Sport- und Fitnesskaufmann/-frau in Deutschland

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

 

Während einer dualen Berufsausbildung werden Sport- und Fitnesskaufleute im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Sie sind Dienstleistungskaufleute, die durch ihre vielfältigen betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und kundenorientierten Tätigkeiten zu einem reibungslosen Sportbetrieb beitragen. In Fitness- und Gesundheitsstudios sowie Vereinen und Verbänden entwickeln Sport- und Fitnesskaufleute Konzepte für Sport- und andere Dienstleistungsangebote. Sie betreuen Kunden und beraten sie zu Sportangeboten sowie zu gesundheitlichen Aspekten von Bewegung und Ernährung. Marketing- und gesundheitsbezogene Veranstaltungen zu planen und durchzuführen gehört ebenfalls zu ihrem Beschäftigungsfeld. Außerdem übernehmen sie Aufgaben im Rechnungswesen, im Controlling und in der Personalwirtschaft.

Quelle: BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Sport- und Fitnesskaufmann/-frau ist teilweise vergleichbar mit dem polnischen Beruf:

  • Techniker – Kaufmann (poln. technik handlowiec), Ausbildungsart - Branchenschule 2. Grades (polnische Bezeichnung: szkoła branżowa II stopnia)

Die Ausbildung im Beruf Techniker – Kaufmann im Handel wird in Polen ohne Spezialisierung nach Branchen bzw. Wirtschaftszweigen realisiert.

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Die Ausbildungsstätte ist im dualen System in erster Linie der Betrieb. Zusätzlich gibt es Berufsschulen (in Brandenburg heißen sie "Oberstufenzentren"). Das Ausbildungsunternehmen informiert, welche die entsprechende Schule für diesen Beruf in der Region ist.

Konrad-Wachsmann Oberstufenzentrum
Campus für berufliche Bildung
Potsdamer Straße 4
15234 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0)335 606970
Tel.: +49 (0)335 6069719
E-mail: kwosz@schulen-ff.de
Homepage

Oberstufenzentrum II Potsdam
Wirtschaft und Verwaltung
Zum Jagenstein 26
14478 Potsdam
Deutschland
Tel.: +49 (0) 331 2 89 72 00
Tel.: +49 (0) 331 2 89 72 01
E-mail: osz2.potsdam@t-online.de
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Duale Ausbildung

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Sport- und Fitnesskaufleute mit einem mittleren Bildungsabschluss ein.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Verkürzung der Ausbildung

Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Die Verkürzungsdauer beträgt meist 6 Monate.

Ausbildungsinhalte

Im 1. und 2. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • Sport- und Fitnessangebote zu erarbeiten und den Kunden anzubieten
  • worauf man bei der Warenannahme achten muss, wie man Angebote einholt und Bestellungen durchführt
  • wie man Veranstaltungen konzipiert, organisiert und durchführt und schließlich die Abrechnung erstellt
  • wie man individuelle Trainingspläne erstellt und umsetzt
  • wie Verkaufsgespräche geführt werden können und wie man Mitgliedsverträge abschließt
  • Werbekonzepte zu entwickeln, die Kosten zu kalkulieren und mit den Medien zusammenzuarbeiten
  • was man über Pflege und Instandhaltung der Sporteinrichtungen und Geräte wissen muss
  • wie man Zielgruppen ermittelt und Mitgliederwerbungsaktionen durchführt
  • wie man Geschäftsvorgänge für das Rechnungswesen bearbeitet, Kosten erfasst und Beiträge einzieht
  • wie man Nutzungs-, Belegungs- und Personaleinsatzpläne erstellt
  • wie man Kundenkontakte pflegt, Kunden berät und Reklamationen bearbeitet

Im 3. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden:

  • wie man Gebühren und Beiträge berechnet, den Zahlungsverkehr und das Mahnwesen bearbeitet, den Jahresabschluss vorbereitet und die Inventur durchführt
  • das Controlling durchzuführen, betriebliche Kennzahlen auszuwerten sowie Statistiken zu erstellen und zu bewerten
  • was man über das Personalwesen und die Entgeltabrechnungen wissen muss und wie man den Einsatz von Personaldienstleistern plant

Während der gesamten Ausbildungszeit wird den Auszubildenden vermittelt:

  • wie man individuelle Eingangschecks durchführt und individuelle Trainingspläne erstellt
  • welche anatomischen, physiologischen und ernährungsbezogenen Aspekte man berücksichtigen muss
  • wie man verschiedene Zielgruppen berät
  • verschiedene Trainingsmethoden und Bewegungstechniken einzusetzen
  • welche gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag entstehen
  • wie der Ausbildungsbetrieb organisiert ist
  • wie die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften angewendet werden
  • welche Umweltschutzmaßnahmen zu beachten sind

In der Berufsschule sind folgende Lernfelder Gegenstand des theoretischen Unterrichts:

  • Kunden und Mitglieder sportfachlich beraten und betreuen
  • Investitionsentscheidungen vorbereiten und Finanzquellen erschließen
  • Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern
  • personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
  • den Betrieb erkunden und darstellen
  • die Berufsausbildung selbstverantwortlich mitgestalten
  • Geschäftsprozesse erfassen und auswerten
  • Märkte analysieren und Marketinginstrumente anwenden
  • Leistungsangebot erstellen und Marketingstrategie entwickeln
  • Sachleistungen beschaffen
  • Dienst- und Sachleistungen anbieten
  • sportliche und außersportliche Veranstaltungen organisieren

