Straßenbauer/-in in Deutschland

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

Straßenbauer/-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in Industrie und Handwerk angeboten.

Abschluss: Straßenbauer/ Straßenbauerin

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Straßenbauer/-innen bauen Haupt- und Nebenstraßen, Geh- und Fahrradwege, Fußgängerzonen sowie Autobahnen und Flugplätze. Nach dem Abstecken der Baustelle beginnen sie mit den Erdarbeiten: Sie lösen Bodenmassen, transportieren, planieren und verdichten sie. Dazu setzen Straßenbauer/-innen Bagger, Raupen und Walzen ein. Auf den verdichteten Untergrund bringen sie als Unterbau meist eine Schotterschicht auf, darauf kommen weitere Gesteinsgemische und erst darüber eine Beton- oder Asphaltdecke als Fahrbahn. Außerdem führen sie Pflasterarbeiten aus und stellen Randbefestigungen, Böschungen und Entwässerungsgräben her. Weiterhin übernehmen sie auch Unterhaltungs- und Reparaturarbeiten an Wegen und Straßen.

Quelle: BERUFENET

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Straßenbauer/-in ist teilweise vergleichbar mit polnischem Beruf:

  • Techniker für Straßenbau (poln. technik drogownictwa), Ausbildungsniveau – vierjährige technische Sekundarschule (polnische Bezeichnung: technikum).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum“ zu finden.

Ausbildungsstätten

Oberstufenzentrum II Barnim
Alexander-von-Humboldt-Straße 40
16225 Eberswalde
Deutschland
Tel.: +49 (0) 33 34 63 97 0
Tel.: +49 (0) 33 34 63 97 19
E-mail: osz2-sekretariat(at)barnim.de
Homepage

Oberstufenzentrum 1 Spree-Neiße
Heinrich-Heine-Str. 14-16
03149 Forst(Lausitz)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 3562 93103
Tel.: +49 (0) 3562 93212
E-mail: osz.spn1@t-online.de
Homepage

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Straßenbauer/-innen mit Hauptschulabschluss ein.

Quelle: BERUFENET

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Die Verkürzungsdauer beträgt meist 6 Monate.

Ausbildungsinhalte

Im 1. Ausbildungsjahr lernen Auszubildende im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • was beim Herstellen von Mörtel- und Betonmischungen, Bewehrungen, Dämmungen, Wandputz und Estrich beachtet werden muss
  • wie Baugruben, Gräben und Schalungen hergestellt werden
  • welche Werkzeuge, Baugeräte und -maschinen es gibt und wie sie gehandhabt werden
  • was beim Lesen und Anfertigen von Zeichnungen, Skizzen und Verlegeplänen berücksichtigt werden muss

Zu Beginn der beruflichen Fachbildung (im 2. Ausbildungsjahr) wird den Auszubildenden unter anderem vermittelt:

  • welche Bewehrungsvorschriften für Betondecken gelten
  • wie man Straßendecken, Sickerungen und Abflussrinnen herstellt
  • wie man Rohre verlegt, einbaut und prüft
  • wie Abflussrinnen angelegt werden
  • was beim Erdaushub sowie beim Verbauen und Aussteifen von Gräben zu beachten ist
  • wie man Betonstähle biegt und flicht

Im 3. Ausbildungsjahr erfahren die Auszubildenden schließlich:

  • wie man Fertigteile für den Straßen- und Tiefbau herstellt und einbaut
  • was beim Abdichten von Rohrverbindungen und beim Einbauen von Drainagerohren wichtig ist
  • wie Einstiegschächte, Regeneinläufe und Schachtabdeckungen versetzt und eingebaut werden
  • wie man Pflasterarbeiten ausführt
  • worauf es beim Herstellen von Straßendecken ankommt
  • was beim Verlegen und Versetzen von Begrenzungssteinen und Platten berücksichtigt werden muss
Quelle: BERUFENET

Stundenpensum (Theorie)

Unterrichtsstunden bezogen auf die 3-jährige Berufsausbildung:

 

1. Einrichten einer Baustelle: 20 h

2. Erschließen und Gründen eines Bauwerkes: 60 h

3. Mauern eines einschaligen Baukörpers: 60 h

4. Herstellen eines Stahlbetonbauteiles: 60 h

5. Herstellen einer Holzkonstruktion: 60 h

6. Beschichten und Bekleiden eines Bauteiles: 60 h

Tiefbaufacharbeiter/-in, Schwerpunkt Straßenbauarbeiten:

 

7. Bauen einer Erschließungsstraße: 60 h

8. Herstellen eines Erddammes: 80 h

9. Einbauen einer Rohrleitung: 60 h

10. Pflastern einer Fläche mit künstlichen Steinen: 80 h

 

