Zahnmedizinische Assistentin / zahnmedizinischer Assistent in Polen

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Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

 

Postsekundäre berufliche Schule (polnische Bezeichnung: szkoła policealna) 

In dem polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen mit dem mittleren Bildungsabschluss (in Polen z.B. Lyzeen) bestimmte Schulart. Das Reifezeugnis (bestandene Abiturprüfung) wird von den Bewerbern nicht verlangt.

Berufsabschluss: Zahnmedizinische Assistentin / zahnmedizinischer Assistent (poln. asystentka stomatologiczna / asystent stomatologiczny)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Zahnmedizinische Assistentinnen und Assistenten, Absolventen einer einjährigen postsekundären beruflichen Schule finden Beschäftigung in:

  • zahnmedizinischen Kliniken,
  • zahnmedizinischen Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens,
  • privaten Zahnarztpraxen,
  • Ambulanzen für Gesundheitsprophylaxe.

Zu den wichtigsten beruflichen Aufgaben der zahnmedizinischen Assistentinnen und Assistenten gehört es u.a.:

  • Zahnärzten während der Durchführung von Präventiv-, Heil- und Rehabilitationsmaßnahmen zu assistieren,
  • zahnmedizinisches Material und Medikamente bereitzustellen,
  • Instrumente und Geräte fachgerecht zu bedienen und zu pflegen,
  • Arbeitsplatz des Zahnarztes und der Assistentin während und nach der Behandlung sauber zu halten und Abfälle zu trennen,
  • Patienten für zahnärztliche Behandlung vorzubereiten, Patienten über ärztliche Empfehlungen vor und nach der Behandlung, gegebenenfalls auch schriftlich, zu informieren,
  • Vitalfunktionen des Patienten während und nach der Behandlung zu überwachen,
  • mit Zahnärzten während der Durchführung von Erste-Hilfe-Maßnahmen zusammenzuarbeiten,
  • Patientenakten nach ärztlicher Anordnung unter Beachtung relevanter Rechtsvorschriften zu führen,
  • Terminbuch zu führen und zahnmedizinische Leistungen zu registrieren,
  • mit den sanitäts-epidemiologischen Stellen und zahntechnischen Laboren zusammenzuarbeiten. 

    Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

    Der polnische Beruf zahnmedizinische Assistentin / zahnmedizinischer Assistent (poln. asystentka stomatologiczna / asystent stomatologiczny) ist teilweise vergleichbar mit dem deutschen Beruf:

    • Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r, Ausbildungsart – bundesweit geregelte dreijährige duale Berufsausbildung.

    Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

    Ausbildungsstätten

    Ausbildungsstätten im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober, die Ausbildungsmöglichkeiten im Beruf zahnmedizinische Assistentin / zahnmedizinischer Assistent anbieten:

     

    1. AP Edukacja, ul.  Pocztowa 3/7, 66-400 Gorzów Wlkp., www.apedukacja.pl
    2. TEB Edukacja, ul. Okrzei 42, 66-400 Gorzów Wlkp., www.teb.pl
    3. Awangarda,ul. Młyńska 1, 66-400 Gorzów Wlkp., www.awangarda.edu.pl
    4. Szkoła Medyczna TEB Edukacja, ul. Jedności 9/5, 65-018 Zielona Góra, www.teb.pl
    5. Medyczne Studium Zawodowe,ul. Wazów 44, 65-044 Zielona Góra, www.medyk.zgora.pl

    Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

    Personen, die Ausbildung zur zahnmedizinischen Assistentin bzw. zum zahnmedizinischen Assistentenin einer zweijährigen postsekundären beruflichen Schule aufnehmen möchten, müssen den mittleren Schulabschluss (nach polnischem System)besitzen. Abitur ist nicht notwendig.

    Erforderliche Unterlagen:

     

    • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich).
    • Schulabschlusszeugnis,
    • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung in dem gegebenen Beruf vorliegen,
    • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

      Ausbildungsdauer

      Postsekundäre berufliche Schule (poln. szkoła policealna) – Ausbildungsdauer: 1 Jahr (2 Semester)

      Ausbildungsinhalte

      Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung *:

       

      Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf zahnmedizinische Assistentin festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

       

      1. Ausbildungseffekte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungseffekte und Ausbildungseffekte, die für Berufe aus dem Ausbildungsbereich Medizin und Soziales gemeinsam sind) – 430 Stunden
      2. Assistenz bei zahnärztlichen Behandlungen und Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft in einer Zahnarztpraxis – 290 Stunden

      Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Assistenz bei zahnärztlichen Behandlungen und Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft in einer Zahnarztpraxis” findet gegen Ende des Schuljahres statt.

      *) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten, für alle Berufe und für Berufe des gegebenen Ausbildungsbereiches gemeinsamen Ausbildungseffekte, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.  

      Stundenpensum (Theorie)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in postsekundären beruflichen Schulen mit einjähriger Ausbildungsdauer 800 Stunden, wovon 400 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der theoretischen Berufsausbildung:

       

      1. Grundlagen derwirtschaftlichen Tätigkeit im Gesundheitswesen – 48 Std. 
      2. EDV im Gesundheitswesen – 32 Std.
      3. Grundriss der Anatomie und Pathophysiologie, Erste Hilfe – 64 Std.
      4. Berufliche Tätigkeit einer zahnmedizinischen Assistentin – 144 Std.
      5. Fachliche Fremdsprache in der Zahnmedizin – 64 Std.
      6. Gebärdensprache – 48 Std.

