Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in in Deutschland

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Ausbildungsart und Abschluss

Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen bzw. Berufskollegs. Der praktische Teil wird in Apotheken durchgeführt.


Das erfolgreiche Bestehen der Ausbildung berechtigt zum Führen des gesetzlich geschützten Titels:

Abschluss: „Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in".

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

In der Apotheke geben sie unter Aufsicht des Apothekers bzw. der Apothekerin verschreibungspflichtige Arzneimittel entsprechend Rezept an Kunden ab, verkaufen rezeptfreie Medikamente, homöopathische Arzneimittel und andere apothekenübliche Waren. Dabei beraten Pharmazeutisch-technische Assistenten und Assistentinnen die Kunden auch, erklären z.B., wie ein Produkt anzuwenden ist oder weisen auf Einnahmebesonderheiten hin. Zudem bieten sie beispielsweise im Rahmen von Aktionstagen spezielle Serviceleistungen an, z.B. Ernährungsberatung oder Blutdruckmessungen. Im Apothekenlabor fertigen sie unter fachkundiger Aufsicht spezielle Rezepturen, z.B. für Salben, an und überprüfen Arzneimittel sowie Arzneimittelrohstoffe auf ihre Reinheit. Weiterhin erledigen sie kaufmännisch-verwaltende Tätigkeiten, überwachen im Apothekenlager etwa den Warenbestand oder organisieren die Bestellungen. Sie führen die gesetzlich vorgeschriebenen Stichproben sowie Lagerkontrollen durch und registrieren die Ausgabe und den Bestand von Giften und Betäubungsmitteln.

In der Krankenhausapotheke geben sie Arzneimittel an die verschiedenen Stationen aus und wirken an der pharmazeutischen Beratung des Krankenhauspersonals mit. Sie stellen spezielle Arzneimittel her und führen diverse Laborarbeiten durch. In der pharmazeutischen Industrie sind sie an der Entwicklung von neuen Wirkstoffen, Pharma- und Kosmetikprodukten beteiligt.

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in ist vergleichbar mit dem polnischen Beruf:

- Techniker – Pharmazeut (poln. technik farmaceutyczny), Ausbildungsart –zweijährige postsekundäre berufliche Schule (poln. szkoła policealna).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe e.V. Eisenhüttenstadt
Doreen Schneider
Poststraße 41
15890 Eisenhüttenstadt
Deutschland
Tel.: +493364 - 7728111
Tel.: +493364 - 7728122
E-mail: d.schneider@gesundheitsberufe-ehst.de
Homepage
Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe e.V. Eisenhüttenstadt

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss.


Vor Ausbildungsbeginn ist an einigen Schulen ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs erforderlich.

Jugendliche (Personen unter 18 Jahren), die eine Ausbildung zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten bzw. zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin beginnen, müssen vor Ausbildungsbeginn eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung nach § 32 des Jugendarbeitsschutzgesetzes vorlegen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 2 1/2 Jahre.

Verkürzung der Ausbildungszeit

Die zuständige Stelle kann auf Antrag eine andere Ausbildung im Umfang ihrer Gleichwertigkeit anrechnen, wenn die Durchführung der Ausbildung und das Erreichen des Ausbildungsziels dadurch nicht gefährdet werden. Entsprechendes gilt für Zeiten eines Studiums der Pharmazie oder anderer naturwissenschaftlicher Fachrichtungen.

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts an der Berufsfachschule oder dem Berufskolleg lernt man beispielsweise:

