Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz in Polen

Berufe vergleichen:

Ausbildungsart und Abschluss

Eine Ausbildungsart:

Postsekundäre berufliche Schule (polnische Bezeichnung: szkoła policealna)

Im polnischen Berufsbildungssystem eine für Absolventen mit dem mittleren Bildungsabschluss (in Polen z.B. Lyzeen) bestimmte Schulart. Das Reifezeugnis (bestandene Abitur) wird von den Bewerbern nicht verlangt.

Berufsabschluss: Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz (poln. technik ochrony fizycznej osób i mienia)

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Absolventen mit diesem Berufsabschluss arbeiten in:

  • Unternehmen des Objekt-, Werte- und Personenschutzes (auf Führungsposten) bzw. in der Sicherheitsberatung und -schulung,
  • Flughafenbetrieben, in Sicherheitsabteilungen von Bahnhöfen und Verkehrsgesellschaften des öffentlichen Nahverkehrs oder bei Unternehmen im Bereich Facility-Management,
  • Industriebetrieben, Labors, Kraftwerken oder auch Speditionen für Werttransporte.

Nach Erlangung der Konzession kann man auch eigenes Gewerbe im Bereich Personen- und Eigentumsschutz anmelden und sich selbstständig machen.

Zu den Tätigkeitsschwerpunkten der Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutzgehört es:

 

  • Maßnahmen im Bereich des direkten Personenschutzes und der technischen Absicherung zu organisieren und durchzuführen,
  • Schutzmaßnahmen für Flächen, Objekte und Anlagen, die der gesetzlichen Bewachungspflicht unterliegen, zu organisieren und durchzuführen,
  • Maßnahmen im Bereich Geldschutz zu organisieren und durchzuführen,
  • Absicherung von Massenveranstaltungen zu organisieren und zu gewährleisten,
  • Zusammenarbeit mit der Polizei, Stadtpolizei, Feuerwehr und Brandschutzdiensten usw. zu organisieren und zu gewährleisten.

    Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

    Der polnische Beruf Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz (poln. technik ochrony fizycznej osób i mienia) ist teilweise vergleichbar mit folgenden deutschen Berufen:

    • Fachkraft für Schutz und Sicherheit, Ausbildungsart – bundesweit geregelte 3-jährige duale Ausbildung dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.
    • Meister/-in für Schutz und Sicherheit, Ausbildungsart – bundesweit einheitlich geregelte berufliche Weiterbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Bildungseinrichtungen von Industrie- und Handelskammern sowie anderen Bildungsträgern bieten Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung an (Vollzeit ca. 5-6 Monate, Teilzeit ca. 2 Jahre). Für die Zulassung zur Meisterprüfung ist die Teilnahme an den Vorbereitungslehrgängen jedoch nicht verpflichtend.

    Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

    Ausbildungsstätten

    Ausbildungsstätten im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober, die Ausbildungsmöglichkeiten im Beruf Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz anbieten:

     

    1. Ogólnopolska Sieć Szkół Policealnych ŻAK, Szkoła Policealna w Gorzowie Wlkp., ul. Sikorskiego 8, 66-400 Gorzów Wlkp., www.zak.edu.pl
    2. AP EDUKACJA, Policealna Szkoła Zawodowa w Gorzowie Wlkp., ul. Pocztowa 3/7, 66-400 Gorzów Wlkp., www.apedukacja.pl
    3. Zespół Szkół Licealnych i Zawodowych,ul. Wincentego Witosa 49, 69-200 Sulęcin, www.zsliz-sulecin.edu.pl
    4. Centrum Kształcenia Ustawicznego i Praktycznego, ul. Staszica 2, 65-175 Zielona Góra, www.cku.zgora.pl

    Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

    Personen, die eine Ausbildung zum Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz in einer zweijährigen  postsekundären beruflichen Schule aufnehmen möchten, müssen denmittleren Schulabschluss(nach polnischem System)besitzen. Abitur ist nicht notwendig.

    Erforderliche Unterlagen:

    • Bewerbungsschreiben und/oder Bewerbungsfragebogen (in Schulsekretariaten oder auf den Internetseiten erhältlich).
    • Schulabschlusszeugnis,
    • ärztliches Attest mit Bescheinigung, dass keine Gegenindikationen für die Ausbildung in dem gegebenen Beruf vorliegen,
    • 3 oder 4 Lichtbilder (45x35 mm).

