Personaldienstleistungskaufmann/-frau in Deutschland

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Ausbildungsart und Abschluss

Lehre (Duales System)

Personaldienstleistungskaufmann/-frau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Ausbildungsbereich Industrie und Handel angeboten.

Abschluss: Personaldienstleistungskaufmann/-frau 

Einsatzgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte

Um Personal anzuwerben, sichten Personaldienstleistungskaufleute den Stellen- und Bewerbermarkt, formulieren Stellenanzeigen und veröffentlichen sie. Sie wählen geeignete Bewerber aus, führen Beratungsgespräche und gleichen Anforderungs- und Bewerberprofile miteinander ab. Schließlich wirken sie bei der Personaleinstellung und bei Vertragsabschlüssen mit. Personaldienstleistungskaufleute disponieren den Personaleinsatz und planen die Personalentwicklung, indem sie z.B. Weiterbildungsmaßnahmen organisieren. In der Personalsachbearbeitung führen sie Personalakten und erstellen Entgeltabrechnungen. Darüber hinaus akquirieren Personaldienstleistungskaufleute Aufträge. Sie gewinnen Unternehmen als Kunden, suchen im Kundenauftrag nach geeignetem Personal und betreuen die Kundenunternehmen. Nicht zuletzt gehören kaufmännische Aufgaben wie Steuerung und Controlling zu ihrem Tätigkeitsgebiet.

Quelle: BERUFENET, http://berufenet.arbeitsagentur.de

Ähnliche Berufe in Deutschland und Polen

Der deutsche Beruf Personaldienstleistungskaufmann/-frau hat kein direktes Pendant unter den polnischen Ausbildungsberufen, ist aber teilweise vergleichbar mit z.B. dem polnischen Beruf:

  • Techniker – Kaufmann für Büroarbeiten (poln. technik prac biurowych), Ausbildungsart – zweijährige postsekundäre berufliche Schule(poln. szkoła policealna).

Nützliche Informationen zu den Schwerpunkten der Ausbildung sind jeweils unter den Informationskategorien „Ausbildungsinhalte“ und „Stundenpensum“ zu finden.

Schulische und sonstige Aufnahmevoraussetzungen

Grundsätzlich wird – wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen – keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellten überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

Quelle: BERUFENET, http://berufenet.arbeitsagentur.de

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Die zuständige Stelle hat auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Ausbildenden die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird. Die Verkürzungsdauer ist unterschiedlich und hängt von der Vorbildung ab. Bei berechtigtem Interesse kann sich der Antrag auch auf die Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit beziehen (Teilzeitberufsausbildung).

Ausbildungsinhalte

Im 1. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • welche verschiedenen Anwerbungsmöglichkeiten und Auswahlinstrumente es gibt, wie man mit potenziellen Bewerbern in Kontakt tritt und deren Einstellungs- und Vermittlungsvoraussetzungen prüft
  • was man über unternehmensrelevante Berufe, Kompetenzanforderungen und Einsatzfelder wissen muss
  • wie man Mitarbeiter/innen über arbeits-, sozial- und steuerrechtliche Bedingungen informiert
  • wie Vertragsunterlagen und Einstellungsdokumente zusammengestellt werden
  • wie man Personalakten führt, Arbeitsnachweise, Fehlzeiten und Urlaubsplanung dokumentiert sowie Entgeltabrechnungen erstellt
  • wie man das eigene Unternehmen vorstellt, Einsatzmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven aufzeigt sowie über Arbeitsbedingungen und Vergütungen informiert
  • welche Maßnahmen zum Datenschutz und zur Datensicherheit zu beachten sind
  • was für die Teamarbeit wichtig ist

Während des 2. Ausbildungsjahres wird den Auszubildenden u.a. vermittelt:

  • wie man Anforderungs- und Bewerberprofile abgleicht, Bewerberprofile ermittelt und dokumentiert sowie Auswahlentscheidungen trifft und begründet
  • wie man Mitarbeiter/-innen auf Unternehmen und Arbeitsplätze vorbereitet bzw. sie über ihre Rechte und Pflichten aufklärt
  • wie Maßnahmen zur Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen umzusetzen sind
  • was man über Kundenbindung, Kundenbetreuung und Marketingmaßnahmen wissen muss
  • wie Gefährdungsanalysen an Arbeitsplätzen durchgeführt und dokumentiert werden, welche Hinweise zu Unfall- und Gesundheitsprävention es gibt und wie man Maßnahmen zur Beseitigung von Gefährdungen einleitet sowie kontrolliert
  • wie man Konfliktsituationen analysiert, Lösungsstrategien anwendet und die eigenen Handlungsmöglichkeiten einschätzt
  • was beim Erstellen von Leistungsabrechnungen wichtig ist
  • was man über Rechtsvorschriften zur Arbeitnehmerüberlassung und Arbeitsvermittlung wissen muss

Im 3. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden:

