Techniker für Landwirtschaft in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

Technische Sekundarschule(polnische Bezeichnung: technikum)

 

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen der Gymnasien bestimmte Schulart. Nach dem Beenden der technischen Sekundarschule erreichen die Schüler den mittleren Schulabschluss und haben die Möglichkeit, nach bestandener beruflicher Abschlussprüfung, die jeweilige Berufsbezeichnung zu erwerben. Bestandene Reifeprüfung (Abitur) ermöglicht eine Ausbildungsfortsetzung in Hochschulen und Universitäten.

 

Berufsabschluss: Techniker für Landwirtschaft (poln. technik rolnik)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Absolventen mit dem Berufsabschluss Techniker für Landwirtschaft finden Arbeit in:

 

  • privaten landwirtschaftlichen Betrieben,
  • landwirtschaftlichen Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen,
  • landwirtschaftlichen Behörden und Einrichtungen.

 

Man kann auch eigenes Gewerbe anmelden und sich selbstständig machen (privater  Landwirtschaftsbetrieb, Biobauernhof, agrotouristischer Bauernhof, Vermarktung von Landwirtschaftlichen Produkten).

 

Tätigkeitsschwerpunkte der Techniker für Landwirtschaft:

 

  • Technologie der Pflanzenproduktion auszuarbeiten (Planung, Organisation und Durchführung von einzelnen Produktionsetappen),
  • den Boden zu bearbeiten (z.B. Pflügen, Eggen),
  • Versorgung des Betriebes mit Saatmaterial, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln zu planen,
  • Pflanzen zu auszusäen bzw. einzupflanzen und zu pflegen,
  • Saatmaterialplantagen während der Vegetationszeit regelmäßig zu kontrollieren und zu beurteilen,
  • Erntetermine und -technologie festzulegen,
  • agrotechnische Maßnahmen (z.B. Düngung und Pflanzenschutz) durchzuführen,
  • Arbeiten im Bereich der Zucht, Pflege und Fütterung von Nutztieren zu organisieren und zu überwachen,
  • Kraftstoffe rationell zu verbrauchen und sicher zu lagern,
  • elektrische Anlagen, Motoren und Geräte, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, zu bedienen,
  • technische Ausstattung des Betriebes zu bedienen und rationell zu nutzen,
  • den technischen Zustand von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten zu beurteilen sowie kleinere Reparaturarbeiten durchzuführen,
  • Versorgung des Betriebes mit Maschinen und Geräten zu planen,
  • Pflanzenproduktion zu dokumentieren,
  • getragene Kosten zu kalkulierten,
  • Tätigkeiten, die von Mitarbeitern ausgeführt werden, zu leiten und zu überwachen.

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der polnische Beruf Techniker für Landwirtschaft (poln. technik rolnik) ist teilweise vergleichbar mit folgenden deutschen Berufen:

  • Landwirt/-in, Ausbildungsniveau – bundesweit geregelte dreijährige duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz. 
  • Fachkraft Agrarservice, Ausbildungsniveau – bundesweit geregelte dreijährige duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). 
  • Staatlich geprüfte/-r Techniker/-in der Fachrichtung Agrartechnik, Ausbildungsniveau – landesrechtlich geregelte Weiterbildung an Fachschulen. Im Vollzeitunterricht dauert die Weiterbildung 2 Jahre.

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte” und „Stundenpensum” zu finden.

Ausbildungsstätten

Ausbildungsstätten im polnischen Teil der Euroregion Pro Europa Viadrina, die eine Ausbildung zum Techniker für Landwirtschaft anbieten:

  1. Zespół Szkół Centrum Kształcenia Rolniczego w Bobowicku,ul. Międzyrzecka 7a, 66-300 Międzyrzecz, www.miedzyrzecz.zsr.bip.net.pl
  2. Zespół Szkół Centrum Kształcenia Rolniczego w Kamieniu Małym,ul. Kamień Mały 89, 66-460 Witnica, www.zsrkm.pl

Entsprechende Angebote gibt es auch im südlichen Teil der Wojewodschaft Lubuskie:

  1. Zespół Szkół Ponadgimnazjalnych, ul. Ogrodowa 1, 67-410 Sława, www.zsp-slawa.pl
  2. Zespół Szkół Centrum Kształcenia Rolniczego w Henrykowie, Henryków 54, 67-300 Szprotawa, http://rolniczak-henrykow.pl

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Personen, die eine Ausbildung zum Techniker für Landwirtschaft in einer vierjährigen technischen Sekundarschule aufnehmen möchten, müssen folgende Aufnahmevoraussetzungen erfüllen:

  • Gymnasiumsabschluss,
  • positive Zeugnisnoten in ausgewählten Schulfächern,
  • andere Erfolge (z.B. Wettbewerbe, Facholympiaden).

Erforderliche Unterlagen:

  • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
  • Gymnasiumsabschlusszeugnis,
  • Bescheinigung über ausführliche Ergebnisse der Gymnasiumsabschlussprüfung, 
  • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung  in dem gegebenen Beruf vorliegen,
  • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

Ausbildungsdauer

Technische Sekundarschule:Ausbildungsdauer4 Jahre

Ausbildungsinhalte

Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*:

 

Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Landwirtschaft festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

 

  1. Ausbildungseffekte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungseffekte und Ausbildungseffekte, die für Berufe aus dem Ausbildungsbereich Land- und Forstwirtschaft mit Umweltschutz gemeinsam sind) – 340 Stunden
  2. Landwirtschaftliche Produktion führen– 650 Stunden
  3. Landwirtschaftliche Produktion organisieren und überwachen – 200 Stunden

Die Prüfung zum Abschluss der ersten Qualifikation „Landwirtschaftliche Produktion führen” findet gegen Ende des zweiten Schuljahres statt.