  • welche Arzneistoffe und Medikamente bei welchen Krankheiten anzuwenden sind, wie Arzneimittel auf den menschlichen Organismus wirken und welche Neben- bzw. Wechselwirkungen sie haben können
  • welche wichtigen Eigenschaften die chemischen Elemente und ihre Verbindungen haben und welche chemisch-analytischen Untersuchungsverfahren es gibt
  • welche wichtigen organischen Verbindungen es gibt und wie sie klassifiziert werden, wie organische Präparate nach Vorschrift hergestellt werden und wie Identität und Reinheit organischer Präparate überprüft werden
  • wie Pflanzen aufgebaut sind, welche Pflanzen als Arzneipflanzen infrage kommen, welche Inhaltsstoffe der Pflanzen für die Wirksamkeit von Bedeutung sind
  • wie verschiedene Arzneiformen und Hilfsstoffe (z.B. Tabletten, Kapseln, Salben, Lösungen, Augentropfen, Teemischungen) hergestellt werden
  • welche Arten von Medizinprodukten (z.B. Verbandsstoffe, Pflaster) es gibt
  • woraus eine gesunde Ernährung bestehen sollte und was bei verschiedenen Erkrankungen bezüglich der Ernährung zu beachten ist
  • wie der menschliche Körper aufgebaut ist, wie die Organsysteme funktionieren, was sich bei typischen Krankheiten verändert und woran diese zu erkennen sind
  • wie die menschliche Haut aufgebaut ist, welche Hauttypen es gibt und wie Hautkrankheiten (z.B. Akne, Herpes) entstehen
  • welche physikalischen Geräte in der Pharmazie zum Einsatz kommen
  • wie man chemisch-pharmazeutische Untersuchungen (einschließlich der Untersuchung von Körperflüssigkeiten) durchführt
  • wie man Pflanzen und ihre Bestandteile in Form von Pulver- und Teedrogen unter dem Mikroskop bestimmt
  • wie Arzneimittel verschrieben werden und worauf bei der Abgabe an Kunden hinzuweisen ist (Dosierung, Wirkung, Einnahme von verschiedenen Arzneiformen)
  • wie man mit Gefahrstoffen umgeht und diese umweltschonend entsorgt
  • wie der Apothekenalltag mit Hilfe branchenspezifischer EDV organisiert werden kann
  • worauf es bei der mündlichen und schriftlichen Kommunikation mit Kunden und Lieferanten ankommt

Während der praktischen Ausbildung in der Apotheke lernt man:

  • welche Arzneimittel in welcher Weise in der Apotheke hergestellt werden
  • wie Arzneimittel, Arznei- und Hilfsstoffe in der Apotheke geprüft werden
  • wie Fertigarzneimittel angewandt und ordnungsgemäß gelagert werden
  • welche Gefahren bei der Anwendung von Arzneimitteln entstehen können, wie man Arzneimittelmissbrauch und Arzneimittelabhängigkeit erkennt
  • was bei der Abgabe von Arzneimitteln an Kunden zu beachten ist, insbesondere bezüglich Informationen zur Anwendung und ordnungsgemäßen Aufbewahrung
  • wie man Informationen über Arzneimittel und apothekenübliche Waren unter Nutzung wissenschaftlicher und sonstiger Nachschlagewerke (auch mit Hilfe EDV-gestützter Arzneimittelinformationssysteme) beschafft
  • wie man Preise von Fertigarzneimitteln, Rezepturarzneimitteln sowie apothekenüblichen Medizinprodukten berechnet
  • welche weiteren apothekenüblichen Waren es gibt, insbesondere diätetische Lebensmittel, Säuglings- und Kindernahrung, Mittel und Gegenstände der Körperpflege, Verbandstoffe und andere Medizinprodukte, und wie man Kunden über die sachgerechte Anwendung dieser Waren berät
  • wie man Arzneimittel, Chemikalien, Medizinprodukte und Verpackungen umweltgerecht entsorgt
  • welche Rechtsvorschriften über den Apothekenbetrieb zu beachten sind
  • welche Regelungen und Vorschriften über den Verkehr mit Arzneimitteln, Betäubungsmitteln und Gefahrstoffen für die Berufsausübung eine Rolle spielen

Stundenpensum (Theorie)

Theoretischer und praktischer Unterricht an der Berufsfachschule:

 