      Ausbildungsdauer

      Postsekundäre berufliche Schule (poln. szkoła policealna) – Ausbildungsdauer: 2 Jahre


      Ausbildungsinhalte

      Mindestpensum an Stunden der Berufsausbildung*:

      Das minimale Stundenpensum der Berufsausbildung wurde in der Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz festgelegt und beträgt für einzelne Ausbildungseffekte bzw. -inhalte:

      1. Ausbildungseffekte, die eine Grundlage für die Ausbildung im gegebenen Beruf oder in der gegebenen Berufsgruppe darstellen (berufsübergreifende Ausbildungseffekte und Ausbildungseffekte, die für Berufe aus dem Ausbildungsbereich Medizin und Soziales gemeinsam sind) – 300 Stunden
      2. Personen- und Eigentumsschutz – 1050 Stunden

      Prüfung zum Abschluss der Qualifikation „Personen- und Eigentumsschutz” findet gegen Ende des zweiten Schuljahres statt.

      *) Das Stundenpensum der Berufsausbildung wird in der gegebenen Schule an das in den Vorschriften über Rahmenlehrpläne in den öffentlichen Schulen bestimmte Stundenpensum unter Beibehaltung der in den Tabellen festgelegten, für alle Berufe und für Berufe des gegebenen Ausbildungsbereiches gemeinsamen Ausbildungseffekte, die eine Ausbildungsgrundlage in dem gegebenen Beruf darstellen, entsprechend zu den für den gegebenen Beruf erforderlichen Qualifikationen angepasst.

      Stundenpensum (Theorie)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in postsekundären beruflichen Schulen mit zweijähriger Ausbildungsdauer 1600 Stunden, wovon 800 Stunden für die theoretische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der theoretischen Berufsausbildung:

      1. Gesetzgrundlagen im Personen- und Eigentumsschutz – 544 h
      2. Arbeitssicherheit und -hygiene mit Elementen der ersten vorärztlichen Hilfe – 96 h
      3. Grundlagen der Ökonomie im Personen- und Eigentumsschutz – 80 h
      4. Fachbezogene Fremdsprache für den Personen- und Eigentumsschutz – 80 h

      Theoriestunden insgesamt: 800

      Stundenpensum (Praxis)

      Gemäß der Verordnung des Bildungsministers vom 7. Februar 2012 über Rahmenlehrpläne in öffentlichen Schulen beträgt das minimale Stundenpensum für die Berufsausbildung in postsekundären beruflichen Schulen mit zweijähriger Ausbildungsdauer 1600 Stunden, wovon mindestens 800 Stunden für die praktische Berufsausbildung vorgesehen sind.

      Fächer in der praktischen Berufsausbildung*:

      1. Eigentumsschutz und sicherheitstechnische Einrichtungen – 224 h
      2. Absicherung von Massenveranstaltungen – 96 h
      3. Personenschutz – 144 h
      4. Begleitschutz von Transporten – 144h
      5. Schusstraining – 64 h
      6. Interventionstechniken und Selbstverteidigung – 128 h

      Praxisstunden insgesamt: 800

      *) Praktische Berufsausbildung findet in schulischen Fachunterrichtsräumen, in Einrichtungen der praktischen Bildung und bei Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber für den jeweiligen Beruf in Frage kommen, statt. 

      Kosten der Ausbildung

      Öffentliche Schulen – kostenfrei

      Privatschulen – Informationen sind telefonisch in Schulsekretariaten zu erfragen oder auf Internetseiten zu finden

      Ausbildungsvergütung und -förderungen

      Im Unterschied zu dem in Deutschland am meisten verbreiteten dualen System, erhalten Schüler der Berufsschulen in Polen keine gesetzlich geregelte Ausbildungsvergütung.

      Informationen über eventuelle Vergütungen für die Berufspraktika in Arbeitsbetrieben und Stipendienmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern bzw. Schulen zu erfragen.

      Berufs- und Verdienstaussichten

      Eine auf Basis der auf Internet-Jobportalen ausgeschriebenen Stellenangebote durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass der Bedarf des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit diesem Abschluss aktuell als groß zu bezeichnen ist.

      Das Einkommen der Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz beträgt durchschnittlich ca.1.680 – 2.150  Zloty bruttoim Monat.

      Genaue Informationen über Verdienstmöglichkeiten sind direkt bei den Arbeitgebern zu erfragen.

      Tarifliche Regelungen

      Genauere Informationen über eventuell geltende betriebliche oder überbetriebliche Tarifverträge sind bei den Gewerkschaftsorganisationen einzelner Betriebe zu erfragen.