Quelle: BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • den Betrieb erkunden und darstellen (80 h)
  • die Berufsausbildung selbstverantwortlich mitgestalten (60 h)
  • Geschäftsprozesse erfassen und auswerten (80 h)
  • Märkte analysieren und Marketinginstrumente anwenden (100 h)
  • Leistungsangebot erstellen und Marketingstrategie entwickeln (60 h)
  • Sachleistungen beschaffen (80 h)
  • Dienst- und Sachleistungen anbieten (80 h)
  • sportliche und außersportliche Veranstaltungen organisieren (60 h)
  • Kunden und Mitglieder sportfachlich beraten und betreuen (80 h)
  • Investitionsentscheidungen vorbereiten und Finanzquellen erschließen (40 h)
  • Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern (80 h)
  • personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen (80 h)

Gesamtstunden: 880 Stunden

Stundenpensum (Praxis)

Ausbildung im Betrieb:

  • Sport und Bewegung
  • Geschäfts- und Leistungsprozess
  • Marketing
  • Planung und Organisation von Veranstaltungen
  • technischer Betriebsablauf, Betriebssicherheit
  • kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • der Ausbildungsbetrieb
  • Information, Kommunikation und Kooperation
  • Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. Ausbildungsjahr
  • Personalwirtschaft

Kosten der Ausbildung

Duale Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Unter bestimmten Bedingungen können Auszubildende Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhalten.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Ausbildungsvergütung

 

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist abhängig vom Ausbildungsbereich (z.B. Industrie und Handel, Handwerk) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet.

Auch die Stadt/Region ist entscheidend für die Höhe der Ausbildungsvergütung, es kommt immer noch zu Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können monatlich ca. 700 bis 800 € Ausbildungsvergütung erhalten.

Quelle:

Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)

Berufs- und Verdienstaussichten

Das Einkommen der Beschäftigten von Bund und Kommunen richtet sich nach der Eingruppierung in die Entgeltgruppen und Stufen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD). Manche Einrichtungen und Arbeitgeber lehnen ihre Vergütungen an die Vereinbarungen im öffentlichen Dienst an. Auch in der privaten Wirtschaft haben Tarifverträge einen maßgeblichen Einfluss auf den Verdienst. Einkommen werden aber auch unabhängig von Tarifverträgen vereinbart.

Die Zuordnung zu den tariflichen Vergütungsgruppen hängt beispielsweise davon ab, welche Ausbildung vorliegt, ob Weiterbildungen absolviert wurden, wie komplex die Aufgaben sind, wie groß die Verantwortung ist und welche beruflichen Erfahrungen vorliegen. Auch regionale und branchenspezifische Faktoren spielen eine Rolle bei der Einkommenshöhe.

Tarifbereich öffentlicher Dienst

Bei einer Eingruppierung in die Entgeltgruppe 5, Stufe 3 bis Stufe 6, erhalten Beschäftigte bei den Kommunen ein Monatsbruttoentgelt von € 2.299 bis € 2.544. Das Erreichen der jeweils nächsten Stufe ist von den Zeiten ununterbrochener Tätigkeit in der Entgeltgruppe und der Leistung abhängig.

Quelle:

Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)

Tarifliche Regelungen

Für Sport- und Fitnesskaufleute kommt überwiegend der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) in Frage.

https://oeffentlicher-dienst.info

Weiterbildungsmöglichkeiten

Das Themenspektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von Finanz- und Rechnungswesen über Betriebswirtschaftslehre bis hin zu speziellen Sportarten. Wenn sich Sport- und Fitnesskaufleute auf Einsatzgebiete spezialisieren möchten, finden sie bei Sportvereinen oder in der Sportverwaltung in Bereichen wie Büro und Verwaltung oder Beratung entsprechende Angebote

Qualifizierungslehrgänge:

  • Sport und Freizeit – Fachfortbildung
  • Betriebswirtschaftliche Fachfortbildung – Sport, Freizeit
  • Finanz- und Rechnungswesen, Buchführung und Bilanz, Controlling und Revision
  • Büro, Sekretariat, Verwaltung
  • Betriebliche Organisation
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Kaufmännisches Grundwissen/Kaufmännische Qualifizierungen
  • EDV-Anwendungen im kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Bereich
  • Persönliche Arbeitstechniken, Arbeitsorganisation in Büro, Sekretariat und Verwaltung

Aufstiegsweiterbildungen:

- Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Sportfachwirt/Sportfachwirtin
  • Fitnessfachwirt/Fitnessfachwirtin

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

Studienfächer:

  • Sportmanagement, -ökonomie (Bachelor)
  • Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (Bachelor)
  • Sportwissenschaft (Bachelor)

Interessante Links

Das Fachportal für Hotel und Gastronomie:

http://www.ahgz.de

Deutsche Gesellschaft für Ernährung:

http://www.dge.de/

VERBAND DEUTSCHER FITNESS- UND GESUNDHEITSUNTERNEHMEN E.V.:

http://www.vdf-fitnessverband.de

Fitness, Sport, Wellness, Freizeit – Fitnesswelt.com Homepage:

http://www.fitnesswelt.com/

Job- und Bewerberdatenbanken

Ihr Partner für Jobs im Sportmarkt:

www.sport-job.de

Jobbörse für die Fitness- und Wellnessbranche:

http://www.fitness-beruf.de/

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen:

http://jobboerse.arbeitsagentur.de


Jobbörse für Bereiche Fitness und Freizeit:

http://www.joborama.de/

Allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert:

http://www.jobpilot.de

Allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion:

http://www.jobsuche.de

Unterteilung in Branchen und Regionen:

http://www.jobrobot.de

Große Jobbörse für Fitnessberufe:

http://www.stepstone.de

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

IHK Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12b
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 5621-1111
Tel.: +49335 5621-1119
E-mail: info@ihk-ostbrandenburg.de
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
Homepage