  1. Arzneimittelkunde (280 h)
  2. Allgemeine und pharmazeutische Chemie (200 h)
  3. Galenik (140 h)
  4. Botanik und Drogenkunde (100 h)
  5. Gefahrstoff-, Pflanzenschutz- und Umweltschutzkunde (80h)
  6. Medizinproduktekunde (60 h)
  7. Ernährungskunde und Diätetik (40 h)
  8. Körperpflegekunde (40 h)
  9. Physikalische Gerätekunde (40 h)
  10. (fachbezogene) Mathematik (80 h)
  11. Pharmazeutische Gesetzeskunde, Berufskunde (80 h)
  12. Allgemeinbildende Fächer (Deutsch einschließlich Kommunikation, Fremdsprache (fachbezogen), Wirtschafts- und Sozialkunde) (240 h)
  13. Chemisch-pharmazeutische Übungen einschließlich Untersuchung von Körperflüssigkeiten (480 h)
  14. Übungen zur Drogenkunde (120 h)
  15. Galenische Übungen (500 h)
  16. Apothekenpraxis einschließlich EDV (120 h)

Gesamtstunden: 2.600 h

Stundenpensum (Praxis)

Nach dem ersten Ausbildungsjahr ist ein 4 wöchiges (160 Stunden) Praktikum in einer Apotheke zu absolvieren. Mit Beendigung des zweiten Ausbildungsjahres folgt ein sechsmonatiges Praktikum in der Apotheke mit folgenden Schwerpunkten:

  • Rechtsvorschriften über den Apothekenbetrieb sowie über den Verkehr mit Arzneimitteln, Betäubungsmitteln und Gefahrstoffen, soweit sie die Tätigkeit des pharmazeutisch-technischen Assistenten/der pharmazeutisch-technischen Assistentin berühren
  • Fertigarzneimittel, deren Anwendungsgebiete sowie ordnungsgemäße Lagerung
  • Gefahren bei der Anwendung von Arzneimitteln
  • Merkmale eines Arzneimittelmissbrauchs und einer Arzneimittelabhängigkeit
  • Notfallarzneimittel nach den Anlagen 3 und 4 der Apothekenbetriebsordnung
  • Prüfung von Arzneimitteln, Arzneistoffen und Hilfsstoffen in der Apotheke
  • Herstellung von Arzneimitteln in der Apotheke
  • Ausführung ärztlicher Verschreibungen
  • Beschaffung von Informationen über Arzneimittel und apothekenübliche Waren unter Nutzung wissenschaftlicher und sonstiger Nachschlagewerke einschließlich EDV-gestützter Arzneimittelinformationssysteme
  • Berechnung der Preise von Fertigarzneimitteln, Teilmengen eines Fertigarzneimittels, Rezepturarzneimitteln sowie apothekenüblichen Medizinprodukten
  • Informationen bei der Abgabe von Arzneimitteln, insbesondere über die Anwendung und die ordnungsgemäße Aufbewahrung sowie Gefahrenhinweise
  • Aufzeichnungen nach § 22 der Apothekenbetriebsordnung
  • Apothekenübliche Waren, insbesondere diätetische Lebensmittel, Mittel der Säuglings- und Kinderernährung, Mittel und Gegenstände der Körperpflege, Verbandstoffe und andere apothekenübliche Medizinprodukte sowie die Beratung zur sachgerechten Anwendung dieser Waren
  • Umweltgerechte Entsorgung von Arzneimitteln, Chemikalien, Medizinprodukten und Verpackungen sowie rationelle Energie- und Materialverwendung

Kosten der Ausbildung

Für die Ausbildung können Kosten anfallen, insbesondere Lehrgangsgebühren bzw. Schulgeld (v. a. an privaten Bildungseinrichtungen) sowie Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Für den theoretischen Unterricht entstehen Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur). Für die praktische Ausbildung wird Berufskleidung benötigt. Auch Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung können entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Der schulische Teil der Ausbildung als Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in wird nicht vergütet. Für das an die schulische Ausbildung anschließende Berufspraktikum (Anerkennungspraktikum) für die staatliche Anerkennung des Berufsabschlusses wird eine Ausbildungsvergütung bezahlt. Praktikanten und Praktikantinnen, die im Geltungsbereich des Bundesrahmentarifvertrages für Apothekenmitarbeiter arbeiten, erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung von € 533.

Berufs- und Verdienstaussichten

Tarifbereich öffentlicher Dienst

 

Bei einer Eingruppierung in die Entgeltgruppe 6, Stufe 3 bis Stufe 6, erhalten Beschäftigte in medizinischen Hilfsberufen und medizintechnischen Berufen bei den Kommunen ein Monatsbruttoentgelt von € 2.401 bis € 2.657. Das Erreichen der jeweils nächsten Stufe ist von den Zeiten ununterbrochener Tätigkeit in der Entgeltgruppe und der Leistung abhängig.

