Hebamme, Entbindungshelfer in Deutschland

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Ausbildungsart und Abschluss

Hebamme/Entbindungspfleger ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Hebammen und Entbindungspfleger.

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Abgesehen von den Ultraschalluntersuchungen können Hebammen bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft, die ganze Bandbreite der üblichen Schwangerschaftsvorsorge anbieten, wie sie auch vom Gynäkologen angeboten werden, d.h. von der Feststellung der Schwangerschaft, über das Ausstellen des Mutterpasses, bis hin zu CTG-Untersuchungen, Abstrichen, Beratung usw. Darüber hinaus bieten Hebammen den Schwangeren vielseitige Beratung und Hilfestellungen bei Schwangerschaftsbeschwerden. Dazu zählen beispielsweise Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Aufarbeitung traumatischer Geburtserlebnisse sowie allgemeine Angstzustände in Zusammenhang mit der Geburt. In so genannten Geburtsvorbereitungskursen geben Hebammen vielseitige Informationen und führen mit den Schwangeren praktische Übungen zu Entspannungs- und Atemtechniken durch, die bei der Geburt hilfreich sein können.

Hebammen und Entbindungspfleger arbeiten hauptsächlich in Geburtsabteilungen von Krankenhäusern, in Hebammenpraxen und Geburtshäusern. Freiberufliche Hebammen arbeiten frei praktizierend in der Schwangerenvorsorge, betreuen Hausgeburten und das Wochenbett. Weiterhin unterstützen Sie die frischgebackenen Mütter beim Stillen und bieten Rückbildungskurse an.

Ein stetig wachsender Arbeitsbereich ist die Schwangerschaftsvorsorge z. T. in Kooperation mit Frauenärztinnen und -ärzten in einer Praxisgemeinschaft.

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Hebamme / Entbindungspfleger ist vergleichbar mit dem polnischen Beruf:

- Hebamme / Entbindungspfleger (poln. położna / położnik), Ausbildungsniveau – Hochschulausbildung: ein Bachelorstudium (3 Jahre) und eventuell ein Magisterstudium (2 Jahre) als Aufbaustudium.

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte / Prodekanat für Studium und Lehre
Dr. Claudia Spies
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 (0)30 450 576 102
Tel.: +49 (0)30 450 576 931
E-mail: prodek-l@charite.de
Homepage

Medizinische Schule der Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gGmbH
Frau Mitzscherlich
Thiemstraße 111
03048 Cottbus
Deutschland
Tel.: +49355 46-2614
Tel.: +49355 46-2644
E-mail: Med.Schule@ctk.de
Homepage

Medizinische Berufsfachschule am Universitätsklinikum Leipzig (AöR)
Richterstraße 9-11
04105 Leipzig
Deutschland
Tel.: +49 (0) 341/97 25 105
Tel.: +49 (0) 341/97 25 100
E-mail: mbfs@medizin.uni-leipzig.de
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Voraussetzung für die Ausbildung ist:

  • Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung
  • Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung und eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren
  • die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in"
  • Gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes (ärztliches Zeugnis).

In der Praxis haben sehr viele Hebammenschüler und Hebammenschülerinnen Abitur.



Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Die Ausbildung kann für Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen um 12 Monate verkürzt werden.

Ausbildungsinhalte

Die Unterrichtsfächer sind u.a. Anatomie, Physiologie, Geburtshilfe, Schwangerenbetreuung, Wochenbettbetreuung, pflegerische Hebammentätigkeit, Kinderheilkunde, Ernährungslehre, Hygiene, Familienplanung, Pharmakologie, Mikrobiologie, Chemie, Psychologie, Terminologie, Organisation im Krankenhaus, Gesetzeskunde.

Die praktische Ausbildung findet im Kreissaal, auf der Wochenbettstation, im Kinderzimmer, auf der Gynäkologischen Station und im OP des Ausbildungskrankenhauses statt. Zusätzlich sind externe Einsätze in der Kinderklinik und zumeist auch bei einer freiberuflichen Hebamme vorgesehen.

Weiterhin wird der Verlauf einer Schwangerschaft gelehrt (I., I., III. Trimenon), welche Kindslagen (Besonderheiten Beckenendlage, Schädellage) und Geburtsphasen es gibt.

Besonderheiten einer regelwidrigen Schwangerschaft (Blutgruppenunverträglichkeit, Frühgeburt, Mehrlingsschwangerschaft) werden erläutert.

