Mikrotechnolog(e)/-technologin in Deutschland

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Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

 

Unter der dualen Ausbildung versteht man die parallele Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Voraussetzung für eine Berufsausbildung im dualen System ist in Deutschland ein Berufsausbildungsvertrag und in Österreich, der Schweiz und Südtirol ein Lehrvertrag mit einem Betrieb.

Ausbildungsordnung für diesen Beruf

Rahmenlehrplan für diesen Beruf

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Mikrotechnologen und -technologinnen stellen in verfahrenstechnischen Prozessen Produkte wie Mikrochips, Halbleiterkomponenten und Mikrosysteme her.

Mikrotechnologen und -technologinnen arbeiten hauptsächlich bei Herstellern elektronischer Bauteile oder elektrischer Ausrüstungen für Fahrzeuge. Außerdem sind sie in Unternehmen tätig, die Computerchips oder elektromedizinische Geräte produzieren. Forschungs- und Entwicklungslabors im Bereich Ingenieurwissenschaften kommen ebenso als Arbeitgeber infrage. Darüber hinaus bieten Forschungslabors im Bereich Mikrotechnik an Hochschulen weitere Tätigkeitsfelder.

Ausbildungsstätten

Kontaktdaten der Arbeitgeber für die praktische Ausbildung sind u. a. hier zu finden.

OSZ Lise-Meitner-Schule
Oberstufenzentrum Chemie, Physik und Biologie
Rudower Str. 184
12351 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 (0) 30 / 66 06 89 - 0
Tel.: +49 (0) 30 / 66 06 89 - 60
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben. Die Betriebe stellen entweder angehende Mikrotechnologen und -technologinnen mit einem mittleren Schulabschlussoder mit Hochschulreife ein.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Die zuständige Stelle hat auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Ausbildenden die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird. Die Verkürzungsdauer ist unterschiedlich und hängt von der Vorbildung ab. Bei berechtigtem Interesse kann sich der Antrag auch auf die Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit beziehen (Teilzeitberufsausbildung).

Ausbildungsinhalte

Mikrotechnologen/Mikrotechnologinnen stellen in verfahrenstechnischen Prozessen mikrotechnische Produkte her. Ihre Tätigkeit ist von Logistik, Verfahrenstechnik, Qualitätssicherung, Entsorgung und technischem Support geprägt. Die Ausbildung erfolgt zu einem Drittel der Ausbildungszeit in einem dieser zwei Schwerpunkte:

  • Halbleitertechnik
  • Mikrosystemtechnik

Im Schwerpunkt "Halbleitertechnik" stellen sie Halbleiterprodukte her durch Aufbringen von Schichten, Strukturieren, Ätzen, Dotieren und Montage sowie durch halbleiterspezifische Prüfungen. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel diskrete Halbleiter, Leistungshalbleiter, integrierte Halbleiter, ASICS, Optohalbleiter oder optoelektronische Anzeigesysteme.

Im Schwerpunkt "Mikrosystemtechnik" werden insbesondere Träger für die Bauelemente durch Beschichtungsverfahren sowie Mikrosysteme durch Bestücken, Löten, Bonden, Versiegeln und Testen hergestellt. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel die Herstellung von Schaltungsträgern in Dickschichttechnik oder Dünnschichttechnik, Hybridtechnik, SMD-Montagetechnik, Herstellung von Bauelementen durch lithografisches Tiefätzen oder Galvano- und Abformtechnik.

Stundenpensum (Theorie)

Unterrichtsstunden bezogen auf die 3-jährige Berufsausbildung:

 

1. Lehrjahr:

- Erfassung und Darstellung von Signalverarbeitungsvorgängen und elektrischen Grundgrößen (80)

- Beurteilung von chemischen Zusammenhängen für die Halbleiterherstellung (80)

- Funktionsanalyse ausgewählter Halbleiterwerkstoffe (40)

- Einhaltung von Reinraumbedingungen (20)

- Anwendung von Standardsoftware (60)

 

2. Lehrjahr:

- Vergleich von Funktionseinheiten diskreter und integrierter Schaltungen (140)

- Anwendung fototechnischer Verfahren in der Mikrotechnologie (60)

- Erstellung von Schichten und deren Strukturierung (80)

 

3. Lehrjahr:

- Veränderung der Leitfähigkeit durch Dotierungsverfahren (40)

- Fertigstellung mikrotechnischer Produkte (80)

- Einhaltung von Qualitätsstandards (40)

- Beschreibung von Mikrosystemen (60)

- Einstellung, Prüfung und Optimierung verfahrenstechnischer Anlagen (60)

 

Insgesamt: 880 Std.

Stundenpensum (Praxis)

Während einer dualen Ausbildung werden Mikrotechnologen und -technologinnen im Ausbildungsbetrieb praktisch und in der Berufsschule theoretisch ausgebildet. Der praktische Teil der Ausbildung macht in der Regel ca. 80% der Gesamtausbildungszeit aus.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den neuen Bundesländern in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

 

1. Ausbildungsjahr: € 718

2. Ausbildungsjahr: € 761

3. Ausbildungsjahr: € 820

 

Quelle: BERUFENET

Berufs- und Verdienstaussichten

In der Branche Mikrosystemtechnik werden in Deutschland derzeit rund 766.000 Mitarbeiter beschäftigt, bei einem Umsatzvolumen von mehr als 82 Milliarden Euro in 2009. Tendenz steigend – mit Wachstumsraten von bis zu 10 Prozent jährlich. Auch in der Halbleiterindustrie wird nach der Krise das jährliche Wachstum wieder bei 10 Prozent liegen, so dass die Berufsaussichten in diesem Bereich stabil sind.


Die Verdienstaussichten in den neuen Bundesländern liegen bei ca. 1.700 bis 2.300 € brutto.

Siehe hierzu: www.lohnspiegel.de

Weiterbildungsmöglichkeiten

Für Mikrotechnologen und -technologinnen bestehen zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung:

 

- Industriemeister/-in – Elektrotechnik

- Leiterplattentechniker/-in

- Technische(r) Fachwirt/-in

- Prozessmanager/ -in

 

Folgende Studiengänge bieten sich bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:

 

- Mikrosystemtechnik

- Elektrotechnik

- Mechatronik

 

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURSNET der Bundesagentur für Arbeit.

Interessante Links

Das Portal zur Mikrotechnologie:

http://www.mstonline.de/news/

Planet-Berufe.de – Informationen zum Start in die Ausbildung mit Bewerbungstraining:
http://www.planet-beruf.de

Kurzbeschreibungen und Informationen von der Arbeitsagentur zu allen Berufen:
http://berufenet.Arbeitsagentur.de

Job- und Bewerberdatenbanken

Aktuelle Lehrstellen in Ostbrandenburg:

www.ihk-lehrstellenboerse.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen:

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
 
Allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert:
http://www.jobpilot.de
 
Allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion:
http://www.jobsuche.de
 
Jobbörse mit Unterteilung in Branchen und Regionen:
http://www.jobrobot.de
 
Große Jobbörse für Industrie und Gewerbe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich:
http://www.stepstone.de

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

IHK Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12b
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 5621-1111
Tel.: +49335 5621-1119
E-mail: info@ihk-ostbrandenburg.de
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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