 

Tarifbereich Apothekenmitarbeiter

 

Pharmazeutisch-technische Assistenten/Assistentinnen mit Berufserfahrung erhalten ein Bruttomonatsgehalt von € 2.111 bis € 2.400.

 

Quelle: Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)

Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Tarifliche Regelungen

Für Pharmazeutisch-technische Assistenten/-innen kommt überwiegend der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) in Frage.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Qualifizierung und Spezialisierung

Das Themenspektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von chemischer Labortechnik über Qualitätssicherung bis hin zu Waren- und Produktkunde. Auch wenn sich Pharmazeutisch-technische Assistenten und Assistentinnen auf Einsatzgebiete spezialisieren möchten, finden sie in Bereichen wie Warenwirtschaft oder Kundenberatung entsprechende Angebote.

Aufstieg

Wer sich das Ziel gesetzt hat, beruflich voranzukommen, kann ebenso aus einer Palette an Angeboten zur Aufstiegsweiterbildung auswählen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Pharmazie abzulegen.

Qualifizierungslehrgänge:

  • Pharmazie
  • Laborkunde
  • Naturwissenschaftliches Laboratorium, Labor- und Analysentechnik (ohne medizinisches Labor) - Fachfortbildung
  • Angewandte Verfahrenstechnik
  • Waren-, Produkt- und Verkaufskunde – Gesundheitswesen, Medizin, Pharmazie
  • EDV-Anwendungen im Gesundheitswesen und in der Pharmazie
  • Qualitätssicherung, -management, -prüfung – Chemie, Physik, Biologie, Pharmazie
  • Hygiene im Gesundheitsbereich
  • Planung und Steuerung, Arbeitsvorbereitung
  • Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz – sonstige Branchen

Aufstiegsweiterbildungen:

  • Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Pharmazie
  • Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Chemie
  • Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Biotechnik
  • Technischer Fachwirt/Technische Fachwirtin
  • Geprüfter Pharmareferent/Geprüfte Pharmareferentin (Weiterbildung)

Studienfächer:

  • Pharmazie (Bachelor)
  • Pharmazie (Staatsexamen)
  • Pharmatechnik (Bachelor)
  • Biochemie (Bachelor)

Interessante Links

Berufe in der Apotheke:

http://www.apolista.de/apothekenberufe/index.html

Bundesärztekammer – Gesundheitsberufe:

http://www.bundesaerztekammer.de/usXMLIndex.asp?his=0.1.17.3619.8296&cmd=show&id=37

Berufsverband der PTA – Ihre berufliche Interessenvertretung Nr. 1 für PTA:

http://www.bvpta.de/

Apothekengewerkschaft:

http://www.adexa-online.de/

Job- und Bewerberdatenbanken

Stellenmarkt für Ärzte und weitere medizinische Berufe:

www.jobcenter-medizin.de

Vermittlung und Überlassung von Profis aus Medizin und Pflege:

http://www.stegmed.de

Stellenangebote im Gesundheitswesen:

http://www.medi-jobs.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen:

http://jobboerse.arbeitsagentur.de


Allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert

http://www.jobpilot.de

Allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion:

http://www.jobsuche.de

Jobbörse mit Unterteilung in Branchen und Regionen:

http://www.jobrobot.de

Große Jobbörse für Gesundheitsberufe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich:

http://www.stepstone.de

Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU- Bürger)

Berufliche Ausbildung in Deutschland
Im Bereich der dualen Ausbildung (die in einem Unternehmen und einer Berufsschule stattfindet) existieren für die Bürger aus der EU, der EWR und EFTA Mitgliedsstaaten keine Einschränkungen. Sie können sich direkt bei einem Unternehmen bewerben.

Für die BürgerInnen aus Bulgarien und Rumänien gelten bis 31.12.2013 andere Regelungen, da der Lehrvertrag einen Arbeitsvertrag darstellt und somit eingeschränkt ist. Falls ein Arbeitgeber in Deutschland einen Lehrling aus den genannten Ländern einstellen möchte, muss dieser sich einer Arbeitsmarktprüfung bei der zuständigen Arbeitsagentur unterziehen.