  • wie man kundengerechte Angebote entwickelt, Angebote unterbreitet und Vertragsverhandlungen führt
  • was beim Abschluss von Verträgen zu beachten ist und wie man die Umsetzung der Vertragsvereinbarungen kontrolliert und ggf. bei Störungen Maßnahmen einleitet
  • wie arbeitsplatzbezogene Anforderungs- und Unternehmensprofile erstellt werden, wie man den qualitativen und quantitativen Bedarf an Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen ermittelt und dabei spezifische Kundenbedürfnisse berücksichtigt
  • was man beim Disponieren des Personaleinsatzes beachten muss
  • wie Statistiken für Controlling erstellt und ausgewertet sowie Berichte erstellt werden
  • wie man Personalentwicklungen sowie Weiterbildungen plant und den Mitarbeitern im Gespräch berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufzeigt, wie man Zielvereinbarungen vornimmt und Mitarbeiterbeurteilungen vornimmt
  • was man bei der Kommunikation in einer Fremdsprache beachten muss, z.B. wenn man Auskünfte erteilt
  • wie man Vorschläge zur Qualitätsentwicklung erarbeitet und einbringt

Quelle: BERUFENET, http://berufenet.arbeitsagentur.de

Stundenpensum (Theorie)

Unterrichtsstunden bezogen auf die 3-jährige Berufsausbildung:

  1. Die Ausbildung verantwortlich mitgestalten: 40 h
  2. Struktur und Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes erkunden und präsentieren: 80 h
  3. Personalsachbearbeitung durchführen: 100 h
  4. Personal gewinnen: 100 h
  5. Personal einstellen: 80 h
  6. Personaleinsatz vorbereiten und durchführen: 80 h
  7. Personaldienstleistungen vermarkten: 60 h
  8. Personal führen und fördern: 80 h
  9. betriebliche Werteprozesse dokumentieren und auswerten: 60 h
  10. Aufträge akquirieren und bearbeiten: 100 h
  11. Rahmenbedingungen für Personaldienstleistungen berücksichtigen: 60 h
  12. berufsbezogenes Projekt planen, durchführen und auswerten: 40 h

Gesamt: 880 h

Eine Übersicht über die Inhalte einzelner Lernfelder befindet sich in der Verordnung über die Berufsausbildung:

http://www.kmk.org/fileadmin/pdf/Bildung/BeruflicheBildung/rlp/Personaldienstleistungskfm.pdf

Stundenpensum (Praxis)

Während einer dualen Ausbildung werden Personaldienstleistungskaufleute im Ausbildungsbetrieb praktisch und in der Berufsschule theoretisch ausgebildet.

Der praktische Teil der Ausbildung macht in der Regel ca. 80% der Gesamtausbildungszeit aus.

Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht Lernmittelkosten (z.B. für Fachliteratur), Fahrtkosten und ggf. auch Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen.

Ausbildungsvergütung und -förderungen

Zurzeit liegen keine genauen Angaben vor.

Berufs- und Verdienstaussichten

Da der Beruf der Personaldienstleistungskaufleute sehr vielfältig ist, gibt es gute Aussichten einen Arbeitsplatz in diesem Bereich zu finden. Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 1.500 € bis 2.500 €.

Tarifliche Regelungen

Aktuelle Tarifinformationen für die Region Ostbrandenburg finden Sie im Tarifregister Brandenburg.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie auch im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Interessante Links

http://berufenet.Arbeitsagentur.de

Kurzbeschreibungen und Informationen von der Arbeitsagentur zu allen Berufen.

http://www.office-work.net

Der Internetguide für den Lebensraum Büro

http://alle-achtung.info/beruf/film.html

Der Film zum neuen Ausbildungsberuf

http://www.bwb-online.de

Bundesverband Bürowirtschaft

http://www.personalwirtschaft.de

Personalwirtschaft.de

http://www.deutsches-netzwerk-buero.de

Das Deutsche Netzwerk Büro

Job- und Bewerberdatenbanken

http://jobboerse.arbeitsagentur.de
JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Gegliedert nach Berufsfeldern und Regionen.

http://www.jobpilot.de
allgemeine Jobbörse, in Berufsfelder gegliedert


http://www.jobsuche.de
allgemeine Jobbörse, regionale Suchfunktion


http://www.jobrobot.de
Unterteilung in Branchen und Regionen


http://www.stepstone.de
Große Jobbörse für Industrie und Gewerbe. Die Vielzahl von Angeboten lässt sich durch regionale und branchenbezogene Filterung eingrenzen, außerdem sind Volltextsuche und Zustellung interessierender Stellenausschreibungen per "Jobagent" möglich

Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften, Berufsverbände)

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Frankfurt/Oder
Zehmeplatz 11
15230 Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 (0) 0335/60677-0
Tel.: +49 (0) 0335/60677-77
E-mail: bz.nob@verdi.de
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Arbeitsvermittler

EURES-Beratung
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Heinrich-von-Stephan-Straße 2
15230 Fran Frankfurt (Oder)
Deutschland
Tel.: +49 335 570 3333
E-mail: Frankfurt-Oder.Eures@arbeitsagentur.de
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