zahnmedizin

 

6. Uniwersytet Jagielloński [Jagiellonen Universität],, ul. św. Anny 12, 31-008 Kraków, www.wl.uj.edu.pl

Fakultät: Humanmedizin

Studiengang: Zahnmedizin

 

7. Uniwersytet Medyczny w Białymstoku [Medizinische Universität in Białystok], ul. Jana Kilińskiego 1, 15-089 Białystok, www.umb.edu.pl

Studiengang: Zahnmedizin

 

8. Uniwersytet Medyczny w Lublinie [Medizinische Universität in Lublin], Al. Racławickie 1, 20-059 Lublin, www.umlub.pl

Fakultät: Humanmedizin mit einer zahnärztlichen Abteilung

Studiengang: Zahnmedizin

 

9. Uniwersytet Medyczny w Łodzi [Medizinische Universität in Łódź], Al. Kościuszki 4, 90-419 Łódź, www.umed.pl

Fakultät: Humanmedizin mit einer zahnärztlichen Abteilung

Studiengang: Zahnmedizin

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Personen, die ein Studium im Studiengang Zahnmedizin aufnehmen möchten, müssen einen mittleren Bildungsabschluss mit bestandener Abiturprüfung (Hochschulberechtigung) besitzen und eine entsprechende Punktezahl während der Abitur- oder Aufnahmeprüfung in Biologie und Chemie (erweitertes Niveau) und in Mathematik (mindestens Grundniveau) oder Physik und Astronomie (erweitertes Niveau) erreichen.

Erforderliche Unterlagen:
 

  • Kopie des Reifezeugnisses,
  • Kopie des Schulabschlusszeugnisses,
  • ein vom Facharzt für Arbeitsmedizin ausgestelltes Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Hochschulausbildung in dem Studiengang vorliegen,
  • 3 aktuelle Ausweisfotos,
  • beidseitige Kopie des Personalausweises oder eines anderen Ausweisdokuments für Studienbewerber aus dem Ausland.

Ausbildungsdauer

Ein Studium der Zahnmedizin ist ein fünfjähriges Studium auf dem Niveau eines einheitlichen Magisterstudienganges. Die Regelstudienzeit beträgt insgesamt 10 Semester + 6 Semester (Prüfungszeit für die zahnärztliche Prüfung), d.h. 56 Monate. Das Studienprogramm sieht keine Verteidigung der Magisterarbeit vor. Absolventen des Studiengangs Zahnmedizin wird das Recht verliehen, den Berufstitel eines Zahnarztes zu führen.

Ausbildungsinhalte

Das Studienprogramm berücksichtigt u.a. folgende Fächer:

  • Anatomie,
  • Chemie,
  • Biologie,
  • Latein,
  • Prothetik,
  • ärztliche Psychologie,
  • zahnärztliche Werkstoffkunde,
  • Endodontie,
  • Physiologie des Kauapparats,
  • Physiologie der Schwangerschaft,
  • Zahnerhaltungskunde,
  • Pharmakologie,
  • Chirurgie,
  • Oralpathologie,
  • Kieferorthopädie,
  • Histologie,
  • Infektiöse Krankheiten,
  • Parodontologie,
  • Pedodontie,
  • Öffentliche Gesundheit,
  • Radiologie,
  • Gerichtsmedizin.


Während des Studium werden Pflichtpraktika realisiert, sowohl in Zahnarztpraxen als auch in Krankenhäusern (in Bereichen: Krankenpflege, Zahnerhaltungskunde, Prothetik, Chirurgie). 

Stundenpensum (Theorie)

Stundenpensum Theorie: nicht weniger als 5000 Stunden

 

Stundenpensum (Praxis)

Stundenpensum Praxis: 640 Stunden Praxis +110 Stunden praktischer Ausbildung unter klinischen Bedingungen

Kosten der Ausbildung

Öffentliche Hochschulen – kostenfrei

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Trifft nicht zu

Berufs- und Verdienstaussichten

Berufsperspektiven

 

Nach Abschluss des Studiums erhält man zuerst eine eingeschränkte Berechtigung zur Ausübung des Berufs des Zahnarztes und muss ein einjähriges Pflichtpraktikum nach dem Diplom ableisten. Dafür muss man sich an die Bezirksärztekammer mit dem Antrag auf Zuweisung einer Praktikumsstelle wenden. Entsprechende Formblätter sind auf Internetseiten der Bezirksärztekammer zu finden.