Folgende Themen werden besispielsweise geelehrt:

  • Überwachung des Geburtsverlauf  und mögliche Geburtshilfe-Eingriffe
  • Versorgung der Wöchnerin und des Neugeborenen
  • Pflege, Wartung und Anwendung der Apparate und Instrumente für die Geburtshilfe  und hygienische Maßnahmen (Sterilisation, Desinfektion)
  • welche Lebens- und Reifezeichen ein Neugeborenes von sich gibt
  • Wickeln, baden, anziehen und Fütterung eines Säuglings
  • welche Maßnahmen bei Rückbildungsstörungen, Blutungen und Infektionen zu ergreifen sind
  • Beratung Schwangere  und Assistenz bei ärztlichen Maßnahmen
  • richtiger Umgang und Betreuung mit  Schwangeren sowie Wöchnerinnen und deren Angehörigen
  • Überwachung Rückbildungs- und Heilungsvorgänge  und Anleitung zur Wochenbettgymnastik
  • Durchführung von Pflegemaßnahmen
  • Dosierung und Verabreichung von Arzneimitteln
  • erste Hilfe
  • Dokumentation des Geburtsvorgangs

Die Ausbildung endet mit der staatlichen Prüfung, welche aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht. Die bestandene Prüfung berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "Hebamme / Entbindungspfleger".

Stundenpensum (Theorie)

Das Theoriepensum beträgt 1600 Stunden.

  1. Berufs- und Staatsbürgerkunde (130 h) 
  2. Gesundheitslehre (60 h)
  3. Hygiene und Grundlagen der Mikrobiologie (60 h)
  4. Grundlagen der Psychologie, Soziologie und Pädagogik (90 h)
  5. Biologie, Anatomie und Physiologie (120 h)
  6. Allgemeine Krankheitslehre (40 h)
  7. Allgemeine Arzneimittellehre (20 h)
  8. Einführung in Planung und Organisation im Krankenhaus (50 h)
  9. Fachbezogene Physik (30 h)
  10. Fachbezogene Chemie (30 h)
  11. Menschliche Fortpflanzung, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (120 h)
  12. Grundlagen der Rehabilitation (20 h)
  13. Spezielle Krankheitslehre (120 h)
  14. Spezielle Arzneimittellehre (30 h)

Stundenpensum (Praxis)

Der Praxisteil umfasst 3000 Stunden.

  • Im ersten Jahr der praktischen Ausbildung:
  • Praktische Ausbildung in der Entbindungsabteilung (160 h)
  • Auf der Wochenstation (160 h)
  • Auf der Neugeborenenstation (160 h) 
  • Auf der operativen Station  (160 h) 
  • Auf der nicht-operativen Station (160 h) 

- Im zweiten und dritten Jahr der praktischen Ausbildung:

  • Praktische Ausbildung in der Entbindungsabteilung und in der Schwangerenberatung (1280 h)
  • Auf der Wochenstation (320 h)
  • Auf der Neugeborenenstation (3200 h) 
  • In der Kinderklinik (160 h) 
  • Im Operationssaal (120 h) 

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung an öffentlichen Schulen ist für die Schüler/innen in der Regel kostenfrei. Allerdings können Aufnahme- und Prüfungsgebühren anfallen. Für den theoretischen Unterricht entstehen Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur). Für die praktische Ausbildung wird Berufskleidung benötigt. Auch Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung können entstehen. Private Schulen erheben darüber hinaus meist Lehrgangsgebühren.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Ausbildungsvergütung

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

1. Ausbildungsjahr: 800 EUR

2. Ausbildungsjahr: 860 EUR

3. Ausbildungsjahr: 970 EUR

Quelle: Änderungstarifvertrag Nr. 2 zum Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) – Besonderer Teil Pflege

Zuzüglich werden dazu  Zuschläge Wochenende/Feiertage/Nachtschichten gezahlt.

Außerdem kann BaföG beantragt werden.

Berufs- und Verdienstaussichten

Nach ihrer Ausbildung müssen sich die Hebammen und Entbindungspfleger meist entscheiden, welche Einsatzgebiete für sie in Frage kommen und worauf sie sich spezialisieren möchten. Das Spektrum reicht von der Arbeit in Frauenkliniken oder in Kliniken mit Entbindungsstation über Geburtshäuser bis hin zu Hausgeburten. Weiterhin beschäftigen sie sich auch mit Aufgaben in der Schwangerschaftsberatung, in der Stillberatung und der Geburtsnachsorge.