      Stundenpensum (Praxis)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in postsekundären beruflichen Schulen mit einjähriger Ausbildungsdauer 800 Stunden, wovon 400 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

       

      Fächer in der praktischen Berufsausbildung*:

      1. Assistenz bei zahnärztlichen Behandlungen – 224 Std.
      2. Medizinische und finanzielle Dokumentation führen – 112 Std.
      3. Kommunikation in einer Zahnarztpraxis – 64 Std.

      *) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und bei Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

      Kosten der Ausbildung

      Öffentliche Schulen – kostenfrei

      Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

      Ausbildungsvergütung und -förderungen

      Im Unterschied zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

      Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

      Berufs- und Verdienstaussichten

      Beschäftigung finden zahnmedizinische Assistentinnen und Assistenten, Absolventen einer postsekundären beruflichen Schule, in öffentlichen und privaten zahnmedizinischen Kliniken, zahnmedizinischen Hochschulen und in privaten Zahnarztpraxen.

      Zahnmedizinische Assistentinnen und Assistenten gehören zu den meistgesuchten Fachkräften in den EU-Ländern. Seit einigen Jahren lässt sich auch in Polen ein erhöhtes Interesse an diesem Beruf beobachten. Gegenwärtig wird die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung von ca. 38.000 Zahnärzten und -ärztinnen sichergestellt und es ist anzunehmen, dass nur ein Drittel von ihnen mit qualifizierten zahnärztliche Assistentinnen bzw. Assistenten arbeitet. Die Beschäftigungsperspektiven sind deswegen als sehr gut zu bewerten.

      Das Einkommen der zahnmedizinischen Assistentin beträgt durchschnittlich ca.1.600-2.100 Zloty bruttoim Monat.

      Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

      Tarifliche Regelungen

      Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

      Weiterbildungsmöglichkeiten

      Zahnmedizinische Assistentinnen und Assistenten, Absolventen einer postsekundären beruflichen Schule, mit bestandener Reifeprüfung (Hochschulzugangsberechtigung) haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Hochschulen und Universitäten fortzusetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für einen der verwandten Studiengänge, z.B. in medizinischen Hochschulen, zu entscheiden.

      Hochschulen im polnischen Teil und in der Nachbarschaft der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober, die entsprechende Möglichkeiten der Ausbildungsfortsetzung anbieten:

      1. Lubuska Wyższa Szkoła Zdrowia Publicznego w Zielonej Górze [Hochschule für öffentliche Gesundheit in Zielona Góra],ul. Sulechowska 18a, 65-119 Zielona Góra, www.studiujzprzyszloscia.pl

      Studiengang:Öffentliche Gesundheit 

      2. Wyższa Szkoła Inżynierii Dentystycznej i Nauk Humanistycznych [Hochschule für Dentaltechnik und Humanwissenschaften], ul. Słoneczna 2, 43-450 Ustroń, www.wsid.edu.pl

      Studiengang:Dentaltechnik

      3. Uniwersytet Medyczny im. Karola Marcinkowskiego w Poznaniu [Karol-Marcinkowski-Universität für Medizin in Poznań], Collegium Maius, ul. Fredry 10, 61 -701 Poznań, www.usoms.poznan.pl

      Fakultäten:  Humanmedizin I, Humanmedizin II (Zahnmedizin, Humanmedizin in Englisch, Aufbaustudiengänge für Ärzte), Pharmazie, Gesundheitswissenschaften

      4. Pomorski Uniwersytet Medyczny w Szczecinie [Pommersche Medizinische Universität in Szczecin], ul. Rybacka 1, 70 -204 Szczecin, www.pum.edu.pl

      Fakultäten: Humanmedizin mit Studiengang in Englisch, Zahnmedizin, Bio- und Labortechnik, Gesundheitswissenschaften

      Interessante Links

      In Polnisch:

      Lehrprogrammgrundlage für die Ausbildung im Beruf zahnmedizinische Assistentin:

      http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=325101

      Internetforen zum zahnmedizinische Assistentinnen und Assistenten:

      http://index.forum.gazeta.pl/szukaj/forum/asystentka+stomatologiczne

      http://forum.dentonet.pl/viewtopic.php?t=21125

      Zahnmedizinisches Internetportal:

      http://www.portaldentystyczny.pl/

      Internetforum für praktische Zahnmedizin:

      http://praktycznastomatologia.pl/

      Job- und Bewerberdatenbanken

      In Polnisch:

      Stellenangebote für zahnmedizinische Assistentinnen und Assistenten:

      http://jooble.com.pl/search-vacancy-pl/kw-asystentka-stomatologiczna

      Allgemeine Internet-Jobbörsen:

      www.telepraca.org.pl

      www.eures.praca.gov.pl

      Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

      Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen isthierzu finden. Nachfolgend einige Kontaktadressen aus der Region:

       


      NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. E. Borowskiego 31
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. Lisowskiego 5
      65-072 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
      [centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
      ul. Wyspiańskiego 130
      65-036 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

      Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
      [organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
      ul. Reja 6
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
      [regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
      ul. Kazimierza Wielkiego 1
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Obotrycka 8
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Reja 9
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitsvermittler

      Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Walczaka 110
      66-400 Gorzów Wlkp
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Pl. Powstańców Wlkp. 1
      66-300 Międzyrzecz
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Mickiewicza 3
      69-100 Słubice
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Al. Wolności 39
      66-500 Strzelce Krajeńskie
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Lipowa 18 b
      69-200 Sulęcin
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
      Homepage