Straßenbauer/-in:

 

11. Bauen einer Asphaltstraße: 100 h

12. Pflastern einer Fläche mit Naturstein: 100 h

13. Einbauen einer Fahrbahndecke aus Beton: 40 h

14. Instandsetzen einer Straße: 40 h

Gesamtstunden: 880 Stunden

 

Den vollständigen Rahmenlehrplan finden Sie unter:

http://www.kmk.org/fileadmin/pdf/Bildung/BeruflicheBildung/rlp/hochbaufacharbeiter.pdf

Stundenpensum (Praxis)

Während einer dualen Ausbildung werden angehende Straßenbauer/-innen im Ausbildungsbetrieb praktisch und in der Berufsschule theoretisch ausgebildet.

Der praktische Teil der Ausbildung macht in der Regel ca. 80% der Gesamtausbildungszeit aus.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Ausbildungsvergütung

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist abhängig vom Ausbildungsbereich (z.B. Industrie und Handel, Handwerk) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet. Auch der räumliche Geltungsbereich des entsprechenden Tarifvertrages kann Einfluss auf die Höhe der Ausbildungsvergütung haben. Frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen sind möglich, wenn z.B. der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden im Bauhauptgewerbe können monatlich z.B. folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 587 bis € 669
  • 2. Ausbildungsjahr: € 805 bis € 1.028
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.017 bis € 1.299

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen der Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) - Stand: Oktober 2013

Berufs- und Verdienstaussichten

Verdienst/Einkommen

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 17,62 in der Stunde betragen.

Quelle:

Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik – WSI-Tarifarchiv 2013

Tarifliche Regelungen

Über tarifliche Regelungen informiert die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Weiterbildung kann dazu dienen, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen.

Qualifizierungslehrgänge:

  • Straßenbau
  • Pflasterbau
  • Tief- und Ingenieurtiefbau – Fachfortbildung
  • Beton- und Stahlbetonbau
  • Kanalbau
  • Baumaschinen
  • Vermessungstechnik
  • Fachpersonal zur Baustellenleitung
  • Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz – Bauwesen
  • EDV-Anwendungen im Bauwesen und Handwerk

Aufstiegsweiterbildungen:

- Meister/-innen:

  • Straßenbauermeister/Straßenbauermeisterin
  • Geprüfter Polier/Geprüfte Polierin – Tiefbau

- Techniker/-innen:

  • Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Bautechnik Schwerpunkt Tiefbau
  • Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Bautechnik Schwerpunkt Baubetrieb

- Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute:

  • Technischer Fachwirt/Technische Fachwirtin
  • Fachkaufmann/Fachkauffrau in der Handwerkswirtschaft

- Sonstige Aufstiegsweiterbildungen:

  • Werkpolier/Werkpolierin – Tiefbau
  • Betriebsassistent/Betriebsassistentin im Handwerk
  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)

Studienfächer:

  • Bauingenieurwesen (Bachelor)
  • Verkehrsingenieurwesen (Bachelor)
  • Vermessungstechnik, Geoinformatik (Bachelor)

Diverse Aufstiegsfortbildungen und Seminare: IHK-Projektgesellschaft mbH www.ihk-projekt.de.

Interessante Links

http://planet-beruf.de/Tagesablauf-Strassen.11814.0.html

Tagesablauf Straßenbauer/-in

http://www.youtube.com/watch?v=K08SfPGwKKc

Berufsbild Straßenbauer

http://forum.bauforum24.biz

Das Portal für Bau und Baumaschinen

Job- und Bewerberdatenbanken

http://www.handwerkerstellen.de/

Deutschlands Stellenmarkt für Handwerk und Technik

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de
allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert


http://www.jobsuche.de
allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion


http://www.jobrobot.de
Unterteilung in Branchen und Regionen


http://www.stepstone.de
Große Jobbörse für Industrie und Gewerbe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
Homepage

IG Bauen-Agrar-Umwelt
Bezirksverband Oderland
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 54 97 25
Tel.: +49335 54 42 28
E-mail: eberswalde@igbau.de
Homepage

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Kapweg 4
13405 Berlin
Deutschland
Tel.: +4930 21 240 - 0
Homepage

Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

Handwerkskammer Frankfurt (Oder)
Region Ostbrandenburg
Bahnhofstraße 12
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (3 35) 56 19 0
Tel.: +49 (3 35) 53 50 11
E-mail: info@hwk-ff.de
Homepage

IHK Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12b
15236 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49335 5621-1111
Tel.: +49335 5621-1119
E-mail: info@ihk-ostbrandenburg.de
Homepage

Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
Agentur für Arbeit
Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
Homepage