Gemäß Vorschriften des Gesetzes über den Beruf des Arztes haben Ärzte, die ihr Pflichtpraktikum nach dem Diplom beenden, eine Staatliche Arztprüfung (Lekarski Egzamin Państwowy, kurz LEP) abzulegen, um die volle Berechtigung zur Ausübung des Berufs zu erlangen. Die Prüfung in Form eines schriftlichen Tests mit 200 Fragen umfasst die Inhalte aus dem Rahmenplan des Pflichtpraktikums  für Zahnärzte.

Nach dem einjährigen Pflichtpraktikum und erfolgreich bestandener Staatlichen Arztprüfung darf man sich um die volle Berechtigung zur Ausübung des Berufs bewerben.

Verdienstaussichten

 

Zahnärzte, die während des einjährigen Pflichtpraktikums nach dem Diplom in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens beschäftigt sind, verdienen ca. 1.000 Zloty netto. Nach der Erlangung der Berechtigung zur Berufsausübung können sie mit einem Monatsgehalt von 1.600-2.500 Zloty netto rechnen. Das Einkommen der Zahnärzte in privaten Zahnarztpraxen und -kliniken kann höher werden, ist allerdings von der Zahl der behandelten Patienten abhängig.

Viel besser sieht die finanzielle Lage aus, wenn man eine private Zahnarztpraxis eröffnet. In einem solchen Fall ist mit einem vom Monatseinkommen von mehr als 10.000 Zloty zu rechnen. Es ist allerdings von der Lage der Praxis, der Patientenzahl und von dem angebotenen Preisniveau abhängig.

Tarifliche Regelungen

Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Zahnmedizin unterliegt einer ständigen Weiterentwicklung – immer wieder gibt es neue Behandlungsmethoden mit Hilfe immer mehr spezialisierter Geräte. Es ist also empfehlenswert das eigene Fachwissen durch Weiterbildung kontinuierlich zu ergänzen.

Nach Abschluss des Studiums kann man die Ausbildung fortsetzen und z.B. eine der folgenden Spezialisierungsmöglichkeiten wahrnehmen:

  • Oralchirurgie,
  • Zahnärztliche Prothetik,
  • Zahnerhaltungskunde,
  • Parodontologie
  • Kinderzahnmedizin.

Absolventen der Zahnmedizin können sich auch für andere weiterbildende Studiengänge entscheiden, z.B.:

  • Management von Humanressourcen in Einrichtungen des Gesundheitswesens,
  • Projektmanagement im Medizinbereich.

Interessante Links

In Polnisch:

Internetportal der Zahnmedizinstudenten:

www.portal.zemby.pl

Zahnärztliche Internetportale:

www.stomatolog.com

www.stomatolog.com.pl

Job- und Bewerberdatenbanken

In Polnisch:

Jobbörse für Zahnärzte:

http://praca.trovit.pl/lekarz-stomatolog

Allgemeine Internet-Jobbörsen:

www.telepraca.org.pl

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen ist zu hier finden. Darunter einige Kontaktadressen aus der Region:

NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. E. Borowskiego 31
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. Lisowskiego 5
65-072 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
[centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
ul. Wyspiańskiego 130
65-036 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
[organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
ul. Reja 6
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
[regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
ul. Kazimierza Wielkiego 1
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Obotrycka 8
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Reja 9
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitsvermittler

Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Walczaka 110
66-400 Gorzów Wlkp
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Pl. Powstańców Wlkp. 1
66-300 Międzyrzecz
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Mickiewicza 3
69-100 Słubice
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Al. Wolności 39
66-500 Strzelce Krajeńskie
[Polska / Polen]
E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Lipowa 18 b
69-200 Sulęcin
[Polska / Polen]
E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
Homepage