Techniker für medizinische Elektronik und Informatik in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

Postsekundäre berufliche Schule (polnische Bezeichnung: szkoła policealna)

 

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen mit dem mittleren Bildungsabschluss (in Polen z.B. Lyzeen) bestimmte Schulart. Das Reifezeugnis (bestandene Abiturprüfung) wird von den Bewerbern nicht verlangt.

Berufsabschluss: Techniker für medizinische Elektronik und Informatik (poln. technik elektroniki i informatyki medycznej)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Techniker für medizinische Elektronik und Informatik sind Fachleute, die interdisziplinäre berufliche Qualifikationen besitzen. Während der Arbeit wenden sie sowohl ihr Wissen und ihre Kenntnisse aus den Bereichen Informatik und Elektronik als auch aus dem Bereich der Elektroradiologie an und setzen sie im Bereich der Medizin ein.

 

Absolventen mit diesem Berufsabschluss finden Arbeit: in elektromedizinischen Teams und EDV-Abteilungen der Krankenhäuser und Kliniken, in Forschungseinrichtungen, in Unternehmen, die sich mit der Entwicklung und Produktion von elektronischen medizinischen Geräten und Großgeräten beschäftigen, sowie in Hersteller-Servicestellen und Reparaturbetrieben für elektronische Geräte.

Wichtigste Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte im Beruf Techniker für medizinische Elektronik und Informatik sind: Bedienung, Überwachung und Funktionskontrolle medizinischer elektronischer und informationstechnischer Geräte und Systeme.
 

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der polnische Beruf Techniker für medizinische Elektronik und Informatik (poln. technik elektroniki i informatyki medycznej) ist teilweise vergleichbar z.B. mit dem deutschen Beruf:

  • Fachangestellte/-r für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Medizinische Dokumentation, Ausbildungsart – dreijährige Berufsausbildung im dualen System.

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum” zu finden.

Ausbildungsstätten

Ausbildungsstätten im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober, die Ausbildungsmöglichkeiten im Beruf Techniker für medizinische Elektronik und Informatik anbieten:

  1. TEB Edukacja, ul. Okrzei 42, 66-400 Gorzów Wlkp., www.teb.pl
  2. AP Edukacja, ul. Pocztowa 3/7, 66-400 Gorzów Wlkp., www.apedukacja.pl

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Personen, die Ausbildung zum Techniker für medizinische Elektronik und Informatik in einer zweijährigen postsekundären beruflichen Schule aufnehmen möchten, müssen denmittleren Schulabschluss(nach polnischem System)besitzen. Abitur ist nicht notwendig.

Erforderliche Unterlagen:

  • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
  • Schulabschlusszeugnis,
  • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung in dem gegebenen Beruf vorliegen,
  • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

Ausbildungsdauer

Postsekundäre berufliche Schule (poln. szkoła policealna) – Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Ausbildungsinhalte

Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*: 

 

Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für medizinische Elektronik und Informatik festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

 

  1. Ausbildungsinhalte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungsinhalte und Ausbildungsinhalte, die für Berufe aus den Ausbildungsbereichen Elektrotechnik/Elektronik und Medizin/Soziales gemeinsam sind) – 600 Stunden
  2. Montage und Betrieb von medizinischen elektronischen Geräten und Informationssystemen – 750 Stunden

Prüfung zum Abschluss des Qualifikationsbereiches „Montage und Betrieb von medizinischen elektronischen Geräten und Informationssystemen ” findet gegen Ende des zweiten Semesters des zweiten Schuljahres statt.

*) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten für alle Berufe und für Berufe der gegebenen Berufsgruppe gemeinsamen Ausbildungsinhalten, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.  

