Servicefahrer/-in in Deutschland

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

Unter der dualen Ausbildung versteht man die parallele Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Voraussetzung für eine Berufsausbildung im dualen System ist in Deutschland ein Berufsausbildungsvertrag mit einem Betrieb.

Abschluss: Servicefahrer/ Servicefahrerin

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Vor Beginn ihrer Auslieferungstour stellen sie ihre Touren zusammen. Servicefahrer/-innen nehmen auszuliefernde Waren und Lieferscheine entgegen, prüfen sie auf Vollständigkeit und beladen ihr Fahrzeug. Dann fahren sie die Auslieferungsziele in der geplanten Reihenfolge an und liefern die Sendungen aus: Sie übergeben Pakete an die Empfänger, tragen Möbelstücke oder Geräte ins Haus oder transportieren Waren für den Einzelhandel in die Lagerräume. Dabei beraten sie auch die Kunden und nehmen Reklamationen an. Nach der Auslieferung lassen sie sich die Lieferscheine quittieren oder nehmen Zahlungen entgegen. Wenn sie ihre Tour beendet haben, entladen sie das Fahrzeug und leiten abgeholte Waren oder nicht zustellbare Sendungen, Aufträge, Lieferpapiere und Belege an die entsprechenden Stellen weiter.

Quelle: BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Servicefahrer/-in hat kein direktes Pendant unter den polnischen Ausbildungsberufen, ist aber teilweise vergleichbar mit  dem polnischen Beruf:

  • Lastkraftwagenfahrer (poln. kierowca samochodu ciężarowego) – zur Ausübung des Berufs ist, neben dem Führerschein entsprechender Klasse (C1, C1+E, oder C+E), Absolvierung eines gesetzlich vorgeschriebenen Qualifizierungskurses (280 Stunden) notwendig.

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Duale Ausbildung

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Servicefahrer/innen mit Hauptschulabschluss ein.

Quelle: BERUFENET

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 2 Jahre.

Verkürzung der Ausbildungszeit:

  • Die zuständige Stelle hat auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Ausbildenden die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird. Die Verkürzungsdauer ist unterschiedlich und hängt von der Vorbildung ab. Bei berechtigtem Interesse kann sich der Antrag auch auf die Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit beziehen (Teilzeitberufsausbildung).
  • Die Landesregierungen können über die Anrechnung von Bildungsgängen berufsbildender Schulen oder einer Berufsausbildung in sonstigen Einrichtungen bestimmen. Voraussetzung ist ein gemeinsamer Antrag der Auszubildenden und Ausbildenden an die zuständige Stelle.
  • Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Die Verkürzungsdauer beträgt meist 6 Monate.
  • Ggf. ist eine Verkürzung der Ausbildungsdauer für Auszubildende möglich, die eine betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) erfolgreich abgeschlossen haben.

Verlängerung der Ausbildungszeit:

  • In Ausnahmefällen kann die zuständige Stelle die Ausbildungszeit verlängern, wenn dies erforderlich ist.

Ausbildungsinhalte

Im 1. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb laut Ausbildungsrahmenplan beispielsweise:

  • wie man Termine mit Kunden abstimmt und Aufträge entgegennimmt
  • was bei der Tourenplanung zu beachten ist und wie man Straßenkarten liest
  • was bei der Annahme von Waren und beim Be- und Entladen von Fahrzeugen wichtig ist
  • wie man Daten eingibt, sichert und pflegt und was man über den Datenschutz wissen muss

In beiden Ausbildungsjahren lernen die Auszubildenden, wie man die Serviceleistungen des Unternehmens erbringt, indem man:

  • Geräte aufstellt und wartet, Geräteteile aus- und einbaut sowie die Funktionsfähigkeit wieder herstellt und prüft oder
  • Geräte reinigt und pflegt sowie den Zustand prüft oder
  • Warenbestände und Warenzustand prüft, Ablauffristen berücksichtigt, Fehlbestände ergänzt und Waren rückführt oder
  • Waren austauscht, Rückführungen kontrolliert und vorsortiert, Waren verteilt und einordnet oder
  • Waren anbietet, Verkaufsgespräche führt, Kassen führt und abrechnet und mit Warenbestandslisten abgleicht

Im 2. Ausbildungsjahr erfahren die Auszubildenden darüber hinaus zum Beispiel:

