Wasserbautechniker in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

Technische Sekundarschule(polnische Bezeichnung: technikum)

 

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen der Gymnasien bestimmte Schulart. Nach dem Beenden der technischen Sekundarschule erreichen die Schüler den mittleren Schulabschluss und haben die Möglichkeit, nach bestandener beruflicher Abschlussprüfung, die jeweilige Berufsbezeichnung zu erwerben. Bestandene Reifeprüfung (Abitur) ermöglicht eine Ausbildungsfortsetzung in Hochschulen und Universitäten.

Berufsabschluss: Wasserbautechniker (poln. technik budownictwa wodnego)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Absolventen mit dem Berufsabschluss Wasserbautechnikerfinden Arbeit in:

  • Unternehmen, die in den Bereichen Ausführung, Betrieb, und Wartung von wasserbaulichen Anlagen und Regulierung von Wasserläufen tätig sind,
  • öffentlichen Verwaltungen, die für Melioration, wasserbauliche und Hochwasserschutz Anlagen zuständig sind.

Zu den Tätigkeitsschwerpunkten der Wasserbautechniker gehört es:

  • Arbeiten im Bereich der Regulierung natürlicher Wasserläufe durchzuführen,
  • Flussbetten und andere Gewässer zu reinigen und Hindernisse zu beseitigen,
  • mit der Regulierung natürlicher Wasserläufe verbundene Erd- und Baggerungsarbeiten durchzuführen,
  • mit der Wartung, Instandsetzung und dem Betrieb von wassertechnischer Anlagen verbundene Arbeiten durchzuführen,
  • Bestandteile von Regulierungs- und Schutzbauwerken und -anlagen an Flüssen und Wildbächen zu errichten, und insbesondere Uferbefestigungen aus Faschinen, Steinen und Beton, Wildbachverbauungen, Hochwasserschutzbauten,
  • biologische Verbauung von Flüssen und Bächen durchzuführen, Böschungsbefestigungen herzustellen, Material für Befestigungsarbeiten zu gewinnen und zu verarbeiten,
  • mit Besatzungen schwimmender Einheiten und mit Baggerführern zusammenzuarbeiten,
  • wassertechnische Bauwerke und -anlagen zu warten und instand zu halten, insbesondere vor Korrosion zu schützen und kleinere Schäden zu beseitigen,
  • hydrometrische Messungen bei Arbeiten im Bereich der Regulierung natürlicher Wasserläufe durchzuführen,
  • laufende Inspektionen von Uferbefestigungen und Regulierungsbauwerken durchzuführen,
  • Arbeiten im Bereich der Regulierung natürlicher Wasserläufe aufzumessen und Material-, Maschinen- und Personalaufwand abzurechnen,
  • Arbeiten während der Hochwassereinsätze zu organisieren und zu koordinieren sowie Art und Umfang der Hochwasserschäden festzustellen.

    Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

    Der polnische Beruf Wasserbautechniker (poln. technik budownictwa wodnego) ist teilweise vergleichbar mit folgenden deutschen Berufen:

    • Wasserbauer/-in, Ausbildungsart – bundesweit  geregelte 3-jährige duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
    • Wasserbaumeister/-in, Ausbildungsart – berufliche Weiterbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Meisterprüfung ist bundesweit einheitlich geregelt. Bildungseinrichtungen bieten Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung an (z.B. vier Lehrgänge von jeweils ca. 4 Wochen Dauer, insgesamt 2 Jahre). Für die Zulassung zur Meisterprüfung ist die Teilnahme an den Vorbereitungslehrgängen jedoch nicht verpflichtend.

    Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

    Ausbildungsstätten

    Im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober gibt es zurzeit keine Ausbildungsstätten, die Ausbildungsmöglichkeiten im Beruf Wasserbautechniker anbieten.

    Entsprechende Angebote gibt es u.a. in der Wojewodschaft Małopolskie:

    1. Powiatowy Zespół Nr 5 Szkół Budowlanych,ul. Obozowa 31, 32-600 Oświęcim, www.pz5.edu.pl

    Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

    Personen, die eine Ausbildung zum Wasserbautechniker in einer vierjährigen technischen Sekundarschule aufnehmen möchten, müssen folgende Aufnahmevoraussetzungen erfüllen:

    • Gymnasiumsabschluss,
    • positive Zeugnisnoten in ausgewählten Schulfächern,
    • andere Erfolge (z.B. Wettbewerbe, Facholympiaden).

    Erforderliche Unterlagen:

    • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich),
    • Gymnasiumsabschlusszeugnis,
    • Bescheinigung über ausführliche Ergebnisse der Gymnasiumsabschlussprüfung, 
    • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung  in dem gegebenen Beruf vorliegen,
    • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

      Ausbildungsdauer

      Technische Sekundarschule: Ausbildungsdauer 4 Jahre

      Ausbildungsinhalte

      Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*:

      Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Wasserbautechniker festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

      1. Ausbildungseffekte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungseffekte und Ausbildungseffekte, die für Berufe aus dem Ausbildungsbereich Bauwesen gemeinsam sind) – 380 Stunden
      2. Regulierende und wasserbauliche Arbeiten ausführen – 650 Stunden
      3. Arbeiten im Bereich der Regulierung natürlicher Wasserläufe und Errichtung wasserbaulicher Anlagen organisieren – 320 Stunden

      Die Prüfung zum Abschluss der ersten Qualifikation „Regulierende und wasserbauliche Arbeiten ausführen” findet gegen Ende des dritten Schuljahres statt.