Alle staatlichen und privaten Schulen (z.B. Fachschulen und Berufsfachschulen) können ohne weiteres von allen EU-27 und EFTA Bürgern besucht werden.

Studium in Deutschland
Personen aus den EU-27 und EWR Staaten haben die gleichen Rechte wie Einheimische in allen Angelegenheiten rund ums Studium und sie müssen insbesondere keine höheren Studiengebühren bezahlen.
Wer den Abschluss eines ordentlichen Studiums anstrebt, muss sich um die Zulassung bei der gewählten Universität oder Hochschule, bei "Hochschulstart" oder auch bei "uni-assist" bewerben. Genaue Informationen und Entscheidungshilfen finden Sie hier.

Hierfür müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:
- gültiges Reisedokument (Reisepass) oder Staatsbürgerschaftsnachweis in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis
- Antragsformular (zu erhalten auf der Homepage der jeweiligen Universität oder Hochschule oder vor Ort im Studierendenbüro)
- Nachweis über die Hochschulzugangsberechtigung, wie beispielsweise ein High School Diploma, Gaokao, Matura, A-Levels, Bachillerato (Original oder beglaubigte Kopie, bei ausländischen Dokumenten versehen mit einer beglaubigten Übersetzung). Ob Ihr Schulbesuch dem deutschen gleichgestellt ist erfahren Sie beim DAAD oder bei ANABIN.
- erforderlichenfalls Nachweis der besonderen Eignung (z.B. Zulassungsprüfung). Dies gilt insbesondere bei einem Studium in den Bereichen Architektur, Zahnmedizin, Medizin, Pharmazie, etc.
- Nachweis darüber, dass Sie über hinreichende Deutschkenntnisse verfügen (bei internationalen Studiengängen auch über die geforderten anderen Sprachen)
- Nachweis über eine Krankenversicherung (ohne Krankenversicherung kein Studium)
- Passfotos für den Studentenausweis.

Aufgrund der Eigenständigkeit der deutschen Universitäten und Hochschulen kann es zu zusätzlichen Aufnahmeanforderungen und Aufnahmeprüfungen kommen (erwähnt seien hier beispielsweise besondere Motivationsschreiben oder Nachweise über besondere künstlerische Begabungen).

Nach der Einreise (ein Visum ist nicht mehr nötig) melden Sie sich bitte beim zuständigen Einwohnermeldeamt und lassen sich registrieren.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.

Voraussetzung für die Ausbildungsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)

Nicht-EU Staatsangehörige benötigen in aller Regel ein Visum zur Einreise nach Deutschland, für den Aufenthalt in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken und für die Arbeitsaufname eine Arbeitserlaubnis. Ob dies auch für Sie gilt, erfahren Sie hier oder bei den deutschen Botschaften und Konsulaten in Ihrem Land.

Personen aus Drittstaaten oder staatenlose Personen erkundigen sich bitte beim International Office, im Studierendensekretariat der jeweiligen Hochschule oder Universität oder bei uni-assist, der Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen, ob ihre Hochschulzugangsberechtigung der deutschen gleichwertig ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müssen sie eine Feststellungsprüfung ablegen.
Ausländer, die an einer Hochschule (gemeint sind nicht die Universitäten, sondern die ehemaligen Fachhochschulen) in Baden-Württemberg studieren wollen, wenden sich bitte an das ASK zur Klärung ihrer Hochschulberechtigung.

Vor der Einreise kümmern Sie sich bitte um Folgendes:
- erbringen Sie Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel, um sich ein Studium und das Leben in Deutschland auch finanzieren zu können (im Moment sind es 643 Euro für jeden Monat des Ausbildungszeitraumes, die nachgewiesen werden müssen; zusätzliche Informationen erhalten Sie hier)
- kümmern Sie sich um eine Krankenversicherung.

Ansonsten gelten zusätzlich die gleichen Anforderungen wie für Personen der EU-17 oder EWR Staaten.

Weitere Informationen bezüglich eines Studiums in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des German Academic Exchange Service.

Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für EU-Bürger)

EU,EWR und Schweiz
Personen aus den EU Staaten, EWR und der Schweiz können in Deutschland grundsätzlich leben und arbeiten. Eventuell ist für die Berufsausübung in Deutschland eine staatliche Zulassung erforderlich. Bitte informieren Sie sich hier über die Anerkennungsverfahren in Brandenburg.

Personen aus Rumänien und Bulgarien unterliegen in Deutschland noch bis zum 31.12.2013 der Arbeitsgenehmigungspflicht. Eine Arbeitsaufnahme ist nur möglich, wenn die zuständige Agentur für Arbeit hierfür eine Genehmigung erteilt.

Weitere Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit und der Europäischen Kommission.

Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme für Personen aus dem Ausland
(für nicht-EU Bürger)

Nicht-EU Staatsangehörige benötigen zur Arbeitsaufnahme in Deutschland einen Aufenthaltstitel, der dieses Recht auch gewährt. Denn zu beachten gibt es hier, dass es verschiedene Aufenthaltstitel in Deutschland gibt. Bis auf Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika müssen Bürger aller anderen Drittstaaten vor der Einreise bei der für ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen entsprechenden Aufenthaltstitel beantragen.

Vereinfachte Aufenthaltsregelungen gelten seit Mai 2012 für Nicht-EU-Staatsbürger mit einem Hochschulabschluss (oder vergleichbarer Qualifikation) durch die sog. „Blaue Karte EU“. (Diesen Aufenthaltstitel erhalten Personen mit einem Arbeitsverhältnis über mindestens 44.800 Euro brutto. Nach 3 Jahren mit Arbeitsverhältnis wird eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erteilt.)

Weitere Informationen zum Aufenthalt in Deutschland finden Sie beim Auswärtigen Amt unter Einreisebestimmungen für Deutschland, Visa.
Informationen zur Arbeitsmarktzulassung in Deutschland finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Frank Ploß
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: BZ.ffo@verdi.de
Homepage
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Adexa
Die Apothekengewerkschaft
Hudtwalckerstraße 10
22299 Hamburg
Deutschland
E-mail: info@adexa-online.de
Homepage
Adexa

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Keithstraße 1/3
10787 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 111
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Regina Gebhardt-Hille
Bergerstr. 30
16225 Eberswalde
Deutschland
Tel.: +49 3334 374615
E-mail: regina.gebhardt-hille@arbeitsagentur.de
Homepage
EURES-Beratung

Attraktive Arbeitgeber aus der Region

Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH
Müllroser Chaussee 7
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 548- 0
Tel.: +49 335 548-2003
E-mail: gf@klinikumffo.de
Homepage

Carl-Thiem-Klinikum
Thiemstr. 111
03048 Cottbus
Deutschland
Tel.: +49355-460
E-mail: ctk@ctk.de
Homepage
Carl-Thiem-Klinikum

Sonstige wichtige Ansprechpartner

IHK -Projektgesellschaft mbH
Internationale Zusammenarbeit
Puschkinstraße 12 b
D-15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0)335 5621-2310
Tel.: +49 (0)335 5621-2001
E-mail: projekt@ihk-projekt.de
Homepage
IHK -Projektgesellschaft mbH

Ansprechpartner für Anerkennung

IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung
Julia Lexow-Kapp
Heinrich-Mann-Allee 103
14473 Potsdam
Deutschland
Tel.: +49331866-5274
E-mail: julia.lexow-kapp[at]masf.brandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, russisch
IQ Netzwerk Brandenburg

IQ Netzwerk Brandenburg
Anerkennungsberatung in Ostbrandenburg
Logenstraße 12
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 55345922
Tel.: +49335 55345903
E-mail: integra@kowa-ffo.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, polnisch, englisch
IQ Netzwerk Brandenburg

IQ für Arbeitgeber - Beratungsstelle
bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg GmbH
Potsdamer Straße 1-2
15234 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 5569 322
Tel.: +49 335 5569 403
E-mail: joanna.rynkiewicz@bbw-ostbrandenburg.de
Homepage
Beherrscht folgende Sprachen: deutsch, englisch, polnisch
IQ für Arbeitgeber - Beratungsstelle