      Weiterbildungsmöglichkeiten

      Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz, Absolventen einer zweijährigen postsekundären beruflichen Schule mit bestandener Reifeprüfung (Hochschulzugangsberechtigung) haben die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Hochschulen und Universitäten fortzusetzen. Naheliegend ist es dabei, sich für einen der verwandten Studiengänge, z.B. Innere Sicherheit mit dem Schwerpunkt Detektivwesen mit Personen- und Eigentumsschutz, zu entscheiden.

       

      Im polnischen Teil der Euroregionen Pro Europa Viadrina und Spree-Neiße-Bober gibt es zurzeit keine Hochschulen, die verwandte Studiengänge anbieten:

      Entsprechende Möglichkeiten gibt es z.B. in den Wojewodschaften Łódzkie, Pomorskie und Mazowieckie:

       

      1. Wyższa Szkoła Bankowa w Gdańsku [Bankhochschule in Gdańsk], ul. Dolna Brama 8, 80-821 Gdańsk, www.wsb.pl

      Studiengang: Innere Sicherheit

      Schwerpunkt: Detektivwesen mit Personen- und Eigentumsschutz

      2. Salezjańska Wyższa Szkoła Ekonomii i Zarządzania w Łodzi [Salesianer-Hochschule für Ökonomie und Management in Łódź], ul. Narutowicza 86. 90-139 Łódź, www.swseiz.pl

      Studiengang: Innere Sicherheit

      Schwerpunkt: Detektivwesen mit Personen- und Eigentumsschutz

       

      3. Wojskowa Akademia Techniczna, Wydział Elektroniki [Militärtechnische Akademie, Fakultät für Elektronik], ul. Kaliskiego 2, 00-908 Warszawa, www.wmt.wat.edu.pl

      Studiengang: Technischer Personen- und Eigentumsschutz (Aufbaustudium)

      Interessante Links

      In Polnisch:

      Lehrprogrammgrundlage für den Beruf Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz:

      http://www.koweziu.edu.pl/pp_zawod.php?nr_zawodu=541315

      Lehrprogramm für den Beruf Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz:

      http://www.koweziu.edu.pl/programy_nauczania/pliki/541215_P.doc

      Beschreibung des Berufs Techniker für direkten Personen- und Eigentumsschutz:

      http://zielonalinia.gov.pl/zl/Search/DetailsCourse?cid=42773

      Internetseite mit Suchmaschine für verschiedene Studiengänge:

      http://www.perspektywy.pl/portal/index.php?option=com_content&view=article&id=2&Itemid=113#top-wyszukiwarka

      Job- und Bewerberdatenbanken

      Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

      Eine Liste von Gewerkschaftsorganisationen in Polen ist hier zu finden. Darunter einige Kontaktadressen aus der Region:

      NSZZ „Solidarność” ZR Gorzów Wlkp.
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. E. Borowskiego 31
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      NSZZ „Solidarność” ZR Zielona Góra
      [związek zawodowy / Gewerkschaft]
      ul. Lisowskiego 5
      65-072 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      OPZZ Rada Województwa Lubuskiego
      [centrala związkowa / Gewerkschaftszentrale]
      ul. Wyspiańskiego 130
      65-036 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitgebervertreter (Kammern, Wirtschaftsverbände)

      Organizacja Pracodawców Ziemi Lubuskiej
      [organizacja pracodawców / Arbeitgeberorganisation]
      ul. Reja 6
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Zachodnia Izba Przemysłowo-Handlowa
      [regionalna izba gospodarcza / regionale Industrie- und Handelskammer]
      ul. Kazimierza Wielkiego 1
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemiosła i Przedsiębiorców w Gorzowie Wlkp.
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Obotrycka 8
      66-400 Gorzów Wlkp.
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Izba Rzemieślnicza i Przedsiębiorczości w Zielonej Górze
      [regionalna izba rzemiosła i przedsiębiorczości / regionale Handwerks- und Unternehmerskammer]
      ul. Reja 9
      65-076 Zielona Góra
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Arbeitsvermittler

      Powiatowy Urząd Pracy w Gorzowie Wlkp.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Walczaka 110
      66-400 Gorzów Wlkp
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Międzyrzeczu
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Pl. Powstańców Wlkp. 1
      66-300 Międzyrzecz
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Słubicach
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Mickiewicza 3
      69-100 Słubice
      [Polska / Polen]
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Strzelcach Kraj.
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      Al. Wolności 39
      66-500 Strzelce Krajeńskie
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://strzelcekrajenskie.praca.gov.pl/
      Homepage

      Powiatowy Urząd Pracy w Sulęcinie
      [powiatowy urząd pracy / Kreisarbeitsamt]
      ul. Lipowa 18 b
      69-200 Sulęcin
      [Polska / Polen]
      E-mail: https://sulecin.praca.gov.pl/
      Homepage