Die Prüfung zum Abschluss der zweiten Qualifikation „Landwirtschaftliche Produktion organisieren und überwachen” findet gegen Ende des ersten Semesters des vierten Schuljahres statt.

Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten, für alle Berufe und für Berufe des gegebenen Ausbildungsbereiches gemeinsamen Ausbildungseffekte, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.

Stundenpensum (Theorie)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon mindestens 735 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der theoretischen Berufsausbildung mit Stundenpensum:

  1. Arbeitsschutz und Arbeitshygiene in der Landwirtschaft – 30 h
  2. Pflanzenproduktion –150 h
  3. Tierproduktion – 120 h
  4. Technik in der Landwirtschaft – 120 h
  5. Fachbezogene Fremdsprache in der Landwirtschaft – 60 h
  6. Straßenverkehrsvorschriften – 30 h
  7. Wirtschaftliche Tätigkeit in der Landwirtschaft – 180 h
  8. Landwirtschaftliche Produktion organisieren und überwachen – 60 h

 

Theoriestunden insgesamt: 750

Stundenpensum (Praxis)

Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon mindestens 735 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

Fächer in der praktischen Berufsausbildung mit Stundenpensum:

  1. Landwirtschaftliche Produktion führen – 450 h
  2. Landwirtschaftliche Produktion organisieren – 150 h
  3. Berufspraktika – 150 h

Praxisstunden insgesamt: 750

*) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und in Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

Kosten der Ausbildung

Öffentliche Schulen – kostenfrei

Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Im Gegensatz zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

Berufs- und Verdienstaussichten

Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als gering zu bezeichnen ist.

Das Einkommen der Techniker für Landwirtschaft beträgt durchschnittlich ca.2.000 – 5.000 Zloty bruttoim Monat.

Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

Tarifliche Regelungen

Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Techniker für Landwirtschaft, Absolventen einer vierjährigen technischen Sekundarschule, mit bestandener Reifeprüfung (Hochschulzugangsberechtigung) haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Hochschulen und Universitäten fortzusetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für einen der verwandten Studiengänge, z.B. Landwirtschaft, zu entscheiden.

Im polnischen Teil der Euroregion Pro Europa Viadrina gibt es zurzeit keine Hochschulen, die verwandte Studiengänge anbieten.

Entsprechende Möglichkeiten gibt es z.B. in den Wojewodschaften Zachodniopomorskie und Wielkopolskie:

1. Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie, Wydział Kształtowania Środowiska i Rolnictwa [Westpommersche Technologische Universität in Szczecin, Fakultät für Umweltgestaltung und Landwirtschaft],  ul. Słowackiego 17, 71-374 Szczecin, www.agro.zut.edu.pl

Studiengänge: Landwirtschaft, Land- und Forsttechnik

2. Uniwersytet Przyrodniczy w Poznaniu, Wydział Rolnictwa i Bioinżynierii [Naturwissenschaftliche Universität in Poznań, Fakultät für Landwirtschaft und Bioingenieurwesen],  ul. Wojska Polskiego 28, 60-637 Poznań, www.puls.edu.pl

Studiengänge: Landwirtschaft, Land- und Forsttechnik, Biotechnologie, Informatik und Agraringenieurwesen

Interessante Links

In Polnisch:

Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für Landwirtschaft:

http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=314207

Lehrprogramm für den Beruf Techniker für Landwirtschaft:

http://www.koweziu.edu.pl/programy_nauczania/pliki/314207_P.doc

Beschreibung des Berufs Techniker für Landwirtschaft:

http://app.kuratorium.katowice.pl/zawodyDetails.aspx?zawod=0000000063

Internetseite mit Informationen über verwandte Studiengänge:

http://www.perspektywy.pl/portal/index.php?option=com_content&view=article&id=2&Itemid=113#top-wyszukiwarka

Job- und Bewerberdatenbanken

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. E. Borowskiego 31
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
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NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
[związek zawodowy / Gewerkschaft]
ul. Lisowskiego 5
65-072 Zielona Góra
[Polska / Polen]
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OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
[centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
ul. Wyspiańskiego 130
65-036 Zielona Góra
[Polska / Polen]
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Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
[organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
ul. Reja 6
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
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Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
[regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
ul. Kazimierza Wielkiego 1
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
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Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Obotrycka 8
66-400 Gorzów Wlkp.
[Polska / Polen]
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Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
[regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
ul. Reja 9
65-076 Zielona Góra
[Polska / Polen]
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Arbeitsvermittler

Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Walczaka 110
66-400 Gorzów Wlkp
[Polska / Polen]
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Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Pl. Powstańców Wlkp. 1
66-300 Międzyrzecz
[Polska / Polen]
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Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Mickiewicza 3
69-100 Słubice
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Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
Al. Wolności 39
66-500 Strzelce Krajeńskie
[Polska / Polen]
E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
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Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
[powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
ul. Lipowa 18 b
69-200 Sulęcin
[Polska / Polen]
E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
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