Fotograf/-in in Deutschland

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

 

Fotograf/-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO).

 

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Handwerk angeboten. Die duale Ausbildung zum/ zur Fotograf/-in findet in der Regel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.

 

Abschluss: Fotograf/ Fotografin

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Fotografen und Fotografinnen arbeiten in den Schwerpunkten Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie- und Architekturfotografie oder Wissenschaftsfotografie. Darüber hinaus werden Fotografien auch im Film und in der Videotechnik eingesetzt. Vor einer Aufnahme entscheiden Fotografen und Fotografinnen, welches Aufnahmematerial und welche Kamera einschließlich Objektiv sich für die jeweiligen Aufnahmebedingungen am besten eignen. Sie wählen die fotografische Technik sowie die Beleuchtungsart, richten die Beleuchtung ein und fotografieren ihr Motiv. Häufig machen sie mehrere Aufnahmen vom gleichen Motiv, z.B. mit verschiedenen Objektiven, aus unterschiedlichen Kamerawinkeln oder bei veränderten Lichtverhältnissen. Außerdem bearbeiten sie die Fotografien, retuschieren, vergrößern oder vervielfältigen diese.

Quelle: BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Fotograf/-in ist teilweise vergleichbar mit polnischen Berufen:

  • Fotograf (poln. fotograf), Ausbildungsniveau – dreijährige Berufsgrundschule (polnische Bezeichnung: zasadnicza szkoła zawodowa).
  • Fototechniker (poln. fototechnik), Ausbildungsniveau – vierjährige technische Sekundarschule (polnische Bezeichnung technikum).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum“ zu finden.

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Fotografen/ Fotografinnen mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife ein.

Quelle: BERUFENET

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Die Verkürzungsdauer beträgt meist 6 Monate.

Ausbildungsinhalte

In den ersten 18 Monaten lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • wie man Kundengespräche führt
  • wie Aufnahmeentwürfe erstellt werden
  • wie Kamerasysteme und Kamerazubehör sowie Beleuchtungsgeräte für den Transport vorbereitet und vor Witterungseinflüssen geschützt werden
  • wie Aufnahme-, Bearbeitungs- oder Wiedergabeverfahren von stehenden oder bewegten Bildern unterschieden werden
  • wie man Kameras einrichtet und vorhandenes Licht nutzt
  • wie Bilddatenformate unterschieden sowie Bilddaten ausgegeben und archiviert werden

In der zweiten Hälfte ihrer betrieblichen Ausbildung lernen die Auszubildenden u.a.:

  • wie man Bildkonzeptionen auftragsbezogen erarbeitet, beschreibt und skizziert
  • wie man entsprechend der Konzeption technische Hilfsmittel, Kamerazubehör und Gestaltungsmittel auswählt und einsetzt sowie rechnergestützte Gestaltungsmöglichkeiten nutzt
  • wie Daten für die technische Verarbeitung auf unterschiedlichen Bildträgern vorzugeben sind
  • wie Bildpräsentationen für verschiedene Medien vorbereitet und durchgeführt werden
  • wie man mit Beschwerden und Reklamationen umgeht
  • wie Termine geplant, Arbeitsschritte, Geräte und Hilfsmittel koordiniert werden
  • wie man Requisiten und Personen positioniert und die Beleuchtung richtig einsetzt

Darüber hinaus beschäftigen sich die Auszubildenden je nach Schwerpunkt mit folgenden Lernzielen:

Im Schwerpunkt Porträtfotografie:

  • wie man Kunden im Vorfeld der Porträtaufnahme berät und wie bei der Aufnahmesituation eine entspannte Atmosphäre geschaffen werden kann
  • wie Beautyretuschen durchgeführt werden

Im Schwerpunkt Produktfotografie:

  • wie Projekte entsprechend den Kundenwünschen geplant werden
  • wie technische Hilfsmittel und Zubehör für Fachkamerasysteme ausgewählt und eingesetzt werden können
  • wie man Produkte gemäß Layoutvorgaben platziert

Im Schwerpunkt Industrie- und Architekturfotografie:

  • wie Projekte entsprechend den Kundenwünschen geplant werden
  • wie man mit in den Ebenen beweglichen Fachkamerasystemen mit unterschiedlichen Komponenten umgeht
  • wie man Merkmale von Baustilen unterscheidet

Im Schwerpunkt Wissenschaftsfotografie:

  • wie Projekte entsprechend der wissenschaftlichen Aussage geplant werden
  • wie man fotografische Aufnahmen im Makrobereich durchführt
  • wie spezielle bildgebende Verfahren, insbesondere Infrarot- und UV-Fotografie, eingesetzt und unterschieden werden

Während der gesamten Ausbildung wird den Auszubildenden vermittelt:

  • welche gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag entstehen
  • wie der Ausbildungsbetrieb organisiert ist und wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung funktionieren
  • wie die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften angewendet werden
  • wie Umweltschutzmaßnahmen beachtet und angewendet werden