Von freiberuflichen Hebammen wird erwartet, dass sie ständig erreichbar sind und rund um die Uhr zu einer Geburt gerufen, oder von Wöchnerinnen um Rat gebeten werden können.

Das Einkommen der Beschäftigten von Bund und Kommunen richtet sich nach der Eingruppierung in die Entgeltgruppen und Stufen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD), der am 1. Oktober 2005 in Kraft getreten ist. Manche Einrichtungen und Arbeitgeber lehnen ihre Vergütungen an die Vereinbarungen im öffentlichen Dienst an. Auch in der privaten Wirtschaft haben Tarifverträge einen maßgeblichen Einfluss auf den Verdienst. Einkommen werden aber auch unabhängig von Tarifverträgen vereinbart.

Als Richtwert aus dem Bereich des öffentlichen Dienstes kann ein Betrag von ca. 2300 Euro bis ca. 2800 Euro brutto gelten.

Quelle: Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)

Tarifliche Regelungen

Informationen zu den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes finden Sie hier.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Um beruflich auf dem Laufenden zu bleiben, müssen Hebammen und Entbindungspfleger bereit sein, sich kontinuierlich weiterzubilden. Der Hebammenverband empfiehlt 30 Stunden Fortbildung in 2 Jahren. Dazu stehen ihnen unterschiedliche Möglichkeiten offen.

Je nach persönlichen Schwerpunkten können Hebammen/ Entbindungspfleger aus einem umfangreichen Angebot der alternativen Medizin wie Akupunktur, Aromatherapie, Homöopathie, TCM etc. wählen und sich über neue Entwicklungen in der Geburtshilfe orientieren und informieren.

Bestimmte Weiterbildungsmöglichkeiten können den Weg zu einem beruflichen Aufstieg ebnen. Hier bieten sich z.B. folgende Weiterbildungsmöglichkeiten an:

  • Fachwirt/-in
  • Betriebswirt/-in
  • Pflegedienstleiter/-in
  • Leitung eines Kreißsaals

Wer über die erforderliche Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann ein Hochschulstudium anstreben. Für Hebammen und Entbindungspfleger kommen z.B. folgende Studiengänge in Betracht:

  • Dipl.-Pflegepädagoge/-pädagogin (FH)
  • Dipl.-Pflegewirt/-in (FH)
  • Dipl.-Medizinpädagoge/-pädagogin (Uni)

In einigen Bundesländern können besonders qualifizierte Berufstätige mit abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechender Berufserfahrung auch ohne Hochschulreife studieren. Die jeweiligen Zugangsvoraussetzungen werden landesrechtlich geregelt.

Darüber hinaus stehen Fachkräften in der Entbindungspflege eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten unterschiedlicher Bildungsträger zur Verfügung, z.B.:

  • Geburtsvor- und -nachbereitung in der Physiotherapie
  • Geburtshilfe, Säuglingspflege in der Kranken- und Kinderkrankenpflege
  • Atemtherapie, Atempflege
  • Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Altenpflege – allgemein
  • Ambulante Pflege
  • Rettungsdienst, Versorgung bei Notfällen, erste Hilfe
  • Lehrtätigkeit/Leitung an Krankenpflegeschulen u. ä. Einrichtungen

Interessante Links

Deutscher Hebammenverband

Der Bundesverband der Hebammen setzt sich aus den 16 Landesverbänden zusammen. Der mit 16.600 Mitgliedern größte Hebammenverband in Deutschland vertritt die Interessen aller Hebammen.

http://www.hebammen-brandenburg.de/

Hebammenverband Brandenburg e.V.

Netzwerk der Geburtshäuser

Das Netzwerk der Geburtshäuser ist ein Interessenverein, zur Förderung der Idee der Geburtshäuser in Deutschland.

 

Deutsche HebammenZeitschrift

MSF - Ärzte ohne Grenzen

Möglichkeiten für Hebammen in der Nord-Süd- / Entwicklungszusammenarbeit

http://www.ausbildung-hebamme.de 

Interessante Informationen Rund um die Hebammenausbildung

http://www.bfhd.de/

Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands BfHD e.V.