      Die Prüfung zum Abschluss der zweiten Qualifikation „Arbeiten im Bereich der Regulierung natürlicher Wasserläufe und Errichtung wasserbaulicher Anlagen organisieren” findet gegen Ende des ersten Semesters des vierten Schuljahres statt.

      *) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten, für alle Berufe und für Berufe des gegebenen Ausbildungsbereiches gemeinsamen Ausbildungseffekte, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.

      Stundenpensum (Theorie)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon 735 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der theoretischen Berufsausbildung mit Stundenpensum:

      1. Grundlagen der Arbeiten im Wasserbau – 180 h
      2. Renaturierung von Flüssen und Wasserläufen – 180 h
      3. Technologie der regulierenden und wasserbaulichen Arbeiten – 300 h
      4. Wirtschaftliche Tätigkeit im Wasserbaubereich – 30 h
      5. Berufsbezogene Fremdsprache im Wasserbaubereich – 60 h

      Theoriestunden insgesamt: 750

      Stundenpensum (Praxis)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in technischen Sekundarschulen mit vierjähriger Ausbildungsdauer 1470 Stunden, wovon 735 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der praktischen Berufsausbildung mit Stundenpensum*:

      1. Wasserbauliche Arbeiten – 495 h
      2. Bauaufsicht im Wasserbau – 255 h

      Praxisstunden insgesamt: 750

      *) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und in Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt.

      Kosten der Ausbildung

      Öffentliche Schulen – kostenfrei

      Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden.

      Ausbildungsvergütung und -förderungen

      Im Unterschied zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

      Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

      Berufs- und Verdienstaussichten

      Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als gering zu bezeichnen ist.

      Das Einkommen der Wasserbautechniker beträgt durchschnittlich ca.1.680 – 2.500  Zloty bruttoim Monat.

      Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

      Tarifliche Regelungen

      Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

      Weiterbildungsmöglichkeiten

      Wasserbautechniker, Absolventen einer vierjährigen technischen Sekundarschule oder einer zweijährigen postsekundären beruflichen Schule, mit bestandener Reifeprüfung (Hochschulzugangsberechtigung) haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Hochschulen und Universitäten fortzusetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für einen der verwandten Studiengänge, z.B. Bauwesen mit dem Schwerpunkt Wasserbau oder Umwelttechnik, zu entscheiden.

      Im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober gibt es zurzeit keine Hochschulen, die verwandte Studiengänge anbieten:

      Entsprechende Möglichkeiten gibt es z.B. in den Wojewodschaften Dolnośląskie, Wielkopolskie und Zachodniopomorskie:

       

      1. Uniwersytet Przyrodniczy we Wrocławiu, Wydział Inżynierii Kształtowania Środowiska i Geodezji [Naturwissenschaftliche Universität in Wrocław, Fakultät für Umwelttechnik und Vermessungswesen], Pl. Grunwaldzki 54, 50-365 Wrocław, www.aqua.up.wroc.pl

      Studiengang: Bauwesen

      Schwerpunkt: Wasserbau

      2. Uniwersytet Przyrodniczy w Poznaniu, Wydział Melioracji i Inżynierii Środowiska [Naturwissenschaftliche Universität in Poznań, Fakultät für Melioration und Umwelttechnik], ul. Wojska Polskiego 28, 60-637 Poznań, www.puls.edu.pl

      Studiengang: Umwelttechnik

      3. Politechnika Koszalińska, Wydział Inżynierii Środowiska i Geodezji [Technische Universität in Koszalin, Fakultät für Umwelttechnik und Vermessungswesen], ul. Śniadeckich 2, 75-453 Koszalin, www.tu.koszalin.pl

      Studiengang: Umwelttechnik

       

      4. Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny, Wydział Budownictwa i Architektury [Technologische Universität in Szczecin, Fakultät für Bauwesen und Architektur], Al. Piastów 17, 70-310 Szczecin, www.zut.edu.pl

      Studiengang: Bauwesen

      Schwerpunkt: Wasserbau

      Interessante Links

      In Polnisch:

      Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Wasserbautechniker:

      http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=311205

      Lehrprogramm für den Beruf Wasserbautechniker:

      http://www.koweziu.edu.pl/programy_nauczania/pliki/311205_P.doc

      Beschreibung des Berufs Wasserbautechniker:

      http://app.kuratorium.katowice.pl/zawodyDetails.aspx?zawod=0000000003

      Internetseite des Verbandes der Wasserbau- und Meliorationsingenieure und -techniker (Stowarzyszenie Inżynierów i Techników Wodnych i Melioracyjnych):

      www.not.rzeszow.pl

      Internetseite mit Informationen über verwandte Studiengänge:

      http://www.perspektywy.pl/portal/index.php?option=com_content&view=article&id=2&Itemid=113#top-wyszukiwarka

      Job- und Bewerberdatenbanken

      Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

      Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen ist hier zu finden. Darunter einige Kontaktadressen aus der Region:

      NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. E. Borowskiego 31
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. Lisowskiego 5
      65-072 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
      [centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
      ul. Wyspiańskiego 130
      65-036 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

      Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
      [organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
      ul. Reja 6
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
      [regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
      ul. Kazimierza Wielkiego 1
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Obotrycka 8
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Reja 9
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitsvermittler

      Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Walczaka 110
      66-400 Gorzów Wlkp
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Pl. Powstańców Wlkp. 1
      66-300 Międzyrzecz
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Mickiewicza 3
      69-100 Słubice
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Al. Wolności 39
      66-500 Strzelce Krajeńskie
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Lipowa 18 b
      69-200 Sulęcin
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
      Homepage