Quelle: BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

Unterrichtsstunden bezogen auf die 3-jährige Berufsausbildung:

 

  1. Betriebe im Branchenumfeld präsentieren: 40 h
  2. Bildideen entwickeln und umsetzen: 80 h
  3. Aufnahmesysteme und Licht handhaben: 80 h
  4. Bilder bearbeiten und ausgeben: 60 h
  5. Aufnahmeentwürfe erstellen und umsetzen: 60 h
  6. Licht setzen: 60 h
  7. Kamerasysteme motivabhängig einsetzen: 60 h
  8. Bilder auftragsbezogen erstellen, aufbereiten und ausgeben: 80 h
  9. Konzeptionen erstellen, umsetzen und präsentieren: 80 h
  10. Bilder bewerten und eine persönliche Bildsprache entwickeln: 60 h
  11. Bilddaten farbverbindlich aufbereiten und ausgeben: 60 h
  12. Bildorientierte Medienprodukte erstellen: 80 h
  13. Ein fotografisches Projekt realisieren: 80 h

Gesamtstunden: 880 Stunden

Stundenpensum (Praxis)

Während einer dualen Ausbildung werden Fotografen/ Fotografinnen im Ausbildungsbetrieb praktisch und in der Berufsschule theoretisch ausgebildet.

Der praktische Teil der Ausbildung macht in der Regel ca. 80% der Gesamtausbildungszeit aus.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Im Fotografenhandwerk gibt es vielerorts keinen Tarifvertrag, nur eine Empfehlung der Innung.

Die Auszubildenden können monatlich z.B. folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 260
  • 2. Ausbildungsjahr: € 285
  • 3. Ausbildungsjahr: € 315

Quelle: BERUFENET

Berufs- und Verdienstaussichten

Verdienst/Einkommen

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Beispiel: Tarifbereich Öffentlicher Dienst


Bei einer Eingruppierung in die Entgeltgruppe 9, Stufe 1 bis Stufe 6, erhalten Beschäftigte im öffentlichen Dienst eine Vergütung von 2.436,14 bis 3.496,68 €.


Quelle: Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)

Tarifliche Regelungen

Über tarifliche Regelungen informiert z.B. der Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Weiterbildung kann dazu dienen, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen.

Qualifizierungslehrgänge:

  • Fotografie, Fototechnik
  • EDV-Anwendungen im Medien- und Design-Bereich, DTP-, Mal- und Zeichenprogramme, Computeranimation
  • Rundfunk- und Fernsehtechnik, Videotechnik, Tontechnik
  • CAD - Multimedia, Visualisierung, Animation, Simulation
  • Medientechnik
  • Desktop-Publishing (DTP)
  • Physikalische Messtechnik – Optische Messtechnik und Farbmesstechnik

Aufstiegsweiterbildungen:

- Meister/-innen:

  • Fotografenmeister/Fotografenmeisterin

- Techniker/-innen:

  • Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Foto- und Medientechnik

- Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Geprüfter Medienfachwirt Digital/Geprüfte Medienfachwirtin Digital
  • Geprüfter Medienfachwirt Print/Geprüfte Medienfachwirtin Print
  • Fachkaufmann/Fachkauffrau in der Handwerkswirtschaft

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Staatlich geprüfter Gestalter/Staatlich geprüfte Gestalterin im Handwerk
  • Betriebsassistent/Betriebsassistentin im Handwerk
  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

Studienfächer:

  • Fotografie (Bachelor)
  • Medien-, Multimediatechnik (Bachelor)
  • Mediendesign, -kunst (Bachelor)
  • Medienwissenschaft (Bachelor)

Diverse Aufstiegsfortbildungen und Seminare: IHK-Projektgesellschaft mbH www.ihk-projekt.de.

Interessante Links

http://www.print.de/

Begeisterung für Druck

http://offsetdrucker.net/

Das Offsetdruck Forum

http://www.mediencommunity.de/

Das Wissensnetzwerk der Druck- und Medienbranche

http://www.heise.de/foto/

Heise Foto

http://www.fotoforum.de/

Fotografie und Präsentation

http://www.fotocommunity.de/

Fotocoummunity

http://www.dvf-fotografie.de/

Deutscher Verband für Fotografie e.V.

Job- und Bewerberdatenbanken

http://www.dasauge.de/jobs/

Stellenangebote für Designer, Grafiker, Fotografen, Multimedia und Werbung

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de
allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert


http://www.jobsuche.de
allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion


http://www.jobrobot.de
Unterteilung in Branchen und Regionen


http://www.stepstone.de
Große Jobbörse für Industrie und Gewerbe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich.

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

Handwerkskammer Frankfurt (Oder)
Region Ostbrandenburg
Bahnhofstraße 12
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (3 35) 56 19 0
Tel.: +49 (3 35) 53 50 11
E-mail: info@hwk-ff.de
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Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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