Job- und Bewerberdatenbanken

bibliomed-jobservice

Internet-Stellenmarkt für Berufe aus dem Gesundheitssektor, in erster Linie Fachpflegepersonal

sanojobs

Jobbörse für das gesamte Gesundheitswesen. Angeboten werden Stellen für Ärzte, Kranken- und Altenpflegepersonal, Physiotherapeuten, Sozialpädagogen und andere.

sozialeberufe.de

Breit gefächerte Stellenangebote in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitsbereichs. Nicht nur für sogenannte Sozialberufe. Die Anzeigen stammen von einem großen Stellenbörsenbetreiber.

medi-jobs

Stellenangebote im Gesundheitswesen

http://www.hebammenverband.de/hebammenforum/online-stellenmarkt/ 

Stellenangebote vom Deutschen Hebammenverband

Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU- Bürger)

Berufliche Ausbildung in Deutschland
Im Bereich der dualen Ausbildung (die in einem Unternehmen und einer Berufsschule stattfindet) existieren für die Bürger aus der EU, der EWR und EFTA Mitgliedsstaaten keine Einschränkungen. Sie können sich direkt bei einem Unternehmen bewerben.

Für die BürgerInnen aus Bulgarien und Rumänien gelten bis 31.12.2013 andere Regelungen, da der Lehrvertrag einen Arbeitsvertrag darstellt und somit eingeschränkt ist. Falls ein Arbeitgeber in Deutschland einen Lehrling aus den genannten Ländern einstellen möchte, muss dieser sich einer Arbeitsmarktprüfung bei der zuständigen Arbeitsagentur unterziehen.

Alle staatlichen und privaten Schulen (z.B. Fachschulen und Berufsfachschulen) können ohne weiteres von allen EU-27 und EFTA Bürgern besucht werden.

Studium in Deutschland
Personen aus den EU-27 und EWR Staaten haben die gleichen Rechte wie Einheimische in allen Angelegenheiten rund ums Studium und sie müssen insbesondere keine höheren Studiengebühren bezahlen.
Wer den Abschluss eines ordentlichen Studiums anstrebt, muss sich um die Zulassung bei der gewählten Universität oder Hochschule, bei "Hochschulstart" oder auch bei "uni-assist" bewerben. Genaue Informationen und Entscheidungshilfen finden Sie hier.

Hierfür müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:
- gültiges Reisedokument (Reisepass) oder Staatsbürgerschaftsnachweis in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis
- Antragsformular (zu erhalten auf der Homepage der jeweiligen Universität oder Hochschule oder vor Ort im Studierendenbüro)
- Nachweis über die Hochschulzugangsberechtigung, wie beispielsweise ein High School Diploma, Gaokao, Matura, A-Levels, Bachillerato (Original oder beglaubigte Kopie, bei ausländischen Dokumenten versehen mit einer beglaubigten Übersetzung). Ob Ihr Schulbesuch dem deutschen gleichgestellt ist erfahren Sie beim DAAD oder bei ANABIN.
- erforderlichenfalls Nachweis der besonderen Eignung (z.B. Zulassungsprüfung). Dies gilt insbesondere bei einem Studium in den Bereichen Architektur, Zahnmedizin, Medizin, Pharmazie, etc.
- Nachweis darüber, dass Sie über hinreichende Deutschkenntnisse verfügen (bei internationalen Studiengängen auch über die geforderten anderen Sprachen)
- Nachweis über eine Krankenversicherung (ohne Krankenversicherung kein Studium)
- Passfotos für den Studentenausweis.

Aufgrund der Eigenständigkeit der deutschen Universitäten und Hochschulen kann es zu zusätzlichen Aufnahmeanforderungen und Aufnahmeprüfungen kommen (erwähnt seien hier beispielsweise besondere Motivationsschreiben oder Nachweise über besondere künstlerische Begabungen).

Nach der Einreise (ein Visum ist nicht mehr nötig) melden Sie sich bitte beim zuständigen Einwohnermeldeamt und lassen sich registrieren.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.

Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)

Nicht-EU Staatsangehörige benötigen in aller Regel ein Visum zur Einreise nach Deutschland, für den Aufenthalt in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken und für die Arbeitsaufname eine Arbeitserlaubnis. Ob dies auch für Sie gilt, erfahren Sie hier oder bei den deutschen Botschaften und Konsulaten in Ihrem Land.

Personen aus Drittstaaten oder staatenlose Personen erkundigen sich bitte beim International Office, im Studierendensekretariat der jeweiligen Hochschule oder Universität oder bei uni-assist, der Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen, ob ihre Hochschulzugangsberechtigung der deutschen gleichwertig ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müssen sie eine Feststellungsprüfung ablegen.
Ausländer, die an einer Hochschule (gemeint sind nicht die Universitäten, sondern die ehemaligen Fachhochschulen) in Baden-Württemberg studieren wollen, wenden sich bitte an das ASK zur Klärung ihrer Hochschulberechtigung.