  • wie man den Transport der Waren entsprechend der Tourenplanung durchführt, die Fahrstrecke an die jeweiligen Gegebenheiten anpasst und dabei Lenk- und Ruhezeiten einhält
  • was hinsichtlich der Verkehrs- und Betriebssicherheit der Fahrzeuge und Transporthilfsmittel zu beachten ist
  • wie man Kunden über die gelieferten Waren informiert und sie in die Bedienung von Geräten einweist, wie Beratungsgespräche mit Kunden geführt werden und wie man mit Beschwerden und Reklamationen umgeht
  • wie man Zahlungen entgegennimmt und abrechnet
  • wie Dokumente und Warenrückführungen weitergeleitet werden
Quelle: BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf:

 

1. im Serviceunternehmen lernen und arbeiten: 80 h

2. Kundenaufträge annehmen und Waren kontrollieren: 60 h

3. Transporte vorbereiten: 60 h

4. Waren ausliefern und Kunden über Serviceleistungen informieren: 80 h

5. Serviceleistungen beim Kunden erbringen: 80 h

6. Zahlungsvorgänge durchführen: 40 h

7. Transporte durchführen und Touren nachbereiten: 80 h

8. Kundenkontakte pflegen und ausbauen und Qualität sichern: 80 h

Gesamtstunden: 560 Stunden

Stundenpensum (Praxis)

In der Regel arbeitet der Auszubildende an drei bis vier Tagen in der Woche im Betrieb, wo er die praktischen Fähigkeiten seines Ausbildungsberufes erlernt.

Kosten der Ausbildung

Duale Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Unter bestimmten Bedingungen können Auszubildende Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhalten.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist abhängig vom Ausbildungsbereich (z.B. Industrie und Handel, Handwerk) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet. Auch der räumliche Geltungsbereich des entsprechenden Tarifvertrages kann Einfluss auf die Höhe der Ausbildungsvergütung haben. Frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen sind möglich, wenn z.B. der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können monatlich z.B. folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 486 bis € 562
  • 2. Ausbildungsjahr: € 555 bis € 632

Quelle:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Tarifauswertung - Tarifvertragliche Ausbildungsvergütungen – Stand: Januar 2013

Berufs- und Verdienstaussichten

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt und Urlaubsgeld gezahlt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung in Abhängigkeit von der Branche etc. beispielsweise von ca. 1.400 € bis 1.700 € im Monat betragen.

Quelle: Kurzübersicht Tarifentgelte Berlin und Brandenburg

Tarifliche Regelungen

Zu den tariflichen Regelungen informiert das gemeinsame Tarifregister Berlin und Brandenburg.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Weiterbildung kann dazu dienen, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen.

Qualifizierungslehrgänge:

  • Logistik
  • Transport, Verkehr, Spedition – allgemein
  • Straßenverkehr
  • Service-, Kurierfahrer/-innen
  • Baumaschinen
  • Umgang mit Gefahrgut, Ladungssicherung
  • Sachkundige/-r für Hebezeuge
  • Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz – Transport, Verkehr
  • Unfallverhütung 

Aufstiegsweiterbildungen:

- Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Geprüfter Verkehrsfachwirt/Geprüfte Verkehrsfachwirtin
  • Technischer Fachwirt/Technische Fachwirtin

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

Studienfächer:

 

  • Logistik, Supply-Chain-Management (Bachelor)
  • Verkehrsbetriebswirtschaft (Bachelor)

Diverse Aufstiegsfortbildungen und Seminare finden Sie auch bei der IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg www.ihk-projekt.de.

Interessante Links

http://www.logistiklexikon.de/

Nachschlagewerk für Logistik-Fachtermini

http://www.logistiknetz-bb.de/startseite.html

LogitikNetz Berlin Brandenburg

http://www.berlinbrandenburglogistik.de/

Die Logistik-Datenbank der Region im Internet

http://www.hallo-ausbildung.de/

Deine Zukunft in der Logistik

http://berufswelt-logistik.de

Das Karriereportal für kluge Köpfe

http://www.vsbberlin.de/

Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg e.V.

Job- und Bewerberdatenbanken

http://www.logistik-jobs.de/

Jobbörse für Logistikbranche

http://www.truckerboerse.net/

Stellenangebote für Berufskraftfahrer

Logistik- Karriere

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de

allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert

http://www.jobsuche.de
allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion

http://www.jobrobot.de
Unterteilung in Branchen und Regionen

http://www.stepstone.de

Große Jobbörse. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich.

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
Homepage

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft
EVG
Chausseestraße 84
10115 Berlin
Deutschland
Tel.: +493042439075
Tel.: +493042439071
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

IHK Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12b
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 5621-1111
Tel.: +49335 5621-1119
E-mail: info@ihk-ostbrandenburg.de
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Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
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Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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