Stundenpensum (Theorie)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in postsekundären beruflichen Schulen mit zweijähriger Ausbildungsdauer 1600 Stunden, wovon 800 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der theoretischen Berufsausbildung mit Stundenpensum:

  1. Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Pathologie mit Grundkentniissen aus dem Bereich Erste Hilfe – 96 h
  2. Abriss der Psychologie – 32 h
  3. Witrschaftliche Tätigkeit im Gesundheitswesen – 64 h
  4. Grundlagen der elektromedizinischen Diagnostik und radiologische Schutzmaßnahmen – 64 h
  5. Fachbezogene Fremdsprache – 64 h
  6. Gebärdensprache 48 h
  7. Grundlagen der elektrischen und elektronischen Systeme – 128 h
  8. Grundlagen der Biophysik, Grundlagen elektromedizinischer Geräte – 176 h
  9. Informatik und Computertechnik in der Medizin – 128 h

Theoriestunden insgesamt: 800

Stundenpensum (Praxis)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in postsekundären beruflichen Schulen mit zweijähriger Ausbildungsdauer 1600 Stunden, wovon mindestens 800 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der praktischen Berufsausbildung*:

  1. Elektrische und elektronische Messungen – 160 h
  2. Installation und Betrieb von medizinischen elektronischen Geräten und Informationssystemen – 640 h

Praxisstunden insgesamt: 800

*) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und bei Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

Kosten der Ausbildung

Öffentliche Schulen – kostenfrei

Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Im Gegensatz zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

Berufs- und Verdienstaussichten

Beschäftigung finden Techniker für medizinische Elektronik und Informatik u.a.:

  • als Fachkräfte in Bereichen Installation, Wartung und Service elektronischer medizinischer Geräte,
  • als Techniker, die diese Geräte bedienen und überwachen, unter der Bedingung allerdings, dass sie keine medizinischen Behandlungen selbständig durchführen.

Außerdem können Techniker für medizinische Elektronik und Informatik bei der Herstellung bzw. Montage elektronischer medizinischer Geräte als Elektroniker oder im Bereich medizinischer Datenbanken als Informatiker arbeiten.

 

Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

Tarifliche Regelungen

Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Techniker für medizinische Elektronik und Informatik, Absolventen einer zweijährigen postsekundären beruflichen Schule mit bestandener Reifeprüfung (Hochschulzugangsberechtigung) haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Hochschulen und Universitäten fortzusetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für einen der verwandten Studiengänge, z.B. Informatik oder Elektronik mit dem Schwerpunkt Elektronik und Informatik in der Medizin, zu entscheiden.

 

Ausgewählte Hochschulen:

1. Państwowa Wyższa Szkoła Zawodowa w Gorzowie Wlkp., Instytut Techniczny [Staatliche Fachhochschule in Gorzów Wlkp., Institut für Technik], ul. Teatralna 25, 66-400 Gorzów Wlkp., www.pwsz.pl 

Studiengang: Informatik

2. Politechnika Warszawska, Wydział Elektroniki i Technik Informacyjnych [Technische Universität in Warszawa, Fakultät für Elektronik und Informationstechnologien],  ul. Nowowiejska 15/19, 00-665 Warszawa, www.elka.pw.edu.pl

Studiengang: Elektronik

Schwerpunkt: Elektronik und Informatik in der Medizin

Interessante Links

In Polnisch:

Lehrprogrammgrundlage für die Ausbildung in diesem Beruf:

http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=311411  

Job- und Bewerberdatenbanken

In Polnisch:

Jobbörse für den Beruf Techniker für medizinische Elektronik und Informatik:

http://jooble.com.pl/search-vacancy-pl/kw-technik-elektroniki-i-informatyki-medycznej

Allgemeine Internet-Jobbörsen:

www.telepraca.org.pl

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen ist hier zu finden. Darunter einige Kontaktadressen aus der Region:

NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. E. Borowskiego 31
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. Lisowskiego 5
65-072 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
[centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
ul. Wyspiańskiego 130
65-036 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
[organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
ul. Reja 6
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
[regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
ul. Kazimierza Wielkiego 1
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Obotrycka 8
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
Homepage

Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Reja 9
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
Homepage

Arbeitsvermittler

Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Walczaka 110
66-400 Gorzów Wlkp
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Pl. Powstańców Wlkp. 1
66-300 Międzyrzecz
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Mickiewicza 3
69-100 Słubice
[Polska / Polen]
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Al. Wolności 39
66-500 Strzelce Krajeńskie
[Polska / Polen]
E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
Homepage

Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Lipowa 18 b
69-200 Sulęcin
[Polska / Polen]
E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
Homepage