Vor der Einreise kümmern Sie sich bitte um Folgendes:
- erbringen Sie Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel, um sich ein Studium und das Leben in Deutschland auch finanzieren zu können (im Moment sind es 643 Euro für jeden Monat des Ausbildungszeitraumes, die nachgewiesen werden müssen; zusätzliche Informationen erhalten Sie hier)
- kümmern Sie sich um eine Krankenversicherung.

Ansonsten gelten zusätzlich die gleichen Anforderungen wie für Personen der EU-17 oder EWR Staaten.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.

Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU-Bürger)

EU,EWR und Schweiz
Personen aus den EU Staaten, EWR und der Schweiz können in Deutschland grundsätzlich leben und arbeiten. Eventuell ist für die Berufsausübung in Deutschland eine staatliche Zulassung erforderlich. Bitte informieren Sie sich hier über die Anerkennungsverfahren in Brandenburg.

Personen aus Rumänien und Bulgarien unterliegen in Deutschland noch bis zum 31.12.2013 der Arbeitsgenehmigungspflicht. Eine Arbeitsaufnahme ist nur möglich, wenn die zuständige Agentur für Arbeit hierfür eine Genehmigung erteilt.

Weitere Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit und der Europäischen Kommission.

Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)

Nicht-EU Staatsangehörige benötigen zur Arbeitsaufnahme in Deutschland einen Aufenthaltstitel, der dieses Recht auch gewährt. Denn zu beachten gibt es hier, dass es verschiedene Aufenthaltstitel in Deutschland gibt. Bis auf Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika müssen Bürger aller anderen Drittstaaten vor der Einreise bei der für ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen entsprechenden Aufenthaltstitel beantragen.

Vereinfachte Aufenthaltsregelungen gelten seit Mai 2012 für Nicht-EU-Staatsbürger mit einem Hochschulabschluss (oder vergleichbarer Qualifikation) durch die sog. „Blaue Karte EU“. (Diesen Aufenthaltstitel erhalten Personen mit einem Arbeitsverhältnis über mindestens 44.800 Euro brutto. Nach 3 Jahren mit Arbeitsverhältnis wird eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erteilt.)

Weitere Informationen zum Aufenthalt in Deutschland finden Sie beim Auswärtigen Amt unter Einreisebestimmungen für Deutschland, Visa.
Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Frank Ploß
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: BZ.ffo@verdi.de
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Keithstraße 1/3
10787 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 111
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.
Zusammenschluss von Spitzen- und Landesverbänden der Krankenhausträger.
Wegelystraße 3
10623 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 (0)30 39801-0
Tel.: +49 (0)30 39801-3000
E-mail: dkgmail@dkgev.de
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Regina Gebhardt-Hille
Bergerstr. 30
16225 Eberswalde
Deutschland
Tel.: +49 3334 374615
E-mail: regina.gebhardt-hille@arbeitsagentur.de
Homepage

Attraktive Arbeitgeber aus der Region

Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH
Müllroser Chaussee 7
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 548- 0
Tel.: +49 335 548-2003
E-mail: gf@klinikumffo.de
Homepage

Carl-Thiem-Klinikum
Thiemstr. 111
03048 Cottbus
Deutschland
Tel.: +49355-460
E-mail: ctk@ctk.de
Homepage

Sonstige wichtige Ansprechpartner

Bundesagentur für Arbeit
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Villemombler Straße 76
D-53107 Bonn
Deutschland
Tel.: +49 (0)228 713 13 13
Tel.: +49 (0)228 713 270 1111
E-mail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de
Homepage

IHK -Projektgesellschaft mbH
Internationale Zusammenarbeit
Puschkinstraße 12 b
D-15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0)335 5621-2310
Tel.: +49 (0)335 5621-2001
E-mail: projekt@ihk-projekt.de
Homepage

Ansprechpartner für Anerkennung

IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung
Julia Lexow-Kapp
Heinrich-Mann-Allee 103
14473 Potsdam
Deutschland
Tel.: +49331866-5274
E-mail: julia.lexow-kapp[at]masf.brandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, russisch

IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung in Ostbrandenburg
Logenstraße 12
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 55345922
Tel.: +49335 55345903
E-mail: integra@kowa-ffo.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, polnisch, englisch

IQ für Arbeitgeber - Beratungsstelle
bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg GmbH
Potsdamer Straße 1-2
15234 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 5569 322
Tel.: +49 335 5569 403
E-mail: joanna.rynkiewicz@bbw-ostbrandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, polnisch